Dortmunder Flüchtlingsheim überfüllt - Hagen und Marl helfen

Die Erstaufnahmeeinrichtung in Dortmund-Hacheney hat Platz für 300 Asylsuchende - von Dienstag auf Mittwoch übernachteten dort 870.
Die Erstaufnahmeeinrichtung in Dortmund-Hacheney hat Platz für 300 Asylsuchende - von Dienstag auf Mittwoch übernachteten dort 870.
Foto: Archivfoto: Dieter Menne
Was wir bereits wissen
Aufnahmestopp wegen Überfüllung. Das meldete am Mittwoch das Dortmunder Flüchtlingsheim. Später gab es eine vorläufige Entwarnung.

Dortmund.. Die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Dortmund-Hacheney ist überbelegt. 870 Flüchtlinge übernachteten dort in der Nacht zu Mittwoch, ausgelegt ist das Haus nur für 300 Menschen. Die Überbelegung veranlasste die Stadt Dortmund dazu, vorübergehend einen Aufnahmestopp zu verhängen.

Flüchtlinge in Dortmund Gegen Abend gab es dann eine vorläufige Entwarnung: 300 Flüchtlinge kommen in Hagen unter, 100 weitere in Marl. Der Aufnahmestopp konnte aufgehoben werden. Dortmunds Rechtsdezernentin Diane Jägers: "Das ist weiterhin eine Überbelegung, aber ein kleineres Übel, als Menschen heute auf der Straße übernachten zu lassen."

Dortmund ist eine von nur drei Erstaufnahme-Einrichtungen in NRW, bis zur Neu-Eröffnung der Erstaufnahme in Unna-Massen am Mittwoch (1.7.15) sogar nur eine von zwei. 80 Prozent der Flüchtlinge, die nach NRW kommen, müssen durch den "Flaschenhals" der Erstaufnahmeeinrichtung in Hacheney, 2014 waren es 68.000 Menschen, die hier registriert, geröntgt und in zentrale Unterbringungseinrichtungen in NRW weiterverschickt wurden.

Nachgelagerte Flüchtlingseinrichtungen sind voll Asylunterkunft

Und genau dieser Weitertransport ist nun das Problem: Denn auch die nachgelagerten Flüchtlingseinrichtungen sind offenbar voll. "Ein geordneter Abfluss der Flüchtlinge ist nicht möglich, weil in NRW keine ausreichenden Aufnahmekapazitäten zur Verfügung stehen", teilt die Stadt mit.

Um die Sicherheit der bereits in Hacheney angekommenen Flüchtlinge zu gewährleisten, verhängte die Stadt Dortmund am Mittwoch einen Aufnahmestopp. Er gilt, bis es wieder genügend Platz in den nachgelagerten Flüchtlingsheimen in NRW gibt.

Ankommende Flüchtlinge werden über Ersatzeinrichtungen informiert, die sie aufsuchen können", so Stadtsprecher Michael Meinders. "Die Anwohnerschaft wurde ebenfalls über die eingeleiteten Maßnahmen informiert.