Dortmunder Segel-Crews überquerten den Atlantik

Ein Abenteuer der besonderen Sorte: Gleich zwei Dortmunder Segel-Crews überquerten jetzt den Atlantik. Bei Wind und Wetter auf dem Meer - wir lassen die Segeltörns an dieser Stelle noch einmal aufleben - und zeigen die besten Bilder der Atlantiküberquerung.

Dortmund.. Crew 1:

Hinter einigen Türchen lag Überraschendes. Batterien zum Beispiel, die man an Bord gut gebrauchen kann. Ein selbstgebastelter Adventskalender bei der Atlantik-Überquerung, und das war‘s dann mit Weihnachten. Die erste Dortmunder Crew segelte der Sonne entgegen nach Martinique, Karibik pur.

Nur einer an Bord musste schnell wieder zurück. "Das einzige, was mich an dem Törn gestört hat, war, dass ich meine Frau vier Wochen nicht sehen konnte." Eine schönere Liebeserklärung, über den großen Teich geschickt, kann es kaum geben.

Die Crew - das sind Peter und Kathrin Schröder und Klaus-Peter Wolter. Zwei einstige Vollblut-Journalisten aus dem Lokalen und eine frühere Ärztin aus dem Dortmunder Gesundheitsamt.

Infiziert von schwankenden Planken

Peter Schröder, der auf dem Atlantik 56 wurde, war ein gutes Vierteljahrhundert Zeitungsredakteur. Auch Klaus-Peter Wolter (58), heute stellvertretender Sprecher des Klinikums Westfalen, kennt das Geschäft von der Pieke auf. Er volontierte bei den Ruhr Nachrichten.

In ihrer Sturm- und Drangzeit steuerten die beiden eine Jolle auf dem Harkortsee zwischen Herdecke und Wetter, wurden bei einer Regatta Wittener Stadtmeister und waren fortan infiziert von schwankenden Planken. Melanie Peters, die Frau von Klaus-Peter, teilt seine Leidenschaft nur bedingt. Und deshalb wurde sie auch so vermisst von ihrem Mann.

Peter Schröder musste nicht auf seine bessere Hälfte verzichten. Ehefrau Kathrin kündigte ihre Arztstelle für den gemeinsamen Traum: Alles hinter sich lassen, fortan auf einem Segelboot leben und damit den Atlantik überqueren.

In ihrem Internet-Blog gibt die Crew weitere Einblicke.

Crew 2:

Diesen Traum träumte erfolgreich noch eine zweite Crew aus Dortmund: Volker und Thomas Goeke und Udo Kauth erfüllten sich ihn - fast parallel zu den Schröders - auf der zwölf Meter langen "Bahati".

Während das Team Schröder/Wolter völlig auf sich allein gestellt bis zu acht Meter hohen Wellen und Sturm mit Spitzen von Windstärke Neun trotzte, segelten die Goeke-Brüder und Kauth bei der ARC mit, der Atlantik Rally for Cruisers von Las Palmas auf Gran Canaria nach St. Lucia/Karibik.

Mehr als50 professionelle Sport-Boote

Die "Bahati" war das neuntkleinste Schiff von 213, die diesmal bei der jährlichen Atlantik-Rally mitschipperten. Und über 50 professionelle Sport-Boote gehörten zur Flotte. "Da ist es schon eine Leistung, dass wir den Atlantik in 20 Tagen überquerten und 138. wurden", sagt Volker Kauth nach der Premiere.

Er musste zurück, während es sich die Goeke-Brüder jetzt noch in der Karibik gut gehen lassen. So wie die Schröders auf Martinique. Auch Klaus-Peter Wolter flog heim - zu Frau und Job.