Dortmunder Post-Beschäftigte streiken auch am Donnerstag

Leere Briefkästen zu Ostern: Einige Dortmunder werden vergeblich auf Grußkarten und Geschenke zum Fest warten. Wie schon am Mittwoch legten auch am Donnerstag Brief- und Paketzusteller der Post die Arbeit nieder. Die Paketzusteller streikten stadtweit, Briefe blieben nur in einzelnen Bereichen liegen.

Dortmund.. Aktualisierung Donnerstag, 11.52 Uhr:

Die Warnstreiks der Brief- und Paketzusteller der Deutschen Post AG, zu denen die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hat, sind am Donnerstag weitergegangen. In Dortmund legten nach Angaben des Betriebsrates in den Bereichen Innenstadt, Innenstadt-Nord und Mengede Briefzusteller die Arbeit nieder. Etwa 65.000 Briefe blieben laut Betriebsrat liegen.

Die Paketzusteller hätten stadtweit am Warnstreik teilgenommen. Der Betriebsrat geht davon aus, dass 30 Prozent aller Pakete nicht zugestellt werden konnten. Das Gros der Pakete dürften demnach nicht streikende Beschäftigte sowie Beamten der Post zugestellt haben.

Ob der Warnstreik der Post-Beschäftigten in der Woche nach Ostern andauert, ist noch nicht klar. Die nächste Verhandlungsrunde der Tarifparteien findet am 14. April in Berlin statt.

Erstmeldung Mittwoch, 16.09 Uhr:

Die Gewerkschaft Verdi hat die bundesweit 140.000 Tarifkräfte der Deutschen Post AG zum Warnstreik aufgerufen. Verdi fordert für die Post-Mitarbeiter eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 36,5 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Die entsprechenden Regelungen des Tarifvertrags wurden zum 31. März gekündigt.

Laut Abdelhak Benayad, für Verdi betrieblicher Arbeitskampfleiter im Bereich der Post Dortmund, traten am Mittwoch in Dortmund und Lünen 55 Leute in den Warnstreik. 100.000 Briefe und 470 Pakete seien daher liegen geblieben. Betroffen gewesen seien in Dortmund die Bereiche Hörde, Wellinghofen, Aplerbeck, Höchsten und Schüren. Wo am Donnerstag Warnstreiks sind, sagte Benayad nicht.

Rund 400 Angestellte in Dortmund

Nach Angaben des zuständigen Post-Pressesprechers Rainer Ernzer sind in Dortmund täglich knapp 100 Paket- und knapp 300 Brief-Zusteller unterwegs. Durch den Einsatz von Personal aus anderen Bezirken versuche die Post "alles zu tun, damit die Kunden vom Warnstreik möglichst wenig mitbekommen".

Die nächste Verhandlungsrunde findet Mitte April statt. Verdi geht es nicht nur um die Arbeitszeit. Die Gewerkschaft wehrt sich auch gegen die neuen Post-Tochtergesellschaften "Delivery" für die Paketzusteller. Bei "Delivery" gilt der Haustarifvertrag der Post nicht.