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Weihnachtsmarkt 2011

Dortmunder Weihnachtsmarkt wartet auf den Startschuss

15.11.2011 | 18:29 Uhr
Dortmunder Weihnachtsmarkt wartet auf den Startschuss
Schausteller und Veranstalter freuen sich auf die Eröffnung des Weihnachtsmarkts.

Dortmund.Draußen ist es schweinekalt, die meisten Buden sind fast fertig, und die ersten Lichterketten leuchten schon. Perfekte Voraussetzungen für den Dortmunder Weihnachtsmarkt, der am Donnerstag eröffnet wird. Einzig die strengen Sicherheitsvorschriften bereiten den Veranstaltern auch kurz vor dem Startschuss noch Kopfzerbrechen.

Doch zunächst die guten Nachrichten. Der Glühwein-Preis bleibt mit zwei Euro (plus zwei Euro Pfand) weiter stabil, ausgeschenkt wird in diesem Jahr in den neuen, herzförmigen Bechern. Kulinarisch ist der Markt natürlich wieder so vielfältig wie in den letzten Jahren.

Fast 20 neue Stände

Zu den 300 Verkaufsständen sind fast 20 neue hinzu gekommen, darunter finden sich zum Beispiel Buden mit beleuchteten Glaskugeln, Lammfellprodukten oder Weihnachtsmarkt-Seife.

„Musikalisch ist auch wieder für jeden was dabei“, verspricht Uli Neidel von UN Promotion. Pünktlich zu Nikolaus wird die WDR 4-Schlagerweihnacht präsentiert, in diesem Jahr sind u.a. Peter Kraus, Johnny Logan, Lena Valaitis und Wencke Myhre mit dabei.

Nicht fehlen darf natürlich auch das Weihnachtsdorf inklusive Weihnachtsmann und Christkind-Telefon, wie immer leider restlos ausgebucht. Unerwartet frei gewordene Termine können aber diekt im Dorf erfragt werden.

Passend zum derzeitigen Gold-Boom wird der „Dortmunder Weihnachtstaler“ in diesem Jahr erstmals auch in Gold angeboten – in limitierter Auflage, versteht sich. Unlimitiert ist hingegen ein neues Kinderbuch, das die „Geschichte vom größten Weihnachtsbaum der Welt“ erzählt. Pro verkauftem Buch geht ein Euro an den Kinderschutzbund.

Wer bei all den Angeboten den Überblick verliert, der kann sich unter www.interaktiver-weihnachtsmarkt.de/dortmund/ in diesem Jahr erstmals online und interaktiv orientieren.

Für Unmut bei den Veranstaltern sorgen derweil allerdings die seit der Duisburger Loveparade strenger ausgelegten Sicherheitsvorschriften. „Dinge, die seit 30 Jahren in Ordnung sind, sollen nun plötzlich geändert werden“, sagt Hans-Peter Ahrens, Vorsitzender des Schaustellervereins Rote Erde . Auf einer Begehung mit dem Ordnungsamt soll am Tag vor dem Startschuss geklärt werden, ob der Markt so, wie er jetzt ist, eröffnet werden darf.

Sicherheitsbestimmungen

Nach der Tragödie bei der Loveparade in Duisburg muss die Stadt stärker denn je die Gefahrenpotenziale von Veranstaltungen im Auge haben. Auf der anderen Seite will sie den Veranstaltern nicht als „Spaßbremse“ Steine in den Weg legen, so Planungsdezernent Martin Lürwer am Dienstag. Ein neues Anmeldeverfahren für Veranstaltungen vom „Martinszug bis zu Meisterfeier“ (Lürwer) soll helfen.

Die Stadt sichert den Organisatoren ab sofort eine einheitliche Unterstützung zu. Um diesen Standard zu erreichen, wurde ein Veranstaltungsleitfaden erarbeitet. Zudem gebe es neben der Projektgruppe „Sicherheit“ eine Koordinierungsstelle für alle öffentlichen Veranstaltungen im Tiefbauamt.

Informationen und Anmeldeunterlagen - ein dreiseitiges Schriftstück - werden künftig nicht nur in Papierform erhältlich, sondern auch auf der Hompage der Stadt unter der Rubrik Veranstaltungen.

Mats Schönauer

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