Dortmunder Schauspiel droht Schließung auf Zeit

Wenn im nächsten Jahr die Theater-Werkstätten saniert und umgebaut werden, droht dem Dortmunder Schauspiel womöglich eine komplette Zwangspause von bis zu einem Jahr. Denn bislang war die Suche nach einer Ausweich-Spielstätte ohne Erfolg. Das Theater befürchtet drastische Konsequenzen.

Dortmund.. Am Dienstag hatte Stadtdirektor Jörg Stüdemann angekündigt, dass das Schauspiel ab März nächsten Jahres vorübergehend seine Stücke an Ausweich-Spielstätten zeigt. Denn die große Bühne am Hiltropwall steht wegen des groß angelegten Werkstatt-Umbaus nicht zur Verfügung.

Doch das ist nur die optimistische Variante. Die weniger optimistische läuft auf eine "temporäre Spartenschließung" hinaus, wie es in einer Vorlage der Theater-Geschäftsführung für den Kulturausschuss des Rates heißt.

Fakt ist, dass "trotz langfristiger und sorgfältiger Überprüfung" bislang keine adäquate Ersatz-Spielstätte gefunden werden konnte, wie es in dem Bericht heißt.

Wenig Zeit

Stadtdirektor und Kulturdezernent Jörg Stüdemann will die Hoffnung auf eine provisorische Weiterführung des Schauspiel-Betriebs aber noch nicht aufgeben. Man prüfe noch zwei bis drei mögliche Ausweich-Spielorte, sagte Stüdemann auf Anfrage.

Viel Zeit bleibt nicht. Eigentlich müsste die Spielplan-Gestaltung für die nächste Saison schon abgeschlossen sein. Und sollte sich kein Notquartier finden, drohen nicht nur erhebliche finanzielle Einbußen, sondern - wie es in dem Papier der Verwaltung heißt - auch ein "immaterieller Imageschaden".