Dortmund feiert BVB und Double mit spektakulärem Autokorso

Double-Jubel in Dortmund: Menschenmassen feierten Jürgen Klopp und den BVB beim Autokorso am Borsigplatz. Foto: Knut Vahlensieck (Westfälische Rundschau)
Double-Jubel in Dortmund: Menschenmassen feierten Jürgen Klopp und den BVB beim Autokorso am Borsigplatz. Foto: Knut Vahlensieck (Westfälische Rundschau)
Was wir bereits wissen
200.000 Fans haben am Sonntag ihre BVB-Helden gefeiert. Der Meistertruck startete um 17.53 Uhr an der Westfalenhütte und kam mit einer Stunde Verspätung erst nach 23 Uhr am U-Turm an. Hier gibt's die Chronologie eines ereignisreichen Tages!

Dortmund.. Dortmunds letzter Tag im BVB-Ausnahmezustand in der Hammer-Saison 2011/2012: Kurz vor Schließung der Wahllokale (Landtagswahl war schließlich trotz der Meisterfeier Pflicht) startete der Autokorso mit den Double-Gewinnern der Borussia — von der Westfalenhütte über Borsigplatz und Wall ging's zum U-Turm, wo der Meistertruck erst nach 23 Uhr ankam. Eigentlich sollte schon um 22.09 Uhr Schluss sein. Hier gibt's den Tag nochmal in der Chronologie!

23.23 Uhr: Die Veranstaltung ist offiziell aufgelöst. Schön war's gewesen — nächstes Jahr gerne wieder! Die offizielle Bilanz kommt dann am Montag. Gute Nacht! Und Träumt süß von Schwarz-Gelb!

23.16 Uhr: Die Polizei hat die Rheinische Straße an der Unionstraße abgesperrt, damit die Fans nicht noch weiter neben dem Truck herlaufen. Voll ist es zwar immer noch, aber erträglich. Und es wird leerer.

23.09 Uhr: Jetzt hat der Korso offiziell eine Stunde Verspätung. Geht ja eigentlich noch — im Gegensatz zum vergangenen Jahr.

23.07 Uhr: An der Rheinischen Straße ist ein aufblasbares Tor aufgebaut, das die Spieler gleich passieren müssen: "Viel Erfolg für die neue Saison!" Offenbar geht's jetzt doch ein bisschen schneller weiter. Das Gedränge löst sich langsam.

22.57 Uhr: Kevin Großkreutz unterhält die Menge: Mit Mikro in der Hand stimmt er BVB-Schlager an. Es ist unfassbar voll rund ums Westentor. Und alle fragen sich: Wie soll sich die Menge hier wieder auflösen? Wohin sollen die Spieler verschwinden?

22.54 Uhr: Der Korso ist jetzt fast am U-Turm angekommen — aber kurz vor der Kreuzung zur Rheinischen Straße ist jetzt absoluter Stillstand angesagt. Die gute Nachricht: Hinter dem Autokorso ist es jetzt leer. Die schlechte: Glasflaschen wurden geworfen — große Bengalos gezündet.

22.29 Uhr: Mittlerweile passiert der Tross die Thier-Galerie. Und es ist nicht wirklich wärmer geworden. Auch die BVB-Profis werden immer müder, viele drehen den Fans schon den Rücken zu. Zur Erinnerung: Ursprünglich sollte der Autokorso um 22.09 Uhr ankommen, so zumindest die Hoffnung bei den Planungen im Vorfeld.

22.12 Uhr: Ein Grund, aus dem es so irrsinnig langsam vorangeht: Immer wieder werden Bengalos gezündet. Die Polizei bitte die Fans immer wieder, es sein zu lassen — ein Aufruf, der nicht ankommt. Aber großartig einschreiten muss die Polizei nicht.

22.09 Uhr: Jetzt soll der Korso am U-Turm sein — das wird knapp. Er ist erst an der Hansastraße kurz vorm Theater.

22.03 Uhr: Auch die Polizei ist bestens gelaunt. Besonders der Sprecher, der die Fans per Lautsprecher von der Strecke scheucht, hat Spaß an seinem Job: "Bitte gehen Sie ein Stück zurück. Hier kommt der Deutsche Meister — hier kommen Ihre Spieler! Wir sehen uns 2013 an gleicher Stelle wieder!", verkündet er immer wieder.

21.59 Uhr: So ganz taufrisch sehen die Jungs inzwischen nicht mehr aus. Sie müssen ja auch schon seit vier Stunden pausenlos jubeln und Schale und Pokal zeigen. Am liebsten macht das übrigens Weidenfeller: Ständig küsst, herzt und präsentiert er das Metall.

21.55 Uhr: Laut meinbvb.de musste der BVB schnell warme Jacken zum Meistertruck schaffen. Kalt in Dortmund. Und Meister sollen ja nicht vor Kälte zittern.

21.46 Uhr: Inzwischen sitzt die halbe Mannschaft vorne auf dem Meistertruck. Großkreutz ist zwar nicht dabei, aber dafür hat er mittlerweile drei schwarz-gelbe Schals um. Man sieht ihn in der Dortmunder Dunkelheit aber nur, weil der Truck jetzt mit Flutlicht angestrahlt wird.

Übrigens: Gleich kommt der Korso an der Kleppingstraße an — und damit ist er fast an Südwall und Friedenspatz angekommen.

21.33 Uhr: Die Top 3 der gesungenen BVB-Lieder entlang des Autokorsos: Dritter ist "Adi adi adi adi oh, BVB 09" hinter "Wir sind alle Dortmunder Jungs". Sieger ist unserer Meinung nach: "Wer ist deutscher Meister? BVB Borussia." Unterdessen laufen Flaschensammler mit dicken Müllsäcken durch die Stadt und machen wohl das Geschäft ihres Lebens.

21.24 Uhr: Endlich gibt's offizielle Schätzungen von Polizei und Stadt: 200.000 sind in der Stadt unterwegs, "der Trend geht aber nach oben", meint Stadtsprecher Meinders. Die Stimmung sei so euphorisch wie 2011, "einfach eine supergute BVB-Sause." Dramatische Engpässe gibt es nicht — Menschen von 0-95 Jahren können unbeschwert ihren Verein feiern. Auch in Sachen Sicherheit ist die Stadt zufrieden. Außer den üblichen Scherereien gab es bislang keine Zwischenfälle. Obwohl immer wieder Bengalos gezündet werden. Gerade in diesem Moment schon wieder...

21.12 Uhr: Respekt! Ein Imbiss an der Kaiserstraße will heute 1000 Bratwürstchen verkaufen. Aber bei den Mengen dürfte das kein Problem sein. Selbst Läden, die nichts mit Gastronomie zu tun haben, haben Unmengen an Dosenbier geordert. Meist stehen gleich mehrere Paletten vor der Tür. Kostenfaktor: 2,50 Uhr.

Kevin Großkreutz findet auf dem Korso-Truck kaum Worte

21.07 Uhr: Kevin Großkreutz findet im Gespräch mit Dickel kaum Worte. "Wenn ihr mal in die Gesichter schaut: Was geileres gibt's nicht", sagt er. Und Jubel mit krächzender Stimme.

21.05 Uhr: Der Meistertruck ist kurz vor der Kaiserstraße. Gut die Hälfte ist geschafft — aber bis 22.09 Uhr wird er's wohl nicht bis zum U schaffen.

20.58 Uhr: Der Korso ist auf den Wall eingebogen. "Hey, was geht ab — wir feiern die ganze Nacht" dröhnt aus den Lautsprechern. Götze und Weidenfeller liegen sich in den Armen und halten die Schale hoch.

20.53 Uhr: Immer wieder greifen die Meister-Spieler auf dem Truck zu ihren Handys, tippen, lesen, schießen Fotos von der Menge unter ihnen.

20.44 Uhr: Hammer-Zahlen: Stadtpressesprecher Michael Meinders schätzt, dass 250.000 BVB-Fans in der Stadt unterwegs sind.

20.26 Uhr: Ein paar Meter noch, dann biegt der Truck auf den Wall ein. Wahnsinn, wie voll es auf der Strecke ist. Im vergangenen Jahr waren ja schon massig Menschen da — aber heute?!

Offenbar macht sich nicht nur das Double bemerkbar, sondern auch die Tatsache, dass es keine Abschluss-Veranstaltung an der Westfalenhalle gibt wie 2011. Alles spielt sich also im Korso und auf der Straße ab.

20.25 Uhr: Selbst an der Strecke werden Bengalos gezündet. Zwar nur auf der Grünfläche neben der Weißenburgerstraße, aber trotzdem gefährlich.

20.18 Uhr: Ganz so schlecht wie im vergangenen Jahr liegt der Korso noch nicht in der Zeit. Ein Drittel der Strecke ist geschafft — allerdings ist schon mehr als die Hälfte der anvisierten vier Stunden rum. Im letzten Jahr sah's aber noch schlechter aus. Sebastian Kehl meinte dazu nur: "Ich hoffe, die Jungs haben genug Bier an Bord."

20.25 Uhr: Sebastian Kehl im Gespräch mit Dickel: "Wir wissen, dass uns die Fans immer unterstützen — das tut wahnsinnig gut. Diese Saison hat Maßstäbe gesetzt. Im nächsten Jahr noch mehr zu erwarten wäre vermessen. Aber wir verprechen, uns zu bemühen und das beste rauszuholen!" Triple? Schafft ihr schon!

20.00 Uhr: Der Meistertruck nimmt jetzt über Oesterholz- und Weißenburgerstraße direkten Kurs auf den Wall. Hinter dem Korso ist es allerdings dermaßen voll, dass die Fans in Massen in die Nebenstraßen abbiegen, um den Zug zu überholen und ihm ein Stück weiter nochmal zujubeln zu können.

19.44 Uhr: Jetzt spricht Norbert Dickel mit Roman Weidenfeller, der gestern beim Bayern-Spiel verletzt vom Platz musste: "Natürlich tut meine Rippe noch ein bisschen weh — aber ganz ehrlich: Bei dem Ganzen hier spürt man keinen Schmerz mehr." Dickel: "Gab's gestern innere Hopfenwickel?" — "Klar! Das Bier floss in strömen. Wir haben ne feucht-fröhliche Nacht gehabt. Ging bis heute morgen."

19.42 Uhr: Was darf bei einer Umrundung nicht fehlen? Der Meisterhit aus dem letzten Jahr von BVB-Legende Aki Schmidt: "Rubbeldikatz am Borsigplatz" schallt es tausendfach an der Gründungsstätte der Borussia.

19.31 Uhr: Immer wieder stoppt der Zug. 50 Meter noch — dann biegt der Meistertruck vom Borsigplatz-Kreisel in die Oesterholzstraße. Ab da geht's sicher ein bisschen schneller. Am Wall stehen sich die Fans schließlich schon seit über zwei Stunden die Beine in den Bauch. Eine Extra-Runde um den Platz gibt's heute sicher nicht mehr.

BVB-Autokorso kommt in Dortmund nur schleppend voran

19.27 Uhr: Schleppend geht es voran, der Zug mit den Double-Gewinnern bahnt sich mühsam seinen Weg um den Borsigplatz. Bereits am frühen Abend ein kleines Problem: betrunkene Fans. Unsere Reporterin sah etwa ein "harmlose Prügelei" zweier Schwarzgelber, die sich wegen einer Nichtigkeit in die Haare bekamen. Ein paar "Verwirrte" zünden Böller.

19.25 Uhr: Der BVB kreiselt, dazu Emotionen pur am Borsigplatz: Wildfremde Menschen liegen sich in den Armen, Tränen fließen. Und immer wieder stimmen sie an: "Wir sind alle Dortmunder Jungs". Die Polizei ist damit beschäftigt, euphorisierte Fans aus dem Weg zu räumen und ruft über Lautsprecher: " Bitte treten Sie zurück, zu Ihrer eigenen Sicherheit!" Und weiter: "Der Deutsche Meister rollt heran." Applaus vom Straßenrand.

19.22 Uhr: Jürgen Klopp prostet auf dem Meistertruck Norbert Dickel zu: "Auf den Rekordmeisterpokalsieger-Besieger!" Auf die Frage, warum er (wie schon im vergangenen Jahr) seine verspiegelte Riesen-Sonnenbrille trage, meint er nur: "Ich hab gestern nix getrunken. Kann heute alles aufsaugen." Dickel kann darauf nur noch eins sagen: "Haut euch einen rein — wir machen's auf jeden Fall."

Ehrlich gesagt: Das ist ein Ratschlag, denn Klopp zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr braucht...

19.04 Uhr: Der Autokorso biegt auf den Borsigplatz ein. Die enthusiastischen Fans werden gebeten, dem Truck nicht allzu nah zu kommen. Die Stimmung? Meisterlich! Pokalsieger-würdig!

18.56 Uhr: Vorne oben auf dem Meistertruck haben es sich Kapitän Sebastian Kehl mit der Schale und Patrick Owomoyela mit Gipsbein bequem gemacht. Auf der "Ladefläche" sieht man Jürgen Klopp und Kevin Großkreutz. Was halten sie in der Hand? Bier natürlich.

18.41 Uhr: Mittlerweile sind es 12.000 Anhänger auf dem Friedensplatz. Die Polizei bittet alle in Dortmund, auch den Rathaus-Platz nicht mehr anzusteuern.

18.41 Uhr: BVB-Geschäftsführer "Aki" Watzke ist wieder ergriffen angesichts der Massen am Straßenrand, die der Borussia zujubeln: "Das hier kann man nicht beschreiben, einfach unfassbar geil. Ein Traum!" Er habe schon wieder Gänsehaut. Und gab das Ziel aus, nun in Europa "was reißen zu wollen. Wichtig aber ist, dass wir diesen Menschen hier weiter Freude machen mit unserer Art, Fußball zu spielen."

18.37 Uhr: Das ist mal eine gute Vorbereitung: Um eine kuschelige Wohnzimmer-Wohlfühl-Atmosphähre geneißen zu können, haben Fans eine Couch und ein Tischchen an den Borsigplatz geschleppt. Ein Teppich rundet das Bild ab. So schmeckt das Bier in der Sonne besonders gut!

18.30 Uhr: Erste Zahlen von Stadt-Pressesprecher Udo Bullerdieck: Am gesperrten Borsigplatz halten sich etwa 10.000 Menschen auf, auch am Friedensplatz tummeln sich seiner Einschätzung nach die selbe Menge BVB-Fans. "Alles ist gut, alles friedlich", so sein Zwischenfazit auf den gesamten Tag bezogen.

18.17 Uhr: Große Toilettennot am Borsigplatz. Die drängendste Frage für viele Fans ist momentan: "Wo gibt's hier ein Klo?" Auch die Polizei kann nicht weiterhelfen, verweist hilfsbereit auf Gaststätten. Die liegen allerdings außerhalb der Absperrung - und so laufen die Besucher mit dringenden Bedürfnissen Gefahr, nicht mehr auf das Gelände gelassen zu werden. Einige Fans überlegen da nicht lange und funktionieren kurzerhand Häuserwände in Klos um.

Beste Plätze am überfüllten Borsigplatz für Anwohner

18.06 Uhr: Die Fans am rappelvollen Borsigplatz verkürzen sich die Wartezeit auf den Korso und überbieten sich in lautstarken Chören. Auf den Bäumen haben sich waghalsige Kletterer längst Logenplätze gesichert und sogar einen Teddybären auf einen Ast gesetzt. Die Zugänge zum traditionsreichen Platz unweit der BVB-Gründungsstätte sind nach Auskunft der Polizei bereits vor der Abfahrt des Korsos an der Westfalenhütte gesperrt.

17.59 Uhr: Die besten Plätze für den Blick auf den Korso haben auf jeden Fall die Anwohner am Borsigplatz. Stolz schwenken sie Fahnen aus den Fenstern und genießen entspannt den Anblick der schwarz-gelben Masse an Fans.

17.53 Uhr: Der Mannschaftswagen rollt gaaaanz laaaangsam an der Westfalenhütte los: Begleitet von Ordnern und mit einem Band abgesichert, tuckern die Double-Helden des BVB auf den Borsigplatz zu.

17.47 Uhr: Die Mannschaft hat es sich auf dem Meistertruck bequem gemacht, es kann gleich - schon wieder oberpünktlich - losgehen.

17.40 Uhr: Der Borsigplatz ist "dicht", kein Zugang mehr möglich, sagt die Polizei unserer Reporterin.

17.35 Uhr: Die Organisatoren von der Stadt bitten, anstelle des Borsigplatzes auf andere Stellen an der Korso-Strecke auszuweichen, damit alle BVB-Fans wirklich einen Blick auf den Meistertruck werfen können.

17.32 Uhr: Ankunft der Mannschaft an der Westfalenhütte. Die sieht ähnlich übermüdet aus wie viele Fans, von denen einige die Nacht durchmachten und direkt aus Berlin zum Borsigplatz durchfuhren. Feier-Kondition haben die Dortmunder nun mal.

17.28 Uhr: Etwa 5000 schwarz-gelbe Anhänger bevölkern den Borsigplatz, der noch zugänglich ist. Dagegen ist die Brackeler Straße gesperrt.

17.20 Uhr: Die Bäume auf dem Borsigplatz melden „ausverkauft“. Die Mannschaft wird erst in etwa einer Stunde hier sein. Wer nicht zum Borsigplatz kommen kann/will, dem bieten die Schausteller am Friedens- und Hansaplatz, ander Reinoldikirche und im Hoeschpark Public Viewing an.

17.15 Uhr: Aus der City strömen immer noch Fans Richtung Borsigplatz. Auf der Oesterholzstraße positionieren sich Fans. Polizei und THW bereiten die Straßensperren vor. Aus Kneipen dringt BVB-Musik. Müßig zu erwähnen: Die ganze Stadt hat sich wieder in schwarz-gelb gehüllt, die City ist voll mit Menschen, das Familienfest der Schausteller rund um die Reinoldikirche zieht auch heute wieder viele an.