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Warnstreik

Donnerstag droht Stillstand

01.02.2010 | 18:38 Uhr

Höchstwahrscheinlich wird die Gewerkschaft Verdi nach der gestern ergebnislos vertagten 2. Tarifrunde alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst für Donnerstag, 4. Februar, zum flächendeckenden Warnstreik in Dortmund aufrufen.

Riens ne va plus. Nichts geht mehr. 24 Stunden lang. Aufgerufen werden alle rund 7000 städtischen Beschäftigten und die Mitarbeiter der Stadttöchter wie EDG oder Stadtwerke. Damit geht es um 15 000 bis 20 000 Beschäftigte. Der öffentliche Nahverkehr mit Bus und Bahn droht, zum Erliegen zu kommen. Denkbar ist, dass sich auch die Beschäftigten von Fabido und die Erzieherinnen der 110 Kitas dem Ausstand anschließen. Verdi-Chef Frank Bsirske nannte gestern explizit Kitas, Verkehrsunternehmen, Krankenhäuser, Abwasserentsorgung und Verwaltungen als Orte, die bestreikt werden könnten. Eine Kundgebung der Streikenden ist auf dem Friedensplatz geplant, ab 11.30 Uhr hat sich auch Bsirske angekündigt.

Hintergrund: Die Arbeitgeber lehnen die Forderung von fünf Prozent Zuschlag für die 1,3 Millionen Angestellten des Bundes und der Kommunen ab. Erst vor wenigen Tagen hatte Interims-Kämmerer Jörg Stüdemann die Personalkosten in Dortmund auf 300 Millionen Euro beziffert.

Peter Ring

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