Dortmund jubelt über Gold für „seine“ Ruder-Jungs
01.08.2012 | 17:22 Uhr 2012-08-01T17:22:00+0200
Dortmund. Gooold für Dortmund! Der Deutschland-Achter hat sich am Mittwochnachmittag in London zur Gold-Medaille gerudert – mit schlagkräftiger Unterstützung der Fans beim Public Viewing am Kanal.
Genau 5:48,75 Minuten mussten sie am Mittwoch am Dortmund-Ems-Kanal zittern. Dann brach der Jubel im Bundesleistungszentrum Rudern aus. Die Jungs aus Dortmund hatten es geschafft: Goooooldd .
„Ich habe nie am Erfolg meiner Jungs gezweifelt“, ist Gudrun Dröge den Tränen nahe. Die Jungs vom Deutschlandachter haben sie „Olympiaköchin“ getauft. Drei Jahre lang hat sie als Küchenchefin dafür gesorgt, dass die Ruderer stets genügend Kalorien zu sich genommen haben, um fit zu sein für das Abenteuer London. „Und die haben wirklich hart gearbeitet, auf vieles, vieles verzichtet“, erklärt sie. und ist fast sprachlos über Gold.
Beim Public Viewing am Kanal zweifelte niemand
Eigentlich hatte niemand Zweifel am Erfolg der Jungs, vielleicht war ein bisschen Zweckpessimismus angesagt. „Denn im Sport weiß man nie“, erklärte einer der Rudelgucker, der seinen Urlaub extra so gelegt hat, dass er am Mittwoch vor dem Fernseher dabei sein konnte, ehe er heute wieder arbeiten muss. Und während draußen am Kanal viele Sonnenanbeter das schöne Wetter genossen, war hier der große Saal verdunkelt, um bloß auch alles auf der großen Leinwand erkennen zu können.
Und dann war es endlich so weit Gegen 13.30 Uhr hieß es für den Achter „am Riemen reißen“. Gu-drun Dröge presst die Daumen zusammen, so dass die Knochen weiß anlaufen, während der Achter Kurs auf die Goldmedaille nimmt. Rhythmische Klatschen im Bootshaus belohnen die Ruderer für die ersten zehn harten Schläge auf dem Dorney Lake von Eton. Nach 500m klare Führung für das deutsche Boot. Applaus aus Dortmund gibt’s obendrauf auf die tolle Energieleistung.
Die Briten kommen auf, doch die deutsche Maschine läuft noch rund. Jubel und Applaus nach 1000 Metern. Noch rund drei Minuten bis zum Sieg? Oder wird’s doch „nur“ Silber? Denn die Briten werden von den Fans an der Strecke nach vorne gepeitscht. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Da setzt auch rhythmisches Klatschen in Dortmund ein, so dass die Gläser auf den Tischen wackeln.
Dortmund zitterte – bis zur Gold-Einfahrt der Ruderer
„Das sind 2000 Meter, da gibt es auch schon mal Positionswechsel“, scheint sich sich Prof. Ulrich Hahn, Chef des RC Hansa , selbst zu beruhigen. Das Klatschen am Ems-Kanal erstickt fast den Liveton aus London. Nach 500 Meter bis zum Gold? Zittern, Fiebern. Und dann Jubel, als Deutschland sich immer weiter vor das Feld schiebt. Es ist die Goldmedaille, die erste nach 24 Jahren aus Seoul.
„Ich habe großen Respekt vor der Wahnsinnsleistung des Achters“, freute sich auch OB Ullrich Sierau . Vier Jahre hätten sich die Sportler mächtig reingehauen. Zum Glück habe Trainer Ralf Holtmeyer das Team richtig geformt und ihnen das „Siegergen“ eingepflanzt. 36 Siege in Folge unglaublich, so Sierau. Einfach nur grandios. „Das wird sicher auch Motivation für den Nachwuchs bringen“, so das Stadtoberhaupt, der die Sportler noch verabschiedet hatte. Und natürlich wird’s auch einen Empfang geben für die Goldjungs von Stadt und RC Hansa.
17:10
Nana, meine lieben CDU-Wähler: besser hat es noch Bundesinnenminister Friedrich gemacht, der war gleich in London. Hat noch weniger mit Rudern am Hut, noch weniger mit dem Dortmunder (!) Ruderleistungszentrum. Was hat Merkel mit der Fußballnationalmannschaft zu tun?
22:33
Geil, ich werd auch Bürgermeister. Bezahltes Fernsehgucken während der Arbeitszeit. Da können einem schon mal die Zahlen entgleiten.
18:56
hieß es für den Achter „am Riemen reißen“. Gu-drun Dröge presst die Daumen zusammen, so dass die
beim gutenbergen immer die tennzeichen aus dem text vorher beachten :D
18:17
Was hat eigentlich Herr Sierau mit den Ruderern zu tun? Mitjubeln vor der Kamera weil Wahlen anstehen? Der ist sich aber auch für nichts zu fies!!!
fahren Sie doch mal zum Clubgelände und fragen einfach mal die Ruderer, was die Stadt Dortmund (in Person von Ulli Sierau) mit den Sportlern zu tun hat und lassen Sie solche Kommentare einfach sein. Auch wenn Sie Herrn Sierau nicht mögen.