Dortmund hat ein neues „U“ – das „TU“ der Uni
04.11.2010 | 13:43 Uhr 2010-11-04T13:43:00+0100
Dortmund.Nach dem „U“ in der Stadt und dem „U“ auf den Westfalenhallen hat Dortmund jetzt sein drittes „U“. Mittwochabend drückte TU-Rektorin Prof. Ursula Gather um 19 Uhr gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Gesellschaft der Freunde der TU Dortmund, Prof. Bodo Weidlich, auf den Buzzer und illuminierte das neue rotierende „TU“-Logo auf dem höchsten Gebäude des Campus, dem Mathetower.
Wer sich nun der TU Dortmund nähert, wird bereits von Weitem den markanten Schriftzug wahrnehmen – ein grünleuchtendes Signal, das vom Campus bis in die Stadt hinein strahlt. Prof. Gather unterstrich die Außenwirkung, die das „TU“ entwickeln wird: „Über 85.000 Fahrzeuge pro Tag fahren allein auf der B1 an der TU vorbei, es wird bis in die Stadt zu sehen sein – und das jeden Tag!“
Die TU Dortmund verfüge damit über ein identitätsstiftendes Wahrzeichen. Wer im zunehmenden Wettbewerb der Universitäten Erfolg haben wolle, der müsse auch sichtbar sein. „Dies gilt natürlich in erster Linie für unsere Leistungen in Forschung und Lehre“, sagte die Rektorin.
Die technischen Daten des Symbols „TU“: 4,70 Meter hoch und 6,10 Meter breit, es wiegt es 6,7 Tonnen. 910 LED sorgen im Inneren für das weithin strahlende grüne Licht.
80.000 Euro Kosten
Die TU-Rektorin stellte auf der gestrigen kleinen Feier in ihrer kurzen Ansprache klar: „Das Logo wird aus unserem Etat für Baumaßnahmen finanziert.“ Zusätzlich habe die Freundegesellschaft angekündigt, einen deutlichen Beitrag zur Finanzierung des Lichtzeichens zuzusteuern. Die Kosten für das neue Leuchtlogo belaufen sich auf 80.000 Euro, ein Investment, das auf Jahre hinaus zu betrachten sei. Auch in puncto Verbrauch zeige sich das TU sparsam: Moderne LED-Technik sorge dafür, dass die Stromkosten für die Beleuchtung bei 200 Euro jährlich liegen.
Auch DFG-Präsident Prof. Matthias Kleiner zeigte sich begeistert von dem neuen Symbol auf dem Mathetower. Für die nächsten fünf Jahre will er persönlich die Kosten für die Beleuchtung des TU-Logos übernehmen.
07:49
Das ´tu´ steht doch bestimmt für ´total unnütz´ - oder ??
18:08
Das muss uns erstmal Einer nachmachen! Bin heute mittag stadtauswärts über die B1 unterwegs gewesen und da ich wusste, wo dieses Logo montiert ist und wie es in groß aussieht, habe ich es auch wirklich für ein paar Sekunden knapp über anderen Gebäuden und zwischen der Randbepflanzung *erahnen* können.
Respekt - diesen Eindruck für 80.000 Euronen hätte keine andere Stadt als Dortmund hinbekommen...
10:27
Mittwoch bin ich wieder am Campus. Direkt mal anschauen das gute Stück :)
00:41
Was zum Teufel haben 85.000 Autofahrer davon, wenn sie das tu sehen? Ändert sich irgendwas an den miserablen Studienbedingungen für die Studenten? Nein!
Das sollte der Maßstab für eine (offensichtlich nicht ganz kompetente) Uni-Rektorin sein und nicht irgendwelche öffentlichkeitswirksamen Leuchtbuchstaben, die man in jeder gewöhnlichen Fußgängerzone findet!
22:59
Sínd die Dots bei Logos und Titeln inzwischen aus der Mode gekommen? Vor ein paar Jahren wäre auf dem Dach noch ein tu.do zu finden gewesen.
21:38
#5 Für 80.000€ dreht es sich nicht, da hätten sie wohl 800.000€ hinlegen müssen ...
18:15
Auf dem Foto sieht das Logo sehr gut aus und kann darauf hinweisen, dass in Dortmund gute Bildungseinrichtungen vorhanden sind.
Ob wirklich 80000 EUR notwendig waren, ist aus meiner Sicht zu bezweifeln.
17:31
Die 80 000 Euro für das drehende und weithin sichtbare tu-Logo sind gut angelegt, da es auf die wichtigste Einrichtung der Stadt Dortmund und den Motor des Strukturwandels im östlichen Ruhrgebiet hinweist - die Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen der Region, allen voran die TU-Dortmund.
Bei den zukünftig fehlenden Millionen aus den Studiengebühren darf man sich getrost an die rot-grüne NRW Landesregierung wenden. Der Wegfall der Studiengebühren - durchaus auch in meinem Sinn - sollte doch angeblich voll kompensiert werden. Fragt sich nur- von welchem Geld? NRW ist bereits jetzt überschuldet.
So schön die TU auch ohne Studiengebühren ist, so ärmlich ist sie auch ohne dieses Geld ausgestattet. Für diese simple Erkenntnis braucht es noch nicht einmal ein kostenloses Studium auf Minimalbasis für Absolventen des Abitur für alle Programms.(Bätschelohr of basic arts, social affairs, minmal science and so on)
16:26
Auf der einen Seite 8,5 Millionen Euro einsparen (natürlich bei den wissenschaftlichen Mitarbeitern, die ohne schon immer mehr arbeiten, als sie laut ihren Teilzeitstellen müssen, und die man dank Zeitverträgen super wegrationalisieren sind), auf der anderen Seite zwei grüne Prestige-Buchstaben aufs Dach setzen.
Die Frustration an der Uni ist riesig. Das alberne Logo ist nur die Spitze des Eisbergs.
16:13
Ich kann das nichr verstehen, wie wird eine solche total sinnlose Baumaßnahme nur von Akademikern gutgeheißen die sehen wie Studenten morgens nicht mal einen Sitzplatz in der Physik-Vorlesung bekommen, obwohl sie im 2. größten Hörsaal abgehalten wird ...
Das ist genau wie das interkulturelle Begegnungszentrum an der TU Geldverschwendung pur. Der Frau sollte man mal eine Bratpfanne zwecks Selbstbehandlung Kopf-Pfanne verleihen.