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Dortmunder Nordstadt nach der Schließung des Straßenstrichs

19.05.2012 | 06:00 Uhr
Dortmunder Nordstadt nach der Schließung des Straßenstrichs
Der Straßenstrich ist Geschichte. Foto: Ulla Michels / WAZ FotoPool

Dortmund  Zwölf Monate nach der offiziellen Schließung des Straßenstrichs an der Ravensberger Straße haben Journalistik-Studenten einen Film über die Auswirkungen auf die Nordstadt veröffentlicht. Vorläufiges Fazit: Vieles, aber nicht alles, hätte sich dadurch für Dortmund deutlich verbessert.

Am 16. Mai 2011 schloss der Dortmunder Straßenstrich an der Ravensberger Straße . Zum ersten Jahrestag veröffentlichte der Uni-Sender do1.tv auf seiner Website nun einen knapp 23-minütigen Film über die Schließung und deren Folgen für die Nordstadt.

Die beiden Journalistik-Studenten Caroline Biallas (26) und Alexander Spelsberg (28) haben ein Jahr lang filmisch festgehalten, was seit dem Ende der sündigen Meile in der Nordstadt geschehen ist.

Die jungen Journalisten begleiteten die Prostituierte Dany auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz . Sprachen mit Elke Rehpöhler von der Beratungsstelle Kober und ließen Kioskbesitzer und Anwohner der Nordstadt zu Wort kommen. Gingen mit der Polizei auf Streife und nahmen die berüchtigten Internetcafés unter die Lupe. Sprachen mit Junkies über Beschaffungskriminalität.

Auch Nordstadt-SPD-Politikerin Dr. Marita Hetmeier, eine der größten Befürworter der Straßenstrich-Schließung, äußerte sich vor der do1.tv-Kamera, zog Bilanz: Deutlich weniger Prostituierte seien nun vor Ort. Vieles, aber nicht alles, hätte sich deutlich verbessert.

„In der Nordstadt geht das Leben weiter“

Auf der Suche nach einem Thema für eine Dokumentation stießen die Filmemacher auf die bevorstehende Schließung des Strichs : „Uns war klar, dass man dieses Thema nicht nur durch einen kleinen Bericht abdecken kann. Wir wollten nicht schon nach drei Monaten der Beobachtung ein Fazit ziehen. Wir wollten viel mehr reinpacken! Alles andere wäre viel zu reduziert gewesen.“, sagt Alexander Spelsberg im Gespräch mit der WAZ.

„Die Leute bewerten die Schließung sehr unterschiedlich,“ beantwortet er die Frage nach einem Fazit, „wir können sowieso nur Momentaufnahmen wiedergeben. In der Nordstadt geht das Leben weiter. Wir könnten theoretisch jedes Jahr einen Film drehen.“

Lehrredaktion zum Ausprobieren

Die Lehrredaktion Fernsehen des Institutes für Journalistik an der TU Dortmund ist für Journalistik-Studenten der Ort, um sich auszuprobieren. Dort können angehende Fernsehjournalisten eigene Filme erstellen und die Feinheiten der Technik erlernen. Geld bekommen sie für ihre Werke allerdings nicht, da diese Teile ihrer Studienleistung sind.

>>> Hier geht es zum Nordstadt-Film von do1.tv.

Stephanie Jungwirth


Kommentare
20.05.2012
16:06
Dortmunder Nordstadt nach der Schließung des Straßenstrichs
von nothdurft | #4

Die sind jetzt ale in Duisburg.

20.05.2012
13:04
Sind die Rumänen nun weg oder
von meigustu | #3

verdienen jetzt nur die Zuhälter mehr ? Weiss einer da was drüber ?

20.05.2012
08:49
Dortmunder Nordstadt nach der Schließung des Straßenstrichs
von buntspecht2 | #2

Das die SPD Frau für die Schließung war ist gut zu verstehen

19.05.2012
18:31
Dortmunder Nordstadt nach der Schließung des Straßenstrichs
von xxyz | #1

So ein Skandal. Der Staat stellt keine Infrastruktur mehr fürs Sex-Gewerbe zur Verfügung!
Die Subventionen entfallen!

Hätten die Ordnungsbehörden diese Zustände gar nicht geduldet, wären uns viele Probleme erspart geblieben. Mit dem ewigen Wegschauen der Behörden stieg immerhin die Bevölkerung in den nördlichen Stadtteilen.

Wie wäre es denn mit einem Berufswechsel? Es ist ja nicht so, dass eine Frau nur die Wahl zwischen Prostitution und H4 hat.

2 Antworten
Dortmunder Nordstadt nach der Schließung des Straßenstrichs
von Mahlsdorf | #1-1

Arbeiten geht garnicht, dann hätten die ja gleich in Rumänien bleiben können,

Dortmunder Nordstadt nach der Schließung des Straßenstrichs
von jmeller | #1-2

Ab 2013 gibt es für Rumänen und Bulgaren Hartz 4. dann geht es mit der Nordstadt endlich wieder aufwärts. Das Multi-Kulti Leben wird aufblühen

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