Dortmund hat die Lampen an - und spart!
12.11.2009 | 17:23 Uhr 2009-11-12T17:23:00+0100Dortmund. Er ist der „Herr des Lichts” – zumindest in der Dortmunder Vorweihnachtszeit: Rolf Brammann, Geschäftsführer der City Marketing-Gesellschaft Dortmund. Wenn die Tage dunkel werden, knipst er die Leuchten an für vorweihnachtliche Atmosphäre. Die ist ab sofort übrigens ganzjahrestauglich.
Dortmund hat die Lampen an – wie immer im Advent, und das liegt nicht am Glühwein. Ab 19. November tauchen Schausteller und CMG die Innenstadt in heimeliges Leuchten. Und diesmal wird's besonders schön: der CMG ist nämlich ein Licht aufgegangen. Schon im letzten Jahr. Da hatten die Advents-Fachleute 38 Bäume testweise mit LED-Ketten geschmückt. Das, befand Brammann, „hat uns gut gefallen”. Und deshalb bekommen in diesem Jahr noch 290 Bäume mehr ihr neues glitzerndes Kleid. Was den Marketing-Experten am meisten daran gefällt: Sie sparen!
Geleastes Licht
Nicht auf den ersten Blick, sicherlich. Da nämlich haben sie runde 130 000 Euro investieren müssen - für die neuen Ketten (in einer allein leuchten allein 114 LEDs, Leuchtdioden übersetzt und wörtlich: Light Emitting Diode) und für die Manneskraft, um sie aufzuhängen. Geld übrigens, das sie nicht auf einen Schlag auf die Kette gekriegt haben. So leuchtend, winkt Brammann ab, seien die Zeiten eben nicht. Also ist das Licht geleast über die Sparkasse. DEW 21 und RWE schießen das Ihre zur Weihnachtsbeleuchtungsaktion in der City zu.
Ab sofort aber geht die CMG als leuchtendes Beispiel voran: Die neuen Ketten verbrauchen nämlich gerade mal acht bis zehn Watt. Umgerechnet auf die Jahresend-Saison bis 31. Dezember und bei sieben Stunden Licht pro Tag sind das knappe 2 000 Euro. „Bei herkömmlicher Beleuchtung”, erklärt Brammann, „wären die Stromkosten sechsfach so hoch!” Und ab nächstem Jahr kommt's noch besser: Dann muss das jetzt siebenköpfige Leuchten-Team, das zum Teil schon seit Anfang Oktober auf Tour ist, nur noch zur Kontrolle ausrücken. Die LED-Ketten, einmal im Baum installiert, bleiben übers ganze Jahr hängen und wachsen sozusagen mit.
Der Vorjahrestest hatte gezeigt: Von den damals 38 geschmückten Bäumen mussten die Lichtketten nur bei dreien repariert werden – sie waren beim Baumschnitt beschädigt worden. Während also in Klepping-, Kamp-, Hansastraße und rund um die Reinoldikirche das Licht künftig in den Himmel wächst, wird andernorts - noch - konventionell illuminiert. Und die Birnen per Hand eingeschraubt.
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