Dortmunder Tatort-Kommissar Faber sucht Zweitwagen

Ein Zwilling dieses Saabs wird für den neuen Dortmunder Tatort "Hundstage" gesucht. Das eine Auto soll durch die Gegend fahren können - ein zweites Modell auf einem Tieflader montiert werden.
Ein Zwilling dieses Saabs wird für den neuen Dortmunder Tatort "Hundstage" gesucht. Das eine Auto soll durch die Gegend fahren können - ein zweites Modell auf einem Tieflader montiert werden.
Foto: Stephan Schütze
Was wir bereits wissen
Erste Details zum neuen Dortmunder Tatort sind durchgesickert. Drehstart ist am 23. Juni. Unterdessen sucht die Produktionsfirma ein Auto - dringend.

Dortmund.. So einen kaputten, zynischen Tatortkommissar wie Peter Faber (Jörg Hartmann) gibt's nur einmal. Aber für sein Auto, einen silberfarbenen Saab 900 (Baujahr 1983 bis 1986), wird jetzt dringend ein Double gesucht. Allerdings nicht für Action-Szenen. Erste Details für Folge 8 des Dortmund-Tatorts "Hundstage" sind bereits durchgesickert.

Wieder einmal wird eine Wasserleiche gefunden. Nicht wie schon zuvor im Phoenix-See, sondern im Kanal. Die Dreharbeiten in Dortmund starten am 23. Juni und laufen bis zum 30. Juni.

Tatort Die Zeit drängt für Ulrich Karis, der eine Firma für Filmfahrzeuge hat, Fabers Zweit-Saab zu finden: ein Saab 900-1 Sedan (4-Türen), Baureihe 1983-1986, Farbe Silber. "Ich wusste, dass dieses Auto sehr selten ist, ich wusste aber nicht, dass er so selten ist", sagt Karis.

Dreh auf einem Tieflader

Es ist nicht so, dass Kommissar Faber gleich zwei Autos fährt, doch auch bei Filmproduktionen ist Zeit Geld. Deswegen wird parallel gearbeitet. Während eine Szene mit dem Erst-Saab gedreht wird, wird der zweite für einen Dreh auf einem besonders niedrigen Tieflader vorbereitet. Das ist nötig, um Außenaufnahmen von Autofahrten zu drehen.

Tatort Das Auto fährt auf dem Tieflader durch die Landschaft und die Crew fährt mit und dreht.

Der Aufbau auf dem Spezial-Tieflader ist sehr aufwendig und kostet viel Zeit. Dafür ist das Double notwendig. Dem Zweit-Saab werde auf dem Tieflader nichts passieren, versichert Ulrich Karis: "Er kommt nicht zu Schaden." Zudem ist das Fahrzeug während der Dreharbeiten Vollkasko versichert. Jüngst war vom Besitzer eines Wiesmann-Roadsters zu lesen, der seinen Wagen für die Dreharbeiten zur jüngsten Folge des Münster-"Tatorts" verliehen hatte - und mit Unfallschaden zurückbekam.

Autobesitzer mögen sich bei Ulrich Karis melden

Der Besitzer des Doubles könne bei der Produktion dabei sein, kündigt Ulrich Karis an. Ein kleines Entgelt und Catering am Set gibt's obendrauf. Wer also solch einen seltenen Saab besitzt und sein Auto später im Dortmund-Tatort bewundern will, sollte sich über Karis' Internetseite melden.

Der letzte Dortmunder Tatort lief am 3. Mai in der ARD-Primetime. 9,43 Millionen Zuschauer sahen die siebte Folge mit dem Titel "Schwerelos" - mehr als alle Folgen zuvor. Nach schlechteren Zahlen im Jahr 2014 ist das ein echter Sieg für das Ermittler-Team aus Dortmund.