Dortmunder H-Bahn wartet - Fahrgäste auch
09.10.2012 | 10:03 Uhr 2012-10-09T10:03:00+0200
Dortmund. Knapp fünf Monate, nachdem am Vogelpothsweg ein Wagen der H-Bahn mit einem Container kollidierte (wir berichteten), leidet der Pendel-Verkehr auf dem Uni-Campus immer noch unter den Folgen.
Knapp fünf Monate, nachdem am Vogelpothsweg ein Wagen der H-Bahn mit einem Container kollidierte (wir berichteten), leidet der Pendel-Verkehr auf dem Uni-Campus immer noch unter den Folgen.
WAZ-Leser Karsten Hoch meldete sich am Montag in der Redaktion und beklagte, „dass die H-Bahn ab heutigem Montag weitgehend nur noch zwischen Universität S-Bahn und Eichlinghofen verkehrt.“ Der Fahrstrecke zwischen Technologiezentrum und der S-Bahn-Haltestelle Universität würde lediglich im Schienenersatzverkehr bedient und nur in Tagesrandlagen durch die H-Bahn angefahren.
Beschädigtes Fahrzeug außer Betrieb
Auf WAZ-Nachfrage hin bestätige dies H-Bahn-Geschäftsführer Rolf Schupp: „Der Mann hat Recht.“ Nach dem Unfall im Mai sei das beschädigte Fahrzeug weiterhin außer Betrieb, die Versicherung habe sich noch nicht zur Regulierung des Schadens geäußert, da die Schadenshöhe noch ermittelt werden müsse.
Genau dieses Fahrzeug fehlt nun aber in der Betriebsreserve, die gerade zu Beginn des Wintersemesters zum Einsatz kommen müsste, erklärt Schupp. Erfahrungsgemäß sei zu diesem Zeitpunkt das Fahrgastaufkommen auf der Linie 2, die zwischen Campus Nord und Campus Süd verkehrt, am stärksten. Darunter leide nun der Verkehr in Richtung Technologiezentrum, der zwischen 8 und 18 Uhr nun mit Pendelbussen absolviert wird.
48 Fahrten pro Stunde
Denn während sich zwei der drei verbliebenen Fahrzeuge im Einsatz befänden, müsse eines gewartet werden, so H-Bahn-Geschäftsführer Schupp. Rund tausend Fahrgäste pendeln laut Schupp unter der Woche täglich zwischen der S-Bahnhaltestelle Universität und dem Technologiezentrum, nur halb so viele wie zwischen Campus Nord und Campus Süd, wo immerhin 48 Fahrten pro Stunde getätigt werden. Demnach müsse die weniger genutzte Strecke auf Ersatzbusse ausweichen, zumindest in der Zeit zwischen 8 bis 18 Uhr.
Konkret heißt das für die Fahrgäste, dass diese nun nicht direkt an der S-Bahn-Haltestelle aussteigen können, sondern etwa hundert Meter zu Fuß zurücklegen müssen. „Wir können nichts daran ändern“, bedauert Schupp die momentane Lage, „uns fehlt vorläufig ein Fahrzeug.“
23:33
Mit Ihrer Einschätzung sind Sie - zumindest nach den Erfahrungen meiner studentischen Mieter - relativ einsam, was die Güte der ÖPNV-Anbindung angeht. Was ist für Sie als Innenstädter so "katastrophal" daran, mit der Stadtbahn zur Palmweide und dann per oft genug fahrenden Bussen direkt zum Nord-Campus zu fahren?? Umsteigen ist zu lästig??
Übrigens: Eine vergleichbare Verlängerung wurde schon für Wellinghofen diskutiert und da rechnet man *vorsichtig* mit mind. 60-70 Mio. Euros. Und Sie haben Recht: Nein, für sowas ist dieses Geld ums Verrecken nicht da, oder wollen Sie das über Studiengebühren "reinholen" lassen??
Ich brauche aus der Innenstadt zum Südcampus 35 Minuten für eine Strecke und muss zweimal umsteigen. Das ist eindeutig zu viel und zu lang für den Weg zu einer Campus-Uni mit tausenden Studenten. Und wer zu den Stoßzeiten die S1, die U42, einige Buslinien und die H-Bahn benutzt, weiß um die Überfüllung aller dieser Verkehrsmittel. Eine S-Bahn-Linie im 20-Minuten-Takt und einige Buslinien reichen einfach nicht, um eine Campusuni mit 25.000 Studenten an den ÖPNV anzubinden.
Warum fordern Sie nicht gleich eine dedizierte S-Bahn-Linie *nur* für Dortmunder Studenten mit Platzangst?
Sie haben mehrere Möglichkeiten, um aus der Innenstadt zur Uni - sowohl zum Nord- als auch Süd-Campus - zu kommen, aber um vielleicht für ein paar hundert Studenten, die in der Innenstadt abseits verkehrstechnisch vernünftiger Wohnlagen wohnen, morgens 10 Minuten zu sparen, wollen Sie die Kommune trotz bekannter Lage zu bis zu dreistelligen Millionen-Investitionen bewegen?
Sorry, aber Jammern auf höchsten Niveau ist noch das Netteste, was mir zu solchem abstrakten Anspruchsdenken einfällt.
Ich will die Kommune nicht dazu bewegen, ich will nur auf die Missstände hinweisen. Natürlich scheitert alles an den Kosten. Und die schlechte Lage der Uni im Stadtgebiet kann man nunmal auch nicht ändern.
Und es sind eben nicht nur ein paar hundert Studenten, sondern ein paar tausend. Die TU Dortmund ist und wird leider eine Autofahrer-Uni bleiben.
19:46
Man kanns nur immer wiederholen - bei der ÖPNV-Anbindung der Uni muss sich einiges tun, die ist ganz generell einfach katastrophal. Insbesondere gilt das für den Südcampus (nur EINE Buslinie und die H-Bahn), aber auch für den großen Nord-Bereich (nur Bus und S-Bahn). Am besten ab der Palmweide oder dem Theodor-Fliedner-Heim eine Stadtbahnlinie abzweigen lassen, die die Uni so direkt mit dem Kreuzviertel und der Innenstadt anbietet. Aber nein, es gibt ja für sowas kein Geld...
*anBINdet natürlich.
Es gab sogar mehrere Pläne die H-Bahn entsprechend zu verlängern, unter anderem:
(1) Uni-S - Emil-Figge-Str (bei den Studentenwohnheimen) - Barop Parkhaus
(2) Uni-S - An der Palmweide
wikipedia sagt dazu allerdings "Alle Varianten wurden dabei jedoch wegen eines zu geringen Kosten-Nutzen-Faktors abgelehnt."
Insbesondere Variante (1) hätte ich ziemlich interessant gefunden.
...je nachdem wo man in Dortmund wohnt ist die Uni teilweise sehr gut zu erreichen, katastrophal mag zwar für einige Stadtteile gelten, aber nicht generell.
17:37
Die H-Bahn fährt weiterhin die Station "Universität S-Bahn" an. Der Zugang zwischen H-Bahn und S-Bahn ist also weiterhin über die direkte Treppenanlage bzw. den Aufzug möglich. Nur der Abschnitt zwischen S-Bahn und Technologiezentrum wird nur noch zeitweise bedient. Es verkehren derzeit die Linie H05 (Universität S-Bahn Eichlinghofen), die H02 (Campus Nord Campus Süd) und die SEV-Linie Universität S-Bahn Technologiezentrum. Der Weg von der H-Bahn zum SEV liegt bei geschätzten 50 Metern. Die Haltestelle liegt unter der Mensa-Brücke auf der Seite der Mensa.
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14:55
Wollen Sie sich nach der Pleite mit Ihren Uni-"Kenntnissen" nach dem H-Bahn-Crash schon wieder blamieren?
Bis zur Bushaltestelle unter der schützenden Brücke sinds noch nicht mal 100 Meter. Oder an welcher Uni waren Sie jetzt wieder gedanklich?
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Erklären Sie mal, wie Sie vom Halt *auf der Mensabrücke* "trockenen Fußes" bei Regen zur S-Bahn kommen wollen...
Es geht um den Halt *direkt an der S-Bahn-Station* auf der Südseite der Bibliothek, der als *Verbindung zum Technopark* nicht mehr regelmäßig angefahren wird. Die Leute vom Technopark kommen überhaupt nicht mit der Station auf der Brücke in Berührung, es sei denn, sie wollen zum Campus Süd. Aber auch dann sind es keine 50m bis zum Ersatz-Busverkehr *unter* der Brücke.
Und nu konstruieren Sie mal schön ne Tourismusfahrt, die Ihren "Vorstellungen" etwas nahe kommen könnte...
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H-Bahn-Halt auf der Brücke bis Bushalt = keine 50 Meter.
H-Bahn-Halt S-Bahn bis Bushalt = ca. 100 Meter.
H-Bahn-Halt auf der Brücke bis H-Bahn-Halt S-Bahn (minus die paar Meter Umweg zum Bushalt) = ??? Na, klingelts?
Wenn Ihre "Passagiere" dann in Eichlinghofen nicht auf den Fahrplan gucken und die Linie 2 statt die 1 nehmen... aber wem erklär ich das.
Mal unter uns: Die Uni. Das ist doch eine Bildungseinrichtung. Hey! Es ist nie zu spät, sich einzuschreiben. Zeit haben Sie doch jetzt.
11:01
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10:31
oh mein Gott...100 Meter zu Fuß...krasse Nummer.