Dortmund zahlt Millionen für eine soziale Stadt
03.06.2011 | 18:41 Uhr 2011-06-03T18:41:00+0200
Dortmund.Trotz des riesigen Haushaltslochs von 150 Millionen Euro lässt sich die Stadt Dortmund das Soziale einiges kosten: Zig Millionen Euro gibt sie an freiwilligen Beihilfen aus – für Dortmund-Pass, Sozialticket und Co.
Auf der einen Seite versucht die Stadt, das immer weiter wachsende Haushaltsloch (rund 150 Millionen aktuell) zu stopfen. Auf der anderen, trotzdem ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden. Ein Spagat. Ein Drahtseilakt. Ein ständiges Jonglieren mit Millionen. Und doch kein Zirkus, sondern Lebenshilfe für Betroffene.
Es gibt die Pflicht - und die Kür. Die Pflicht, das heißt rund 82 000 Dortmunder beziehen in diesem Jahr Leistungen nach SGB II (Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld) für 189 Millionen Euro. Weitere 8000 bekommen Leistungen nach SGB XII (Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter voller Erwerbsminderung) - das sind 52,5 Millionen Euro. Doch neben diesen zusammen rund 241 Millionen Euro nimmt die Stadt freiwillig noch mehr Geld in die Hand. Die Kür also.
Beispiel Wohlfahrtspflege: Die Beratungs- und Hilfsangebote der sozialen Wohlfahrtspflege lässt sich die Stadt 4,8 Millionen Euro kosten.
Beispiel Sozialticket: Aktuell gibt es 7690 Nutzer, die das vergünstigte Ticket für gut 31 Euro beziehen. Die Stadtwerke (DSW21) übernehmen den 16-prozentigen Großkundenrabatt und schultern so rund 566 000 Euro pro Jahr, sagt Sprecher Bernd Winkelmann.
Beispiel Kitas und Schulen: Für 4000 bis 5000 Eltern übernimmt die Stadt die Kita-Beiträge, weil die betroffenen Eltern entweder unter 18 000 Euro im Jahr verdienen oder mehrere (beitragsfreie) Kinder haben. Für etwa ebenso viele Eltern kommt die Stadt für die Beiträge zur Offenen Ganztagsschule (OGS) auf. Die genauen Kosten für beides lassen sich schwer beziffern.
Beispiel Dortmund Pass: Er erfreute sich nie größerer Beliebtheit. Mit dem Pass können Freizeit- und Kulturveranstaltungen in Dortmund kostenlos oder zu ermäßigten Eintrittspreisen besucht werden.
Allein 2010 hatten 20 000 Dortmunder den Pass in der Tasche. Neuer Rekord. Zum Vergleich: 2004 waren es gerade 11 000 Nutzer. „Die Zahl ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen“, weiß Sozialamtsleiter Peter Bartow. Und je nach Jahr und Freizeitangebot würden die Pässe bis zu 60 000 Mal benutzt. 2010 immerhin 37 500 Mal. Mindereinnahmen für die Stadt: 173 000 Euro.
Viele freiwillige Angebote also, die zwar Geld kosten - dafür aber das vielzitierte Wort der „sozialen Teilhabe“ mit Leben füllen.
01:18
5 200 Milliarden haben die Verögenden.
Selbst der Staat nimmt kaum 500 Mrd ein.
Was für ein Witz , über 3 Mark nachzudenken, die für irgendwen ausgegeben werden sollen.
15:50
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12:47
Sie haben das Vermögen des Volkes unter die Wölfe geworfen und es in Projekten vergeudet, die weder Sinn noch Nutzen zeigen.
Wenn nun auf Kredit und aus den Resten des Vermögens soziale Almosen verteilt werden, mag man das zwar als soziale Wohltaten hinstellen, es ist aber nicht viel mehr als ein jämmerliches und erbärmliches Trostpflaster auf die immer grösseren sozialen Wunden dieser deformierten Gesellschaft.
00:35
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23:54
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22:16
@35 von tremoniaest
Können Sie irgendetwas außer pöbeln?
Sie wollen Leistungsträger dieser Gesellschaft sein? Na, dann Gute Nacht.
P.S. Können Sie irgendeine meiner Aussagen widerlegen? Und wenn ja, warum tun Sies dann nicht?
22:12
#34 Sie sind mir doch so etwas von flüssig! Gut nur, dass Ihre sozialromanischen Vorstellungen nicht umgesetzt werden können. Ebenfalls gut, dass Leute wie Sie nichts zu melden haben. Ich schon, und das ist gut für Arbeitnehmer und den Mittelstand.
22:04
@33 von tremoniaest
Wenn es stimmt, was Sie sagen, dass Hartzis sich nicht für Kultur interessieren, können der Stadt auch keine Kosten entstehen, wenn sie ihnen freien oder ermäßigten Eintritt gewährt. Wenn keiner kommt, kann das auch nichts kosten.
Wenn SIe schon darauf bestehen, dass ich auch auf Ihren Beitrag 25 eingehe, bitte:
1. Dass die Hartzis im nächsten Jahr eine höhere Steigerung bekommen als die Rentner, hat damit zu tun, dass es bei ihnen im Gegensatz zu den Rentnern keine automatische jährliche Anpassung gibt.
2. Arbeitnehmer, die unter dem ALG II liegen, haben Anspruch auf Aufstockung. Dass es überhaupt so etwas gibt, liegt daran, dass wir immer noch keine Mindestlöhne haben. Aber den wollen Leute wie Sie ja normalerweise auch nicht.
3. Ihre Definition von Armut würde mich interessieren, wenn Sie den Mittelstand als arm bezeichnen. Ich wusste gar nicht, dass man Mittelsträndler in den Suppenküchen der Caritas antrifft.
20:44
Meine Meinung finden Sie unter 25. Aber den kennen Sie ja, er schmeckt Ihnen nicht, deshalb versuchen Sie mich jetzt zu provozieren. #30 habe ich nur aufmerksam gemacht, weil er sonst unter einem anderen Nick ständig klein schreibt. Er kann sich nicht entscheiden. Ihren Beitrag finde ich im Übrigen falsch. Die Mehrzahl der Hartz IV- Bezieher interessieren sich nicht für Kultur, vielleicht nur für die Sauf- und Rauchkultur. Und an Bildung, auch für ihre Kinder, ist ihnen auch sehr wenig gelegen. Das sieht man an den Bildungsgutscheinen, die von ihnen nicht bzw. selten beantragt werden. Komisch, von dieser Pleite, die viel über diese Klientel aussagt, hört man nicht mehr. Das ist den Politikern wohl zu peinlich geworden.
19:35
@31 von tremoniaest
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