Dortmunder stürmen Thier-Galerie am Westenhellweg zur Eröffnung
15.09.2011 | 09:51 Uhr 2011-09-15T09:51:25+0200
Dortmund.Nach etwa zweijähriger Bauzeit hat am Donnerstag die neue Thier-Galerie am Westenhellweg mit rund 160 Fachgeschäften, Restaurants, Cafés und Dienstleistungsbetrieben eröffnet. Mehr als 40 Prozent der Ladenkonzepte sind neu in Dortmund vertreten. Tausende stürmten bereits am Vormittag in das riesige ECE-Einkaufszentrum in der Fußgängerzone auf dem alten Brauerei-Gelände.
Ein Meteorologe hätte seine Freude an der Eröffnung der Thier-Galerie am Westenhellweg Dortmunds gehabt. Erst ließ Oberbürgermeister Ullrich Sierau hunderte Wartende die Welle, sprich „La Ola" machen, ehe er mit ECE-Manager Alexander Crüsemann das obligatorische rote Band am roten Teppich vor dem Haupteingang durchschnitt, woraufhin die Menge den neuen Einkaufstempel stürmen konnte.
Und wie schon bei den Bauarbeiten konnte auch dies pünktlich geschehen, um Punkt 8 Uhr hatten (fast) alle 158 Geschäfte geöffnet.
Stefanie Beljan und Carola Schulz sind jung, aus Dortmund und sehen so aus, als ob sie nicht das erste Mal shoppen gehen. Und schon um 8.30 Uhr tragen sie die ersten Tüten durch die Thier-Galerie. Klamotten sind da drin, was sonst? Und das trotz Startschwierigkeiten. „Das ist doch alles sehr groß hier, da muss man sich erstmal eingewöhnen“, sagen die beiden Damen.
Gehen Sie in der neuen Thier-Galerie am Westenhellweg einkaufen?
Alle Befragten sind sich am frühen Donnerstag einig: Schön ist das neue Einkaufszentrum geworden. „Das Dingen haben sie gut hingekriegt. Ich glaube, das wird gut angenommen“, meint auch Werner Immig. Der 75-Jährige ist aus Castrop angereist, „aus Neugier. Ich bin ja nicht so der Einkäufer. Aber wenn ich meiner Frau hiervon erzähle, wird die bestimmt öfter nach Dortmund fahren.“
Lob allerorten
Genau dies dürfte im Sinne von OB Sierau sein. „Die paar, die hier nicht hinkommen und woanders einkaufen, können wir auch verkraften“, sagte Sierau bei seiner kurzen Eröffnungsrede am Haupteingang. „Es ist toll geworden“, fügte er noch an, „eine Bereicherung für Dortmund“, was etwa auch an der Vielzahl neu geschaffener Arbeitspläze liege. Auch zwei Angestellte eines bärigen Kinder-Geschäfts waren voll des Lobes über den Verlauf des Einzugs. „Im Vergleich zu anderen Baustellen war das hier sehr gut organisiert, wir konnten unser Sortiment zeitig einräumen“, berichteten Filial-Leiterin Carola Hugo und Projektleiterin Jana Mann vom „Build-A-Bear Workshop“.
Mehr als 100.000 Besucher erwartet der Betreiber ECE allein am Eröffnungstag. Der aber auch ein paar Schönheitsfehler bereithielt. So musste die Feuerwehr am frühen Morgen in einer Backstube mal nachsehen, ehe dort schnell Entwarnung gegeben wurde. Zudem hatten noch nicht alle Geschäfte um Punkt 8 Uhr geöffnet. „Wir standen erstmal 20 Minuten in der Schlange“, mäkelten Tina und Alex herum, um aber gleich nachzuschieben, dass das Ganze „toll“ geworden sei. Auch das Ergattern eines nahen Parkplatzes war immer wieder mal problematisch, die 730 hauseigenen Plätze waren ebenso recht zeitig belegt wie jene am Westentor, Friedens- oder Hansaplatz.
Und so verteilen sich die ersten Einkaufsbummler in dem großen Gebäude. Einige ziehen erstmal Geld am Automaten, andere decken sich mit Lebensmitteln ein oder stärken sich bei einem Kaffee. Dazu spielt die Dixie-Band Swing Company. Elf Stunden wollen die Musiker aus Hannover am Eröffnungstag durchhalten und umhermarschieren, ein Bandmitglied hat sich einen Kilometerzähler ans Bein geheftet.
Beeindruckende Zahlen
Wenn es ums Einkaufen geht, spielen in vielerlei Hinsicht Zahlen eine Rolle. Also dann: Dortmunds neue Thier-Galerie verfügt über ca. 33.000 Quadratmeter Verkaufsfläche, mehr als 5.000 qm für Büros (im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Thier-Brauerei am Hohen Wall) und ein Fitnesscenter im zweiten Stock sowie über etwa 730 Pkw-Stellplätze. Hinzu kommen 1.000 Arbeitsplätze. Mit einem Investitionsvolumen von ca. 300 Millionen Euro gehört das Einkaufszentrum europaweit zu den größten privat finanzierten Bauten. Über zwei Immobilienfonds haben sich insgesamt 3.400 Privatanleger an der Thier-Galerie beteiligt – rund 40 Prozent der Anleger stammen aus Dortmund und der Umgebung.
Nicht nur rechnen, auch gucken ist beim Shoppen wichtig. Ein architektonischer Hingucker etwa ist der glasüberdachte Innenraum der Thier-Galerie mit einem weiteren Gebäude – dem viergeschossigen „Haus im Haus“, das über insgesamt 25 Brücken mit den umliegenden Ladenstraßen verbunden ist. Als Blickfang und Haupteingang am Westenhellweg kommt die wiederhergestellte historische Fassade des ehemaligen Berlet-Hauses daher. Und all das auf einem ehemaligen Brauerei-Gelände, womit ein weiterer Wandel der Bierstadt Dortmund hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft sichtbar ist.
Außerdem verfügt das Center über ein spezielles Licht- und Energiekonzept mit dynamischer Lichtsteuerung, die sich (Energie sparend) dem Tagesverlauf anpasst. Speziell abends soll es dank kunstvoller Inszenierung heimelig werden. Ein Anziehungspunkt soll auch die Gastronomiezone mit 14 verschiedenen Anbietern und 550 Sitzplätzen in der zweiten Etage werden – zum Teil auf einer Außenterrasse mit Blick auf den Westenhellweg.
Sierau blickt voller Vorfreude auf das Einkaufszentrum: „Die Qualität der äußeren Gestaltung und das einzigartige Konzept werden die Menschen schnell begeistern. Das neue Einkaufscenter wird die Dortmunder City bereichern und die Stadt für ihr Umland noch interessanter machen.“ Auf 2,3 Millionen Menschen beziffern die Manager das (so gewünschte) kaufkräftige Einzugsgebiet. Bleibt abzuwarten, inwiefern die neue große Einkaufsmeile den umliegenden Einzelhandel wie befürchtet schwächt oder doch mitstärkt. Nochmal Werner Immig aus Castrop: „Keine Sorge, das wird sich schon aufteilen.“
Info
Der Projektentwickler ECE plant, vermietet und managt seit 1965 große Einkaufszentren und ist mit 137 Einkaufszentren in 16 Ländern einer der Marktführer. Dazu zählen u.a. die Potsdamer Platz Ar-kaden in Berlin, die Promenaden im Hauptbahnhof Leipzig, das Alstertal-Einkaufszentrum in Hamburg und der Limbecker Platz in Essen. 19 weitere Shopping-Center sind europaweit in Bau oder Planung.
13:43
ps: Der obige Vergleich aus #22 bezog sich auf das EKZ Limbecker Platz.
21:02
Und die eh schon pulsierende Shoppingcity Dortmund, die es sich (anders als das runtergekommene Essen) leisten kann, eine Weltklasse-Galerie ohne Geiz ist Geil, Großkaufhaus und C&A zu eröffnen, ist jetzt, zusammen mit der TG, so unglaublich stark, dass nur noch Ddorf und Köln da ranreichen können.
Sogar der REWE toppt den im LP nochmal deutlich. So, wie es für die größte und bedeutendste Stadt des Ruhrgebietes angemessen ist. :)
20:54
An alle Essener Neider. ich war eben in der Thier Galerie.
Sie ist:
1.) gefühlt 1,5x edler
2)locker gleich groß (wenn man Karstadt/Saturn/C&A abzieht)
3.) wesentlich beeindruckender
Adios Essen, nun ist Dortmund mit klarem Abstand die Nr.1 im Pott.
20:52
An alle Essener neider: War soeben in der TG und sie ist:
-gefühlt 1,5x edler
-locker gleich groß, wenn man Karstadt, C&A, Saturn abzieht
-wesentlich beeindruckender
Adios Essen, nun ist Dortmund mit deutlichem Abstand die Nr.1 im Pott.
17:14
#19
ja gab es, hab auf einem Foto gesehen, das es Freibier gab und ich war nicht da! *grummel*
16:19
Wat dem een sin Uhl, is dem annern sin Nachtigall,
und es ist ja auch noch nicht aller Tage Abend
Gab es was umsonst und wie sind die Feinstaubwerte auf dem Hohen Wall?
15:24
@15
Am Limbecker fahren im dort im Untergeschoß befindlichen U-Bahnhof Berliner Platz sieben U- und Straßenbahnlinien.
15:21
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
15:16
@15
Am Limbecker fahren im dort im Untergeschoß angebundenen U-Bahnhof Berliner Platz sieben U- und Straßenbahn-Linien.
15:09
@ #13
Naja die nächste U-Bahnhaltestelle ist in weniger ans 2 Minuten zu Fuß zu erreichen zwei weitere in weniger als 5 Min damit sind sämtlich in Dortmund zu verfügung stehende U-Bahnlienien erreichbar. Und selbst der Hauptbahnhof ist nur ne Knappe Zigarettenlänge entfernt.
Find ich persönlich sogar noch besser, als ein U-Bahnhof im Untergeschoss, an dem nur eine Linie fährt.