Handel
Dortmunds Einzelhändler fürchten sich vor ECE
08.09.2010 | 18:43 Uhr 2010-09-08T18:43:00+0200
Dortmund.Bei Dortmunds Einzelhändlern geht die Angst vor dem ECE-Einkaufszentrum um. Der City-Ring blickt voller Sorge in die Zukunft: Werden alle Geschäfte auf Osten- und Westenhellweg überleben? Und wie steht’s um die Brückstraße?
33 000 Quadratmeter Verkaufsfläche, 150 Fachgeschäfte und das alles in bester Lage in der Dortmunder Innenstadt: Das neue ECE-Einkaufscenter, das 2011 eröffnet werden soll, wird das Gesicht von Dortmund verändern. Das sehen auch die Einzelhändler so. „Es wird auf jeden Fall etwas passieren“, erklärt Axel Vosschulte, Geschäftsführer der Store concept GmbH. Er ist sicher, dass einige Gebiete der Innenstadt besonders unter diesen Veränderungen leiden werden. „Der Ostenhellweg wird betroffen sein.“ Überleben werden hier seiner Meinung nach zumindest C&A, Strauss und TK Max. Es bleibe abzuwarten, ob die Händler am Ostenhellweg es schaffen, die Kunden von den 500 Metern zusätzlichem Fußweg zu überzeugen.
Auch für die Brückstraße wird’s schwer
Problematisch werde es seiner Meinung nach auch für die Geschäfte in der Brückstraße. „Diese Straße hat kein Gesicht, da fehlen die Führer, die eine Straße mitziehen“, findet er. Da würden sich auch die durch das Center zusätzlich nach Dortmund gelockten Kunden nicht auswirken.
Peter Erb, Geschäftsführer der Dortmunder Karstadt-Filiale, schaut positiv in die Zukunft. „Unsere Antwort auf das ECE-Center war die Schließung unserer Filiale in der Kampstraße. Das war ein schmerzlicher Prozess“, erklärt Erb. Er sei überzeugt, dass sich Karstadt mit dem Center messen könne. „Wir fühlen uns ein bisschen wie ein Center ohne Wände zwischen den einzelnen Geschäften.“ Und immerhin habe Karstadt nur 2000 Quadratmeter Verkaufsfläche weniger als das ECE-Center. Man denke jedoch daran, das Warenangebot anzupassen.
Kunden wollen einkaufen – und erleben
Axel Vosschulte ist da skeptischer. Er sieht das Konzept eines modernen Warenhauses darin, unter einem Dach viele Fachgeschäfte zu bieten. „Was Sie wollen, macht ECE in Perfektion“, antwortet Vosschulte auf Erbs Ausführungen. Denn die Kunden von heute wollten nicht nur einkaufen, sondern auch ein umfassendes Serviceangebot. „Sie wollen Lounges, Cafés und saubere Toiletten“ - daher rühre auch der Erfolg der Einkaufscenter.
Vosschulte selbst hat sich vorbereitet und dem Trend angepasst, indem er seine Kundinnen am Ostenhellweg „in eine Warenwelt einpackt, in der sie sich rundum wohl fühlen.“ Was auch durch Kinderbetreuung und „Belustigung“ der Männer erreicht werde. Doch auch er ist nicht absolut sicher, dass er unbeschadet aus der „Center-Affäre“ herauskommt. Gegen die neue Konkurrenz helfe nur Einigkeit, so Axel Schroeder. „Wir müssen geschlossen als City-Ring antreten.“
15:12
Limbecker Platz Arkarden und Stadtmitte in Esssen laufen alle noch gut, warum soll es in Dortmund nicht gut laufen ?
Media Markt soll doch angeblich zum Indupark kommen neben REAL. Obwohl im ehemaligen Hellweg Gebäude genügend Platz ist. Das steht immer noch leer.
21:29
Offensichtlich kennen ja viele Leute immer noch nicht meine Bau-Doku Thier2011.de. Und ja, Media Markt kommt in die Thier-Galerie.
Meckern wollen, aber das Center noch nicht mit seinem echten Namen nennen.
Tststs...
18:13
Genau so ist es.
17:44
Es lebe der Hellweg sag ich nur !!!!!!
13:22
Die Thier-Arkaden sind anders als das ECE-Essen kein futuristisch anmutender Baukörper. Optisch wird da ein Highlight gebaut, mit einem Hauch von Geschichte. Die Strahlkraft von derlei hochwertiger Gestaltung wird m.E. weit überregional wirken und läßt sich marketingtechnisch entsprechend nutzen. Ich bin mir sicher, dass es durch die Thier-Arkaden zu vermehrten Käuferströmen aus dem Umland kommt; hauptsächlich aus dem Münster- und Sauerland. Die Play-Me-Aktion des City-Rings hat gezeigt, das es möglich ist die Innenstadt zu beleben und zusätzliche Käuferströme zu generieren. Dortmunds City hat etwas, was nur wenige Städte in Deutschland haben; eine hohe Publikumsfrequenz zahlungskräftiger Kundschaft - und das weit überregional. Wochentags ist hier bereits mehr los, als in den meisten Innenstädten am Wochenende. Dazu tragen auch die zahlreichen Aktionen des City-Ring und anderer bei. Hansemarkt, Weihnachtsmarkt, Dortmund à la cart, Weinwoche, CSD u.ä. sind belebende Faktoren, die die meisten anderen Städte nicht haben. Dortmund gehört nicht ohne Grund seit vielen Jahren zu den Top 10 deutscher Einkaufsmetropolen.Die alten Magnete auf dem Hellweg (Karstadt, Saturn, Kaufhof, Peek und Cloppenburg, C&A, Ansons) bleiben wo sie sind und haben durch Thalia Verstärkung gefunden. Media-Markt oder nicht, darüber gibt es bislang nur unbestätigte Gerüchte.Der Trend in den Thier-Arkaden ist seit Anfang klar erkennbar: Kleinere Gesamtverkaufsfläche als in Essen. Klasse statt Masse, mit vielen kleinflächigen Anbietern. Da nicht wenige Einkaufstouristen vom Bahnhof oder Busbahnhof anreisen, wird der Hellweg auch seine Lenkungs- und Goldmeilenfunktion weiterhin haben. Das Warensegment auf der Brückstrasse ist bislang flippiger, als auf dem Hellweg und wird sich m.E. dadurch in weiten Teilen behaupten können.
Gravierender als im unmittelbaren Stadtkern wird sich in den Vororten und Randlagen (z.B. unterer Ostenhellweg, Kaiserstr., Hohe Str.) die neue Angebotsfülle auswirken.
12:58
Einkaufszentren stinken.
12:56
guckt Ihr alle mal hier:
http://www.derwesten.de/staedte/essen/Limbecker-Platz-hat-die-City-belebt-id3686175.html
11:34
Es ist schon merkwürdig, dass man sich jetzt Sorgen macht anstatt seinerzeit bei der Planung des ECE seine Sorgen massiv einzubringen. Da ich viel in großen Städten unterwegs bin habe ich die Erfahrung gemacht, dass nur die Läden in der Einkaufszone überleben, die einer Kette angehören bzw. außergewöhnlich Waren anbieten.Zu befürchten ist auch, dass sich diese Läden auch ins ECE einmieten und die Filialen in der Einkaufsmeile schließen. Übrig bleiben dann Leerstände in der Einkaufsmeile. Meine Befürchtung ist, dass demnächst in Dortmund in der Einkaufszone ein Leerstand von 30% herrscht und im ECE nach anfänglicher Euphorie nur 75 % der Fläche vermietet sein werden. Damit würde sich Dortmund in guter Gesellschaft mit anderen Stdten befinden und irgendwann wird man sich damit abfinden, dass die Einkaufszone um eine Attraktion reicher ist:Mit alten Zeitungen zugeklebte Schaufenster und Verkaufshinweise von Immobilienhändlern.
10:39
@10:
Das stimmt aktuell aber nicht mehr.
Beispiel Berlin: Alex-Einkaufszentrum ist ein Media-Markt - mehr oder minder direkt zum Saturn am Alexanderplatz
10:20
Essen kann nicht mithalten, Essen ist um Meilen besser als Dortmund von den Einkaufsmöglichkeiten...Ich find son Center hat gefehlt und wurd auch mal Zeit das sowas in der Nähe gebaut wird