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Dortmunder erst angefahren – und dann verprügelt

25.06.2012 | 11:07 Uhr
Dortmunder erst angefahren – und dann verprügelt
Foto: ddp

Dortmund/Bochum.   Doppeltes Opfer: Mitten in der Dortmunder Innenstadt ist am Sonntagmorgen ein 24-Jähriger zuerst angefahren und dann zusammengeschlagen worden – von den drei Insassen des Bochumer Unfallautos.

Ein junger Dortmunder (24) ist am frühen Sonntagmorgen gegen 5.30 Uhr auf dem Brüderweg in der Innenstadt zuerst angefahren und dann brutal verprügelt worden. Seine Angreifer: Drei Insassen aus dem Unfallwagen.

Der Fußgänger überquerte den Brüderweg an der Haltestelle Reinoldikirche, als ein dunkler Polo mit Bochumer Kennzeichen auf ihn zuraste und ihn am Oberschenkel traf. Der Fahrer stoppte den Kleinwagen, drei Männer stiegen aus – und schlugen und traten auf den Dortmunder ein. Couragierte Zeugen zogen den leicht verletzten 24-Jährigen von den Tätern weg und brachten ihn in Sicherheit. Die Angreifer stiegen wieder ein und fuhren über den Schwanenwall Richtung Ruhrallee davon.

Dank der genauen Beschreibung der Augenzeugen konnte die Polizei den Polo kurz später am Schwanenwall anhalten. Neben dem Fahrer (25) saßen zwei weitere junge Männer (20/22) aus Bochum im Wagen. Gegen den Fahrer wird wegen gefährlicher Körperverletzung, Fahrerflucht und Fahrens unter Alkoholeinfluss und berauschender Mittel ermittelt – den Beifahrern brachte ihre Aktion eine Anzeige wegen Körperverletzung ein.

Kommentare
25.06.2012
13:11
Dortmunder erst angefahren – und dann verprügelt
von Hastalamuertesiempre | #4

Angesichts eines solch hohen Agressionspotential bleibt man fast sprachlos.

Die Täter nahmen wissentlich in Kauf, einem verletzten Menschen den der...
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2 Antworten
Dortmunder erst angefahren – und dann verprügelt
von xxyz | #4-1

Wenn ein Zeuge und Opfer vermutlich zur Verdeckung der Tat schwer verletzt wird, müssen Juristen klären, was das wahre Ziel des Angriffs war. War es die Verletzung?

Hier lassen sich vermutlich auch Szenarien entwickeln, die über die o.g. Vergehen, aber auch deutlich unter den genannten Punkten liegen.

Der Richter in NRW wird immer in Richtung niedrigste Strafe unter Berücksichtigung aller irgendwie denkbaren Zufälle zum Schutze der Angeklagten gehen.
Dass man sich danach wundert, dass man irgendwann mexikanische Verhältnisse hat, und sich die Sicherheit immer weiter privatisiert, ist für mich nicht mehr nachvollziehbar.
Sicherheit muss man sich leisten können.

Dortmunder erst angefahren – und dann verprügelt
von Hastalamuertesiempre | #4-2

xxyz, da gebe ich Dir recht. Sicherheit war schon immer ein Privileg der Reichen. Siehe unsere Politiker... die werden wohl nie erleben, was es bedeutet, Opfer einer solchen Straftat zu werden.

Auch Richter nicht. Und da ein Richter in seiner Entscheidung frei ist, so ist es kein Wunder, dasss selbiger mit einer derartigen Naivität an Menschenkenntnis an die Sache geht, dass allen Ottonormalverbrauchern Angst und Bange wird.

Traurig traurig.

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Dortmunder erst angefahren – und dann verprügelt
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http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/dortmunder-erst-angefahren-und-dann-verpruegelt-id6806173.html
2012-06-25 11:07
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