Dortmunder Arzt soll zwei Millionen Euro ergaunert haben
13.02.2012 | 18:17 Uhr 2012-02-13T18:17:00+0100
Dortmund. Ein 61-jähriger Arzt aus Kirchhörde soll einen Abrechnungsbetrug in Millionenhöhe begangen haben. Diesen Vorwurf erhebt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen Lippe, die Anzeige gegen den Facharzt für Allgemeinmedizin erstattete.
Die Staatsanwaltschaft bestätigte auf Anfrage, dass der Mediziner Dr. Dan P. zwei Millionen Euro unrechtmäßig erhalten habe, weil er Leistungen mehrfach abrechnete. „Wir stehen noch am Anfang der Ermittlungen“, so Oberstaatsanwältin Dr. Ina Holznagel. Sie könne noch nicht bestätigen, ob der Mediziner aus einem Facharztzentrum an der Hagener Straße tatsächlich die ihm vorgeworfenen Taten begangen habe.
Zurzeit könne die Staatsanwaltschaft P. nicht zur Sache hören, da er sich in Israel befinde. P. soll einen israelischen Pass besitzen. Überwiegend jüdische Migranten wählten offenbar den Mediziner aus der Hagener Straße. Seine Praxis ist seit dem Jahreswechsel geschlossen; Patienten standen verdutzt vor verschlossener Tür. Seitdem hat P. seine Zulassung als Kassenarzt in Dortmund auch zurückgegeben.
Wie Holznagel bestätigt, haben Kollegen von P. von sich aus den Kontakt zur Wirtschaftsabteilung der Staatsanwaltschaft gesucht.
11:32
Das mit "ergaunert" - oder nicht - muss die Staatsanwaltschaft klären. Und - das Geld ist nicht "weg" - so der ehemalige Chef der US-Notenbank (FED) Allen Greenspan - es ist nur "woanders" - im Jordantal eben. Schlimmstenfalls ist es dort allerdings "über den Jordan" und dann wäre es zumindest für hiesige Verhältnisse durchaus "weg".