Dortmunder Erstaufnahmeeinrichtung stößt an ihre Grenzen

Die Erstaufnahme-Einrichtung in Hacheney ist neben Bielefeld der einzige Ort in NRW, wo Flüchtlinge sich melden können.
Die Erstaufnahme-Einrichtung in Hacheney ist neben Bielefeld der einzige Ort in NRW, wo Flüchtlinge sich melden können.
Foto: Dieter Menne
Was wir bereits wissen
Die Dortmunder Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge verhängt zunächst keinen Aufnahmestopp - ist aber laut Stadt mehr als ausgelastet.

Dortmund.. Der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Dortmund stößt an ihre Grenzen. "Wir sind erneut völlig überbelegt", sagte der Leiter der Einrichtung, Murat Sivri, am Montagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Allein am Wochenende seien mehr als 1000 neue Flüchtlinge angekommen. Die Stadt Dortmund wolle im Laufe des Tages entscheiden, ob ein erneuter Aufnahmestopp verhängt werde. Am Nachmittag teilte die Stadt dann mit: Zumindest am heutigen Montag, 13. Juli, werde kein Aufnahmestopp angeordnet: Zwar sei die prognostizierte Belegung mit etwa 400 Personen in der kommenden Nacht "sehr nah an der im Notfallplan definierten Kapazitätsgrenze", schreibt Stadtsprecher Michael Meinders.

Überbelegung Dennoch: "Es müssen heute keine Flüchtlinge abgewiesen werden." Die Situation in der Einrichtung bleibe aber nach wie vor sehr angespannt, da landesweit Plätze für Flüchtlinge fehlten. Entsprechend wolle man die Notwendigkeit eines Aufnahmestopps täglich neu bewerten.

Die Dortmunder Erstaufnahmestelle sei für 300 Menschen ausgelegt. Schon Anfang Juli war wegen Überfüllung ein Aufnahmestopp verhängt worden. Die Dortmunder Einrichtung ist neben Bielefeld die einzige Erstaufnahme-Stelle in NRW. Laut Stadt sind in diesem Jahr bereits mehr als 55.000 Flüchtlinge in Dortmund-Hacheney angekommen. (ger/dpa)