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Dortmunder Volksbank macht kräftiges Plus in harter Zeit

23.01.2013 | 00:11 Uhr
Dortmunder Volksbank macht kräftiges Plus in harter Zeit

Dortmund. Die Dortmunder Volksbank ist in turbulenten Zeiten weiter gewachsen. Die Bilanzsumme stieg um sechs Prozent auf knapp 4,6 Milliarden Euro. „Die guten Zahlen lassen sich aber nicht beliebig fortschreiten“, warnte Vorstandschef Martin Eul auf der Bilanzpressekonferenz am Dienstag. „Vertrautes ist abhanden gekommen“, meinte er.

In einer Analyse des Bankensektors meinte Martin Eul: „Die Zeiten, in denen wir leben, sind alles andere als lustig.“ Auch die Banken-Riesen wenden sich in der Krise vermehrt dem Privatkunden zu. „Das ist aber das Brot- und Buttergeschäft der Sparkassen und Volksbanken.“ Die Situation habe zu einem „nie da gewesenen Wettbewerb und Margenverfall“ geführt.

Ein Unglück kommt selten allein

Ein Unglück kommt selten allein: „Basel 3 kommt“, blickt Eul nach vorne. „Wir müssen aus diesem Grund Abteilungen vorhalten, deren Namen wir vor ein paar Jahren noch nicht einmal kannten.“ Es geht um zusätzliche Controller, die mit zusätzlichen Kosten zu Buche schlagen. Dabei ist ist die Dortmunder Volksbank mit einer Gesamtkapitalquote längst auf der sicheren Seite, weit oberhalb der von der Bankenaufsicht geforderten 8 Prozent.

Das Zinsniveau auf historischen Tiefstständen ist ein weiterer Nachteil, weil die Margen schwinden. Eul überzog: „Bei 0,1 Prozent Zinsen können Sie das Geld besser unters Kopfkissen packen.“ Die Kunden hätten die Lage aber begriffen und legen heute nach der Devise an: „Substanzerhalt vor Rendite.“

Einzig war Eigentum anschafft, profitiert von den niedrigen Zinsen, die wohl noch zwei, drei Jahre andauern könnten. „Für einen Wohnungskredit über 100.000 Euro zahlen Sie heute 200 Euro im Monat, weniger als die Miete“, erläuterte der Volksbank-Vorstand. Kehrseite: „Womit sollen die Banken noch Geld verdienen?“

Nun, Geld wurde verdient. Die Volksbank schaffte ein Plus in der Bilanzsumme von sechs Prozent. Das Einlagen-Plus stieg um fast 5 Prozent. Knapp 500 Millionen Euro wurden an neuen Krediten zugesagt, vor allem an Unternehmen aus der Region. Die Dortmunder Volksbank zählt 167.000 Kunden. Eine Bestandsgarantie für die 740 Beschäftigen gab Eul ebenso wie für die 63 Niederlassungen.

Dortmund avanciert zur viertgrößten Volksbank

Wie berichtet, hat die Dortmunder Volksbank für die Zukunft vorgebaut. Sie hat zum 1.1.2013 mit der Volksbank Hamm fusioniert und sich damit zur viertgrößten genossenschaftlichen Bank in Deutschland emporgeschwungen. Hamm bringt 250 Beschäftigte und eine Bilanzsumme von 1,1, Milliarden mit in die Banken-Ehe ein. Hamm erhält dabei eine weitreichende Eigenständigkeit. Aussicht für 2013: „Verhalten optimistisch.“

Gerald Nill

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