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Dortmunder sollen leere Wohnungen im Internet melden

14.08.2012 | 18:10 Uhr
Dortmunder sollen leere Wohnungen im Internet melden
Bisher markieren 20 rote Nadeln Leerstände im Dortmunder Stadtgebiet. Viele weitere sollen folgen.

Dortmund.   Der „Leerstandsmelder“ ruft alle Bürger auf, verlassene Wohn- und Arbeitsräume in eine interaktive Internet-Karte einzutragen und Nutzungsideen zu diskutieren. In Hamburg, Berlin und Frankfurt läuft das Projekt erfolgreich - nun soll Dortmund folgen. Rund 7800 Wohnungenstehen hier aktuell leer.

Gähnende Leere in Dortmund: Verlassene Wohn- und Arbeitsräume prägen vielerorts das Stadtbild – und stören es gewaltig. Der „Leerstandsmelder“ will das ändern. Alle Bürger sind aufgerufen, leerstehende Gebäude in eine Internet-Karte einzutragen und Nutzungsideen zu diskutieren.

Rund 7800 Wohnungen (Quote: 2,5 %) und 170 000 Quadratmeter Bürofläche (5,7 %) im Stadtgebiet stehen laut Wohnungsamt und Wirtschaftsförderung aktuell leer. An einigen von ihnen leuchtet derzeit ein roter Luftballon – darunter auch das ehemalige Versorgungsamt in der Rheinischen Straße und das Westfalenforum in der Hansastraße. „Wir haben 15 Leerstände am Samstagabend markiert“, sagt Kyra Pfeil vom Leerstandsmelder Dortmund. „Das war unsere Aufhänger-Aktion.“

Angebot und Nachfrage zusammenbringen

Denn am selben Tag ist die kostenlose Internetseite www.leerstandsmelder.de/dortmund an den Start gegangen. Anstelle roter Luftballons sollen Eigentümer, Bewohner und Passanten Leerstände dort mit roten Pins markieren. „Ziel ist es, auf Leerstände aufmerksam zu machen, neue Nutzungsideen zu sammeln und zu entwickeln“, erklärt Kyra Pfeil. Dafür gibt es eine Kommentarfunktion, über die sich die Nutzer austauschen können. In einem zweiten Schritt soll dann versucht werden, Angebot und Nachfrage zusammenzubringen.

Ursprünglich kommt die Idee aus Hamburg. 2010 hat der Verein Gängeviertel die Internet-Plattform ins Leben gerufen. Nach Berlin und weiteren Städten ist der Leerstandsmelder nun in Dortmund angekommen – und soll sich nach Willen der lokalen Administratoren Urbanisten und Borsig11 von dort aus im ganzen Ruhrgebiet verbreiten.

In Hamburg boomt die Plattform mit mehr als 600 Einträgen schon gewaltig. Auch die Bremer und Frankfurter sind mit jeweils über 350 Meldungen recht aktiv. Im Vergleich dazu ist die Karte in Dortmund mit 20 Einträgen bisher noch übersichtlich. Aber Kyra Pfeil ist optimistisch: „Wir gehen davon aus, dass die Resonanz gut wird.“ Denn potenzielle Nachfragen nach attraktiven Wohn- und Arbeitsräumen gebe es genug. „Je mehr Leerstände gemeldet und Nutzungsideen diskutiert werden, desto mehr Möglichkeiten eröffnen sich für künftige Projekte und Aktionen in einer lebendigen Stadt.“

Sophia Schauerte

Kommentare
15.08.2012
08:52
Dortmunder sollen leere Wohnungen im Internet melden
von d-tail | #6

Vielleicht sollte man die Leerstände noch mit Daten vergleichen, wann der Vermieter/Die Hausverwaltung zuletzt eine Renovierung/Erneuerung am/im Haus...
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Dortmunder sollen leere Wohnungen im Internet melden
Dortmunder sollen leere Wohnungen im Internet melden
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http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/dortmunder-sollen-leere-wohnungen-im-internet-melden-id6984043.html
2012-08-14 18:10
Wohnungen,Miete,Leerstand,Büros,Immobilien
Dortmund