Dortmunder rächt sich mit falschem Notruf an der Polizei

Foto: Peter Bandermann
Was wir bereits wissen
Teurer Telefonscherz: Mit der erfundenen Entführung einer Frau hat ein 33-Jähriger die Dortmunder Polizei in die Nordstadt gelockt.

Dortmund.. Um 15.50 Uhr am Mittwoch schellte bei der Leitstelle der Polizei das Telefon: Mehrere Männer hätten gerade eine Frau in ein Café an der Oestermärsch gezogen. Die Frau habe geschrien und erfolglos versucht, sich zu wehren.

Notruf lockte Polizei in die Dortmunder Nordstadt

Also fuhren Polizisten hin, andere Kollegen in Zivil waren in der Nähe und machten sich auch auf den Weg. Am genannten Ort fanden sie einen Mann in einer Telefonzelle. Die Kollegen aus der Leitstelle gaben ihnen durch, dass derselbe Mann schon fünfmal angerufen habe, immer mit derselben Geschichte von den Männern, der Frau und dem Café.

Sicherheit Als der Mann die Polizisten bemerkte, rannte er los, doch die Beamten holten ihn ein und überprüften ihn. Ein Polizist erkannte den 33-jährigen Dortmunder wieder: Bei einem anderen Einsatz früher am Tag war der Mann bereits mit der Polizei aneinandergeraten. Dabei habe er sich "äußerst aggressiv verhalten und war deswegen schon einmal kurzfristig in Gewahrsam genommen worden", teilt die Polizei mit.

An der Oestermärsch war der Mann laut Polizei wieder aggressiv und wollte sich nicht ausweisen. Die Polizisten nahmen ihn vorläufig fest und brachten ihn im Streifenwagen zur Wache.

Anrufer war Stunden zuvor auf der Wache gewesen

Während der Fahrt jedoch änderte der Mann seine Taktik und gab zu, den Vorfall mit der Frau und dem Café erfunden zu haben. Er habe sich über die Polizei geärgert, weil sie ihn beim ersten Einsatz in Gewahrsam genommen hatten, und er habe sich rächen wollen.

Die Polizei ermittelt nun wegen Missbrauchs von Notrufen. Den 33-Jährigen erwartet möglicherweise eine Geldstrafe oder eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr.