Dortmund rüstet sich für die Sonnenfinsternis

Wenn sich der Mond am Freitag vor die Sonne schiebt, ist der Blick nach oben nur mit Brille erlaubt. Denn das Spektakel am Himmel birgt Risiken. Vor allem an Dortmunds Schulen sorgt die Sonnenfinsternis am 20. März für großen Aufwand - wir erklären, warum.

Dortmund.. Das NRW-Schulministerium hat - über die Bezirksregierung - einen Erlass an alle Schulen geschickt: Niemand darf ohne Augenschutz die Sonnenfinsternis beobachten, da in kürzester Zeit die Netzhaut geschädigt werden kann.Die Schulleitungen müssen dafür sorgen, dass nur Kinder die Sonnenfinsternis verfolgen, die eine Schutzbrille haben; Lehrer müssen das beaufsichtigen.

Schutzbrillen heiß begehrt

Aber weil die Sonnenfinsternis nur partiell ist,steigt der Handel offenbar nicht groß in den Brillen-Verkauf ein.Einige Dortmunder Optiker hatten am Freitag noch Schutz-Brillen für wenige Euro pro Stück vorrätig. Andere Optiker verkaufen die Brillen nicht; wieder andere kommen nicht an die begehrte Ware heran. Online sind die Brillen bei einigen Shops für Astronomie-Zubehör ebenso ausverkauft.

Wer ungeschützt in die Sonne blickt, riskiert seine Sehkraft. Als ungefährliche Variante zum direkten Blick in den Himmel empfiehlt das Ministerium, das Naturschauspiel im Unterricht auf eine Wand zu projizieren.An vielen Schulen dürfen Kinder zum Beispiel vom Schulhof aus zusehen. Teilweise benötigen die Schüler dafür aber eine Einverständniserklärung ihrer Eltern.

Sonnenfinsternis fotografieren

Wer die Sonnenfinsternis fotografieren möchte, sollte das Smartphone in der Tasche lassen. Wegen des geringen Zooms kann man das Spektakels damit nicht aufnehmen.Laut Christian Gritzner vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist es bei allen anderen Kameras wichtig, einen Sonnenfilter vor das Objektiv zu setzen. Das gilt auch für Teleskope und Ferngläser.

Die große Verfinsterung erwartet der Astronomische Verein Dortmund am Freitag übrigens um 10.39 Uhr. Los geht's aber schon ab 9.30 Uhr. Besucher können an der Volkssternwarte im Westfalenparkvorbeikommen und durchs Teleskop blicken. Und jetzt heißt es Daumen drücken: Denn ob die Sicht auf die Sonne frei sein wird, konnte der Deutsche Wetterdienst noch nicht vorhersagen.