Dortmund: ein Lebensgefühl
19.06.2009 | 21:38 Uhr 2009-06-19T21:38:00+0200
Mit stehenden Ovationen hat die SPD jetzt in der Alten Schmiede in Huckarde ihren OB-Kandidaten Ullrich Sierau gefeiert - und den offiziellen Aufschlag zum Kommunalwahlkampf gemacht.
Kampfbereit und siegessicher präsentierte sich Sierau in seiner 45-minütigen Rede. Vor knapp 200 Delegierten machte Sierau deutlich: „Arbeit und Wirtschaft stehen an erster Stelle.” Ziel sei, die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze innerhalb der nächsten Jahre von 200 000 auf 300 000 hochzuschrauben. „Wir müssen bei der Arbeitslosenquote eine einstellige Zahl vor dem Komma erreichen.”
Dass er die kommunale Unternehmensfamilie erhalten und weiterentwickeln will, hat Sierau mehrfach erklärt. Jetzt ging er noch einen Schritt weiter und schloss betriebsbedingte Kündigungen bei den Stadt-Töchtern aus. 60 Jahre hätten Sozialdemokraten die Stadt erfolgreich regiert - und Dortmund werde auch am 30. August „Herzkammer der SPD bleiben”. Erneut bemühte Sierau sein Bild vom Schiff, vom fahrenden Schiff. „Wir brauchen einen Kapitän, der den Maschinenraum kennt, der Torpedoabwehr kann und die Faulenzer auf dem Sonnendeck verscheucht.” Donnernder Applaus.
Dortmund sei mehr als eine Stadt. „Dortmund ist ein Lebensgefühl”, rief Sierau, der sich kämpferisch zeigte gegen „diejenigen, die alte Menschen ausgrenzen”. Gegen private Wohnungskäufer, die keine Verantwortung zeigten „und die Lebensgrundlagen gefährden”. Da stand einer auf der Bühne, der weiß, wie die Partei tickt, was Sozialdemokraten hören wollen. Der politische Gegner? Den streifte Sierau nur kurz. Sein Gegenkandidat von CDU/FDP, der parteilose Rechtsanwalt Joachim Pohlmann, sei „nett anzusehen, hat aber verdammt wenig Inhalt”. Wenn er die hochgestreckten Daumen der CDU-Vorderen sehe, obwohl die CDU bei der Europawahl 6 % verloren habe, „dann kann man den Verdacht haben, es handelt sich um einen bedauerlichen Fall von Tablettenmissbrauch”.
Vor Sieraus Auftritt hatten SPD-Fraktionschef Ernst Prüsse und Parteichef Franz-Josef Drabig die Delegierten wie üblich eingestimmt. „Die SPD ist die wahre Linke im Rathaus”, rief Prüsse. „Linker als die Grünen.” Pohlmann? Der sei ein früherer FDP-Mann gewesen, Mitbegründer des oppositionellen Bürgerforums Phönix und „ein Wolf im Schafspelz, der zum Hampelmann von CDU und FDP” werde. Pohlmann müsse erkennen, dass ihm die Schuhe eines Günter Samtlebe und Gerhard Langemeyer zu groß seien. „Es macht Spaß, in Dortmund Wahlkampf zu machen”, sagte Parteichef Franz-Josef Drabig. Es gelte „rot pur”. Und, wörtlich: „Wir wollen keine Koalition mit Hengstenberg und der CDU.”
10:00
Lüner Leser das war Spitze !!! Prüsse, Drabig, Langemeier und Konsorten sind an Arroganz und Ignoranz duch nichts zu überbieten.
Dortmund 60 Jahre erfolgreich Regiert. Die rauchen doch Bananen !!
16:22
Dortmund, die soziale Stadt. ( Hallo, wo ist die denn ? )
Ich kann mir weder den Eintritt im Konzerthaus leisten, noch irgendwann mal mein Segelboot auf dem Phoenix-See zu Wasser lassen, da ich mir nie eins kaufen kann.
Dortmund bräuchte mal einen wirklich sozialen Bürgermeister.
Keinen Rechtsanwalt und auch keinen Verwaltungschef.
Schon PLATON schrieb in seinem Buch
Politeia, welches er mit etwa fünfzig Jahren
verfasste, dass ein Guter Staatsmann ein Philosoph
sei.
Die Linke schickt mit Helmut Manz einen Philosophen ins rennen.
ERGO : BESSER GEHTS NICHT !
Ein Anderes - ein l(i)ebenswertes Dortmund für alle Bürger und nicht nur für die oberen 10% ist möglich !
11:53
vor Pohlmann möge uns Gott behüten. aber Sierau wird auch jeden Tag peinlicher... Wen wähl ich denn bloß??? *verzweifelt*
11:26
Sierau im Schlaf hat 5000% mehr Profil als Pohlmann, der seine Mitarbeiter in der Kanzlei knechtet. Aber wer sich äußert, fliegt raus. Toller Kandidat, der so Typen wie Herrn gabriel anspricht!
00:52
Dann werden die Sozen den Dortmunder Bürgern das Alkoholtrinken im Öffentlichen Raum sicher nicht verbieten wollen.
Wer so links sein will, ist dann sicher auch tolerant und sucht nach sozialen Lösungen statt mit der Verbotskeule zu kommen. :-)
Die Grüne Jugend kann in diesem Zusammenhang sicher auch begründen, warum unter ihrer massiven Mitwirkung aus Toleranzgründen ein Rauchverbot zustande gekommen ist - quasi als soziale Lösung;-)
21:04
Die 100.000 Arbeitsplätze sind überhaupt kein
Problem - jeder der in Dortmund Sozialleistungen bezieht, in welcher Form auch immer, bekommt einen persönlichen Sozialbetreuer der beständig die Bedürftigkeit durch Hausbesuche, Nachbarbefragungen und Hinterherschleichen überprüft und darüber
Betrichte verfasst.
Da ja Subventionen nunmehr lt. EU öffentlich gemacht werden kann auch jeder
die Höhe der Leistungen, welche sein Nachbar erhält, im Internet nachlesen.
Nach jeweils 18 Monaten wird dann gewechselt - die Sozialbetreuer, ohnehin nur befristet eingestellt, werden entlassen,
die vormals Betreuten erhalten eine neue (befristete) Anstellung als Sozialbetreuer.
Da sie ja Arbeitslos waren und erst eingearbeitet werden müssen erhält die Stadt Dortmund als Arbeitgeber vom Arbeitsamt 75 % der Lohnkosten als Zuschuss zur Einbeitung bzw. Vermittlungsprämie für Arbeitslose.
Die Polizei wird duch eine neue SS (=Sozial-Staffel) ergänzt. Gleiches Finanzierungsmodell.
Teure Uniformen braucht es dafür nicht - Armbinde SS genügt. Und mobil wird die Truppe mit dem Sozial(Staffel)ticket für Bus und Bahn.
Jetzt nicht lachen - wir werden es erleben....J
Geplant und gesteuert wird das übrigens von
Über-DOSIS - dem neuen DOrtmund SozIal-Stasi - einem weiteren Unternehmen der Unternehmensgruppe VEB Dortmund -
Mehrheitsgesellschafter wie immer die Dortmunder Stadtwerke.
Eventuelle Verluste werden wie gehabt mit
Erhöhungen der Strom- und Wasserpreise ausgeglichen....
12:59
Eine verzweifelte Partei redet sich selbst stark und wird dennoch am 30.8. ein Desaster erleben. So haben sie vor der Europawahl auch getönt, und nachher haben sie sich wie begossene Pudel aus dem Rathaus geschlichen.
21:30
Was würde ein Aphoristiker zu derartigen Elogen der Dortmunder Leuchtturmpartei sagen:
Vor der Fassade des Größenwahns blüht das Unkraut der Überheblichkeit.
17:04
„Dortmund ist ein Lebensgefühl” - das weiss auch jeder fünfte Dortmunder/in, die mittlerweile unter der Armutsgrenze leben. Soviel zum Erfolgsmodell der SPD.
Schon OB Dr Langemeyer versprach mit Udo Magers doprojekt - einer McKinsey Thyssen-Krupp Beruhigungspille für den Raub der Stahlindustrie - 70 000 neue Arbeitsplätze - wenige tausend sind es nun 10 Jahre danach geworden. Der Möchtegern OB Sierau toppt das nochmal mit 100 000 Arbeitsplätzen. Was hat der vorher eigentlich geraucht und/oder getrunken?
Es stellt sich da die einfache Frage: Für wie blöde halten die etablierten Parteien eigentlich das Volk?
15:50
100000 neue Arbeitsplätze ? Wo sollen die herkommen Herr Sierau ? Rechnen konnten die Genossen ja noch nie und realitätsfremd sind sie auch noch. Das beste Beispiel war, als die Stadtspitze Langemeyer / Sierau verkündete, die Loveparde hatte 1,6 Millionen Teilnehmer. Da hat wohl jeder an den Fingern für sich gezählt und man hat die Zahlen dann zusammen gerechnet. Die Krönung war, das der feine Herr Sierau auf der Nachbesprechung einige Wochen später die Teilnehmer immer noch mit diesen Zahlen angelogen hat. Was von von solchen Leuten zu halten hat, sollte jeder einmal überlegen. Außer leeren Versprechungen, siehe oben und Beleidigungen seines Konkurenten Herrn Pohlmann kommt von Herrn Sierau nichts konkretes. Man bewahre uns vor dem Selbstdarsteller Sierau, so einen hatten wir schon mal in Berlin und kam von der gleichen Partei ! ! ! Große Sprüche und nichts dahinter !!!