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Dortmund nur noch drittgrößte Stadt in NRW

30.12.2009 | 19:32 Uhr
Dortmund nur noch drittgrößte Stadt in NRW

Dortmund. Dortmund steigt ab - nein, nicht auf dem Platz, aber doch in der Statistik. Die Stadt am östlichen Rand des Ruhrgebiets wird die nach Bevölkerungszahlen drittgrößte in Nordrhein-Westfalen. Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat Dortmund vom zweiten Rang verdrängt.

Dortmund ist nicht länger die zweitgrößte Stadt Nordrhein-Westfalens, sondern fällt hinter Köln und Düsseldorf auf den dritten Rang zurück. Ein Trost: Die Westfalenmetropole bleibt größte Stadt des Ruhrgebiets.

Das geht aus der aktuellen Erhebung der Landesstatistiker von IT.NRW hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Zum Stichtag 30. Juni 2009 zählte Dortmund danach 582 184 Einwohner. Die Landeshauptstadt wies zum selben Zeitpunkt 584 361 Einwohner auf und kann erstmals überhaupt in der Landeseinwohnerstatistik an Dortmund vorbeiziehen. Köln ist mit 993 509 Einwohnern weiter die mit Abstand größte NRW-Stadt. Vom Titel Millionenstadt kann die Domstadt aber weiterhin nur träumen, weil auch sie - wie fast alle NRW-Großstädte und das Land selbst - Einwohner verliert.

Rückgang deutlich höher als in Essen

Die Dortmunder Verluste halten sich für Ruhrgebietsverhältnisse mit minus 2228 Einwohnern im ersten Halbjahr 2009 in Grenzen, liegen aber erstmals seit längerem wieder deutlich vor den Rückgängen in Essen (minus 1282). Trotzdem kann Dortmund seine Stellung als einwohnerstärkste Revierkommune gegenüber der Rivalin in der Mitte des Ruhrgebiets verteidigen. Der Abstand schrumpft aber auf 3707 Einwohner, Mitte 2008 betrug er noch knapp 5000 Einwohner. Umgekehrte Verhältnisse herrschten dagegen vor zehn Jahren: Zur Jahrtausendwende lag Essen als damals unangefochten zweitgrößte NRW-Stadt über 6000 Einwohner vor Dortmund. Innerhalb der letzten zehn Jahr verlor Essen aber über 16 700 Einwohner, Dortmund dagegen nur knapp 5900. Vorteil Düsseldorf: Im selben Zeitraum legte die Landeshauptstadt um rund 15 000 Einwohner zu.

Düsseldorf zieht an Dortmund vorbei

Dass Düsseldorf an Dortmund vorbeizieht, kommt daher nicht unerwartet. Denn der Regierungssitz am Rhein, bei Mieten und Immobilien bekanntlich ein teures Pflaster, legt seit Jahren gegen den Landestrend an Einwohnern zu. Diesmal verbesserte sich die Bevölkerungszahl um 144.

Im Bundesranking dürfte Dortmund damit ebenfalls abgerutscht sein, nämlich auf den 8. Platz. Obwohl es aus den anderen Bundesländern noch keine Vergleichszahlen gibt, rangierte Dortmund in der Vergangenheit doch stets relativ deutlich hinter den fünft- und sechstplatzierten Städten Frankfurt und Stutttgart. Städte wie Hannover, Dresden oder Leipzig sind mit um die 500 000 Einwohner dagegen deutlich kleiner als die großen NRW-Metropolen.

Die Erhebung von IT.NRW ist die einzige offizielle Einwohnerstatistik mit relevantem Vergleichsmaßstab. Die Zahlen sind Grundlage für viele Arten von staatlichen Zuwendungen, etwa die für die Gemeindefinanzierung wichtigen Schlüsselzuweisungen. Gelegentlich weichen eigene Zählungen der Städte von den IT-Zahlen ab.

Michael Kohlstadt

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Kommentare
28.07.2010
16:00
Dortmund nur noch drittgrößte Stadt in NRW
von wolla | #65

...bevor ich es vergesse. Natürlich ist der Rhein mit seiner Promenade und der Uferlandschaft ein Pfund, mit dem Düsseldorf auch wuchern kann. Dazu kommen die freundlichen und weltoffenen Rheinländer. Es ist schon nicht schlecht in DUS.

28.07.2010
15:56
Dortmund nur noch drittgrößte Stadt in NRW
von wolla | #64

@Chris, GE:

Alles liegt im Auge des Betrachters. Sie sollten daher vielleicht die Scheuklappen abnehmen, wenn Sie durch Düsseldorf gehen. Spass beiseite. Sie haben unterschlagen: die KÖ, K 20, K 21, die Carlstadt, Oberkassel, Niederkassel, Kaiserswerth, um nur einige weitere Highlights zu nennen. Bei schlechtem Wetter ist selbst Paris Tristesse pur. Wieso ist denn der Medienhafen, neben der Altstadt und den Szenekneipen in den Vierteln ein so großer Anziehungspunkt ? Warum wohnen Magath, Völler, Skibbe und nun auch Raul in Düsseldorf ?
Düsseldorf hat ein einzigartiges und sehr internationales Flair und dageben kommen angestrahlte Industriebrachen nun mal nicht an...
Viele Freunde und Geschäftspartner aus dem Ausland konnten sich nicht erklären, daß Düsseldorf im Ausland nicht bekannter ist, da diese Düsseldorf viel schöner fanden als größere deutsche Städte.

02.01.2010
04:14
Dortmund nur noch drittgrößte Stadt in NRW
von Richard1 | #63

Frohes neues (Kulturhauptstadts-) Jahr 2010!!!

Also ich lebe in der Nordstadt. Und das gerne. Aber ich sehe es genau so, wie viele andere, das hier wenig gegen die ausufernde Kriminalität gemacht wurde. Obwohl ich merke, dass sowohl die Polizei als auch das Ordnungsamt in den letzten Monaten mehr tut. Mehr Razzien, mehr Personenkontrollen, z.T. sogar Polizisten in Zivil. Das Problem ist jedoch, dass diese krimminellen Strukturen in der Nordstadt etabliert sind. Das heißt, Ordungsamt und Polizei brauchen einen langen Atem, um diese Strukturen aufzubrechen.
Ich finde jedoch auch, dass sich die Nordstadt leicht gebessert hat. Doch was die Probleme der Nordstadt lösen würde, wären noch mehr Ordnungskräfte und mehr Arbeit, denn die Besäufnisse auf dem Nordmarkt lassen mich nur den Kopf schütteln. Genauso wie die armen Frauen, welche Prostitution betreiben (müssen). Aber das zu wenig investiert würde, kann ich so nicht sagen. Schulen und Kindertagesstädten werden Aus- und Umgebaut, Investoren bauen (WEZ und das EKZ bei Hornbach), auch ne neue Jugendfreizeitstädte wurde errichtet. Spielplätze werden modernisiert.

Ganz Dortmund befindet sich in einen Wandel. Dazu gehört auch die Nordstadt. Wir müssen einfach schauen, wie es sich entwickelt. Aber man soll nicht immer nur fordern, fordern, fordern sondern auch mal selber anpacken, damit es besser wird. Nicht nur in der Nordstadt, sondern überall.

Dortmund und andere Städte schrumpfen. Nicht nur, weil welche Fortziehen, das passiert in jeder Stadt, egal wie toll sie ist oder nicht. Es liegt eher daran, dass Familien später gegründet werden und viele keine Kinder wollen, vielleicht auch, weil die KInderbetreuung in Deutschland eher schlecht ist. Daran müsste gearbeitet werden.

Doch sollte der Strukturwandel in Dortmund weiter an Fahrt gewinnen, könnte es auch mit den Einwohnerzahlen zumindest stabil bleiben, denn wo Arbeit ist, da ziehen Leute hin. Das war schon immer so. Was mich hoffen lässt, sind die stabilen Arbeitsmarktdaten trotz der Krise. Nachweislich ist Dortmund im Vergleich zu den anderen Städten und Kreisen in NRW am besten durch die Krise gekommen, jetzt nur auf die Arbeitszahlen bezogen. Zwar auf einen niedrigen niveau, die Arbeitszahlen sind zu hoch. Aber sollte die Wirtschaft wieder anziehen, dann hat Dortmund gute Chancen, deutlich an Boden gut zu machen, zumindest, was die Wirtschaftsstärke angeht. Dann wollen wir mal sehen wie es weitergeht. Etwas mehr Enthusiasmus und Optimismus sind jetzt gefragt!

Also Leute, packt an, damit es uns allen besser geht!!!

01.01.2010
19:09
Dortmund nur noch drittgrößte Stadt in NRW
von heimatiswopuddingis | #62

Die Nordtstadt die aufgrund günstiger Mieten und kleinteiliger Einheiten alles Zeug dazu einer selbsttragenden Kleinkunstlandschaft ein Zuhause zu geben, lassen Politiker verwahrlosen. Die glauben immer noch die Friedhofästhetik der südlichen Vororte wäre schützenswerter als eine quirlige urbane Metropole neben den grosskotzigen Innenstadtleuchttürme mit ihrer gepflegten Langeweile.

In Rotterdam finden sie mitten in der Stadt eine riesige hochmoderne Skateranlage, der dortige Saturn projiziert schon mal die Spiele von den Ausstellungskonsolen auf die Aussenfassade, im Sommer gibt es WÖCHENTLICH eine Art Loveparade der Skater quer über die Hauptverkehrsadern der Stadt, trotz absolut langweiliger Architektur jede Menge kleine Restaurants und Cafes. Da begegnen in einer Strassenkneipe lautstark gockelnde arabischstämmige Junggockels ebenso lautstarken holländische Jungmachos. Was in Dortmund unweigerlich in einem Polizeieinsatz endet ist dort kanpp eine Stunde später eine riesige Spontanparty die Kellner schwitzen und den Wirt lächeln lässt.

Solange unsere Stadtspitze aber vor allem unsere Bürger sich darum bemühen die Stadt in kleinbürgerlichen Mief zu ersticken, überall nach Schuld für irgendetwas suchen, solange wird Dortmund eine elendes Nest bleiben. Dabei hatte es im Mittelalter Weltgeltung und rettete mit seinem Geld ganze Königreiche. Heute würde daraus nix. Spätenstens an der Stadtmauern würden Dorstfelder Nazis zum grossen Halali auf diese Ausländer blasen.

Statt nach trennenden zu suchen erlaubt einfach das Leben. Dazu gehört die Nordstadt von den Gangs zu säubern, ein angenehmes Umfeld für notgeile Böcke zu schaffen, das vielleicht dann wie in Amsterdam eine Attraktion an sich wird, und den dort arbeitenden Mädchen und Jungen Respekt und Sicherheit bringt. Und den dort lebenden Famillien den ganzen Dreck unkontrollierter Prostitution erspart.

Anderseits darf natürlich die so typisch Dortmunder politische Macharroganz nicht jedes mit Herzblut eingerichtete Business durch überzogene Interpretation von Vorschriften totschlagen.

01.01.2010
19:07
Dortmund nur noch drittgrößte Stadt in NRW
von heimatiswopuddingis | #61

Die Nordtstadt die aufgrund günstiger Mieten und kleinteiliger Einheiten alles Zeug dazu einer selbsttragenden Kleinkunstlandschaft ein Zuhause zu geben, lassen Politiker verwahrlosen. Die glauben immer noch die Friedhofästhetik der südlichen Vororte wäre schützenswerter als eine quirlige urbane Metropole neben den grosskotzigen Innenstadtleuchttürme mit ihrer gepflegten Langeweile.

In Rotterdam finden sie mitten in der Stadt eine riesige hochmoderne Skateranlage, der dortige Saturn projiziert schon mal die Spiele von den Ausstellungskonsolen auf die Aussenfassade, im Sommer gibt es WÖCHENTLICH eine Art Loveparade der Skater quer über die Hauptverkehrsadern der Stadt, trotz absolut langweiliger Architektur jede Menge kleine Restaurants und Cafes. Da begegnen in einer Strassenkneipe lautstark gockelnde arabischstämmige Junggockels ebenso lautstarken holländische Jungmachos. Was in Dortmund unweigerlich in einem Polizeieinsatz endet ist dort kanpp eine Stunde später eine riesige Spontanparty die Kellner schwitzen und den Wirt lächeln lässt.

Solange unsere Stadtspitze aber vor allem unsere Bürger sich darum bemühen die Stadt in kleinbürgerlichen Mief zu ersticken, überall nach Schuld für irgendetwas suchen, solange wird Dortmund eine elendes Nest bleiben. Dabei hatte es im Mittelalter Weltgeltung und rettete mit seinem Geld ganze Königreiche. Heute würde daraus nix. Spätenstens an der Stadtmauern würden Dorstfelder Nazis zum grossen Halali auf diese Ausländer blasen.

Statt nach trennenden zu suchen erlaubt einfach das Leben. Dazu gehört die Nordstadt von den Gangs zu säubern, ein angenehmes Umfeld für notgeile Böcke zu schaffen, das vielleicht dann wie in Amsterdam eine Attraktion an sich wird, und den dort arbeitenden Mädchen und Jungen Respekt und Sicherheit bringt. Und den dort lebenden Famillien den ganzen Dreck unkontrollierter Prostitution erspart.

Anderseits darf natürlich die so typisch Dortmunder politische Macharroganz jedes mit Herzblut eingerichtete Business durch überzogene Interpretation von Vorschriften totschlagen.

01.01.2010
16:24
Blockierter Kommentar.
von James.Brunt | #60

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

01.01.2010
16:24
Blockierter Kommentar.
von James.Brunt | #59

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

01.01.2010
12:39
Dortmund nur noch drittgrößte Stadt in NRW
von jürgengojny | #58

Ist Standard, ist Dortmundistan!

31.12.2009
20:25
Dortmund nur noch drittgrößte Stadt in NRW
von comptur | #57

Städte wie Düsseldorf und Münster sind von Natur aus im Vorteil. Hier sind die Pöstchen die das schwer erarbeitete Geld aus den Malocherstädten verwalten und verplanen.

31.12.2009
17:28
Dortmund nur noch drittgrößte Stadt in NRW
von duisserner | #56

also kommt mal wieder herunter, dortmund ist mit sicherheit nicht schlechter als vergleichbare städte.
außerdem stelle ich fest, dass hier viele paralelen zu finden sind. z.b. in duisburg ist in den letzten jahren so vieles passiert, es hat sich eine menge getan, duisburg steckt im wandel, viele menschen außerhalb duisburgs nehmen das auch wahr, nur einige duisburger nicht !

da wird gemotzt und gemeckert was das zeug hält, nur über die schönen seiten spricht kaum einer.

aber was wollen die menschen eigentlich ? was sollen diese vergleiche mit düsseldorf und münchen ?

dortmund ist dortmund und nicht düsseldorf !

auch diese dummen kommentare vom schlage : wer kann zieht weg oder typisch ruhrpott usw. was soll denn das ?

es braucht lösungen, gemacht von menschen mit verstand und phantatsie, von leitfiguren auf politischer als auch auf kultureller ebene.

die zeit der monokullturellen ein parteien politik muss auch in dortmund beendet werden. das soll nicht heißen, das ich jetzt werbung für eine partei machen will, aber der vergleich mit duisburg lohnt sich.
nur ein beispiel :
duisburg ist unter schwarz - grün z.b. als fahrradfreundliche stadt ausgezeichnet worden.

ja ihr habt richtig gelesen ! duisburg !!!

ich will damit sagen, das ein politischer wechsel mal ganz frischen wind in eine stadt bringt und der könnte dortmund, genau wie anderen ruhrgebietsstädten mal richtig gut tun.

denn mit diesem aufbruchsignal weckt eine stadt auch neue geister !

wir sind doch selber schuld immer noch dieses abgewrackte image vom kohlenpott zu tragen.

die waz speziell trägt z.b. mit ihrer zum teil primitiven berichterstattung jeden tag dazu bei.

wir brauchen neue ideen, mit neuen führungsfiguren, die sich zum ruhrgebiet bekennen und es voran treiben wollen, statt in parteien disziplinen zu versauern.

das wir es bis heute nicht geschafft haben aus einer metropole eine große ( ruhr ) stadt zu machen, spricht doch für sich !

viele grüße z.zt. aus österreich
vom

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