Dortmund feiert mit Humor Karneval und Rosenmontag
15.02.2012 | 12:44 Uhr 2012-02-15T12:44:00+0100
Dortmund. Auch Dortmund feiert wieder Karneval. Das Rosenmontags-Motto lautet in diesem Jahr: Europa bangt ums liebe Geld – doch heut’ regiert Humor die Welt! Hier eine Übersicht zu den Festivitäten inklusive Wegstrecke zum Rosenmontagszug
Wolle mer se reinlasse? Oder besser rauslassen? Die Sau? Die fünfte Jahreszeit schließlich steuert auf ihren Höhepunkt zu, fiebert Rosenmontag entgegen. Dann geht die bunte Maskerade los, die Narren reißen Wirtschaft, Politik und der halben Welt die Maske vom Gesicht! Was Sie trotz Pappnase wissen müssen:
Für Euro, Wulff und FDP / ist keine Rettung in der Näh... – Sie werden diesen Wagen im Festzug finden. Nebst einem unsrer schönsten Urlaubsländer, Frau Europa und der lieben Knatter. Also: Kohle, wie der Ruhrpottler sagt. Die fliegt, so rein verbal, garantiert so tief wie die Kamelle. Aber: Stört uns das? Nein – wie das Motto des diesjährigen Rosenmontagszuges zeigt: „Europa bangt ums liebe Geld – doch heut’ regiert Humor die Welt!“ 20 Wagen, vier mal elf närrische Programmpunkte, steuern ab 14 Uhr vom Festplatz an der Eberstraße Richtung Friedensplatz. Da laufen sich die Narren schon seit 14 Uhr bei einer karnevalistischen Revue warm – und feiern bis 18 Uhr. Oder bis ihnen die Kohle ausgeht... Kleiner Tipp: Diesmal besser kein Zaziki essen. Dazu werden nämlich höchstens dumme Sprüche serviert.
Jetzt fliegt sie uns wieder um die Ohren, „Freddies Melange“ oder die königlich süßen „Royal Sweets“, und das kiloweise. Wobei: Der eine oder andere Karnevals-Wurfmaterial-Laden ist ausverkauft. Macht nichts, oder? Angesichts der Aussichten könnte man doch auch Papiertaschentücher unters Volk werfen. Um die Tränen zu trocknen. Weil doch eh alles zum Heulen ist? Nein, weil uns drei Tage lang die Tränen vor lauter Lachen übers Gesicht laufen...
Vorsicht vor Wurfbonbons
Süßes ist schlecht für die Zähne. Diese dentale Binsenweisheit gilt ganz besonders im Karneval. Dann nämlich, wenn ein Schneidezahn irrfliegendem Zuckerwerk zum Opfer fällt, warnen die Experten von der ARAG. Also: Besser wegducken, wenn die Kamelle tief fliegen. Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld bei Bonbon-Beulen besteht nämlich meistens nicht.
Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Wenn Sie nämlich einem Kölner sagen würden, Rosenmontag sei kein gesetzlicher Feiertag, dann fragt er garantiert, ob Ihnen das ein Vögelchen unter Ihrem Pony eingeflüstert hat. Tatsächlich aber gelten auch Karneval keine närrischen Ausnahmesituationen am Arbeitsplatz. – Es sei denn, der Chef setzt Ihnen die Pappnase höchstpersönlich auf.
Karneval macht Krach
Ihnen ist das Getöse mit Helau und Alaaf zu laut? Dann helfen nur Ohrstöpsel. Denn beschweren hilft an diesen Feiertagen nicht. So ist es nicht nur kein Problem, wenn der Karnevalsumzug eine Lautstärke von 70 Dezibel überschreitet, sondern auch, wenn die vorgeschriebenen Ruhezeiten ab 22 Uhr nicht eingehalten werden können.
Der war schon als Ganove verkleidet? Und der süßen Prinzessin, der hätten Sie das nie zugetraut? Leider haben an den tollen Tagen nicht nur Pappnasen sondern auch Langfinger Hochsaison. Schunkelnde Menschenmengen und übervolle Kneipen sind eben nicht nur für Frohnaturen verlockend. Auch Taschendiebe haben daran ihre Freude und mit der Maskierung so gar keine Probleme. Also bitte: Nur das Nötigste am Körper tragen und sich möglichst zum Bierchen einladen lassen... Wenn mit der achtlos abgelegten Jacke nämlich zum Beispiel ein Autoschlüssel und dann auch das Auto selbst geklaut werden, kann die Kaskoversicherung den Schutz wegen grober Fahrlässigkeit verweigern. Und wer in Feierlaune mit Kreditkarte bezahlen möchte – am besten gleich die Sperrnummer der Bankhotline im Handy speichern.
Weiberfastnacht
Am Donnerstag sind die wilden Weiber los- und ausgelassen! Und dürfen vielerorts feiern, ohne die Herren der Schöpfung am Rockzipfel. Nicht so „Zum Volmarsteiner Platz“: Da gehen Männlein und Weiblein mit „Katja & Ulf“ auf Schlagerreise.
Jeck sind wir auch im Alter – dann geht’s halt nur ein bisschen früher los. Nämlich um 15.11 Uhr am Donnerstag im Dietrich-Keuning-Haus. Gemeinsam mit den Groß-Dortmunder Ruhrstadtfunken wurde ein buntes Programm erstellt mit Büttenreden, Schautänzen, Tanzgarde und Tanzmariechen. Und der ganze Spaß kostet 3 €.
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