Dortmunder fallen auf falsche Facebook-Accounts herein

Falsche Facebook-Accounts sind in den vergangenen Tagen mehreren Dortmundern zum Verhängnis geworden. Sie dachten, sie helfen einem Freund - und ermöglichten so Betrügern, Geld von ihrem Konto abzubuchen. Wir erklären, wie die Kriminellen vorgehen.

Dortmund.. Die Polizei weiß von fünf Dortmundern, die in den vergangenen Tagen Opfer der Betrugsmasche wurden. Das Ganze spielt sich immer ungefähr so ab:

  • Die Täter, die meistens im Ausland sitzen, kopieren einen Facebook-Account. Der neu erstellte Account unterscheidet sich nur marginal von dem echten Account. Als Bild wird das öffentlich sichtbare Profilbild des ursprünglichen Accounts genommen.
  • Über diesen "Fake"-Account werden jetzt Freunde des echten Profils über Facebook angesprochen. Man bittet um die Handynummer, weil man diese entweder verloren habe oder man per "WhatsApp" mit einem chatten möchte.
  • Nachdem die nichtsahnenden Opfer ihre Handynummer übermittelt haben, bekommen sie kurze Zeit später eine SMS. Diese SMS beinhaltet eine Codenummer eines regulären Bezahlsystems aus dem Internet und dient als TAN-Nummer, ähnlich wie beim Online-Banking.
  • Der Täter schreibt nun noch einmal das Opfer an und bittet um die Übermittlung des Codes. Geschieht dies, kann der Täter auf Kosten des Opfers etwas im Internet kaufen. Die besagte SMS enthält übrigens einen Warnhinweis des Betreibers, jedoch scheinen viele diesen zu überlesen.
Verhaltenstipps der Polizei

Die Polizei warnt: "Geben Sie nicht sorglos ihre Handynummer heraus. Schauen Sie genau darauf, wer sie kontaktiert! Gehen Sie allgemein sorgsam mit ihren Daten im Internet um. Sollten Sie bereits Opfer eines solchen Betruges sein, erstatten Sie Anzeige bei einer Polizeiwache!"