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Doch am Weihnachtsbaum wird nicht gespart

23.11.2009 | 18:31 Uhr
Doch am Weihnachtsbaum wird nicht gespart

Dortmund. Auch Dortmunds berühmte Riesentanne stand auf der geheimen „Giftliste” der Sparvorschläge, mit der die Stadt ihre finanzielle Schieflage in den Griff bekommen wollte. Doch am Baum wird nicht gespart.

Letztlich entschied man sich aber dazu, den Baum nicht zu fällen - wohl auch wegen der erhofften Strahlkraft des 45 Meter hohen und mit 1700 Sauerlandfichten ummantelten Stahlgerüstes auf dem Hansaplatz, dessen Lichter am heutigen Montag abend offiziell von Oberbürgermeister Ullrich Sierau angeknipst wurden. Immerhin hat die Stadt ihren Anteil an der Finanzierung des hohen, aber definitiv nicht „höchsten Weihnachtsbaumes der Welt” schon vor Jahren eingefroren. Der Steuerzahler trägt nur noch rund ein Drittel der Gesamtkosten von 240 000 Euro für die Errichtung des Baumes, seine feuerpolizeiliche Absicherung und die inzwischen auf LED-Technik umgestellte Beleuchtung. Den Rest zahlen die Schaustellter auf dem Weihnachtsmarkt.

Der größte natürlich zusammengestellte Weihnachtbaum aus 1.700 Sauerland-Rotfichten mit einer Höhe von 45 Metern wird am 23.11.2009 vom Dortmunder OB Ullrich Sierau "eingeschaltet" und leuchtet bis zum 27.12.2009 auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt auf dem Hansaplatz

Die dicke Bescherung für die Bürger kommt 2010: Die Stadt dreht an der Steuer- und Gebührenschraube. Die Verwaltung liefert konkrete Vorschläge und Zahlen. Zwischen 8,27 und 11,16 Euro mehr Grundsteuer B sollen beispielsweise Einfamilienhausbesitzer ab dem 1. Januar 2010 Jahr zahlen. Die geplante Hebesatzerhöhung für die Grundsteuer gehört zum dicken Einahmeverbessserungspaket, das den Stadt-Etat ausgleichen helfen soll und den Bürger zur Kasse bittet.

Während der Hebesatz bei der Grundsteuer B von 470 auf 490 Punkte steigen soll, wird für die Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke) eine Anhebung von 184 auf 245 Punkte geplant. Die Grundsteuer A ist in Dortmund eher unbedeutend: von 140 000 auf 186 400 Euro/Jahr insgesamt soll sie in der Summe nach der Erhöhung steigen. Bei den Eigenheimen und den Gewerbegründstücken ist der Effekt deutlich höher: um 3,7 auf 90,4 Mio Euro sollen die Einnahmen des Kämmerers in die Höhe gehen.

Den dicksten Batzen der erhofften Mehreinnahmen soll aber die Anhebung des Hebesatzes der Gewerbesteuer von bisher 450 auf 475 Punkte bringen: 252,9 statt 239,6 Mio Euro sollen in der Stadtkasse klingeln. Gegen die Erhöhung der Gewerbesteuer waren Kammer und Wirtschaftsverbände Sturm gelaufen. Nun fällt der Rat die Entscheidung am 26. November.

Mehr kassiert werden soll nicht nur im Zoo, in Parks, der Bibliothek und in Museen (WAZ berichtete). Auch bei der Volkshochschule müssen Nutzer - wenn der Rat zustimmt - 2010 mit steigenden Gebühren rechnen. Ausnahme: Die Musikschule. Eine Gebühren-Erhöhung lasse sich wegen des Wettbewerbs dort nicht erfolgreich durchsetzen, so die Begründung hierfür.

Klaus Buske, Michael Kohlstadt

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Kommentare
19.10.2010
18:31
Doch am Weihnachtsbaum wird nicht gespart
von zauberlehrer | #10

Muß ich als ehemaliger Besucher im Zoo , Museeum u. a. für 2010 Gebühren nachzahlen , wenn der Rat zustimmt , ( Lt. WAZ Bericht ) ?

18.10.2010
20:34
Doch am Weihnachtsbaum wird nicht gespart
von OnkelBen | #9

Ja, der Dortmunder Weihnachtsbaum ist ein Magnet.
Viele kommen auch deshalb hierher. Hoffen wir nur,
dass das dafür notwendige Geld aus der richtigen
Richtung kommt.

24.11.2009
13:58
Doch am Weihnachtsbaum wird nicht gespart
von Dortmunder82 | #8

Und wieder haben die ganzen Nein-Sager,Heulsussen und Anti-Alles Leute neues Futter!
Seid doch einfach mal froh das wir was tolles in Dortmund haben.Und das dieser Baum ein Magnet auch ausserhalb von Dortmund ist,ist nun mal nicht von der Hand zu weisen.

Aber um zu sparen könnten wir ja auch das Theater schliessen,das Konzerthaus,alle Museen und alles woran die Stadt mit finnziellen Mitteln beteiligt ist.Die Leute kommen sicher trotzdem nach Dortmund(ACHTUNG IRONIE)

Also einfach mal froh sein und den Weihnachtsmarkt geniessen und auch mal Ja sagen

24.11.2009
13:40
Doch am Weihnachtsbaum wird nicht gespart
von wolle 64 | #7

krypnik!!!wie wahr wie wahr..............
haste gut gekonntert :-)))wer einmal mit nem rollstuhl oder beladenen kinderwagen über den bahnhof fährt der wird diese stadt lieben!!!!!!das ist der hammer.eigentlich ist dieser bahnhof gar nicht mehr für den reisenden nutzbar ein einziger trümmerhaufen eine schande für so eine GROSSE stadt.Liebe ratsherren schaut mal zum nachbarn nach bochum:::Toller wihnachtsmarkt ohne grossen buhei.aus dem alten bahnhof mit ner runderneuerung nen tollen neuen gezaubert.es geht auch ohne ufos und millionen.

24.11.2009
13:24
Doch am Weihnachtsbaum wird nicht gespart
von krypnik | #6

Ich weiß aus meinem Bekanntenkreis, dass funktionierende Rolltreppen am HBF auch gerne gesehen werden. Wie wäre es mit mehr Qualität anstatt so ein albernes Baumgeprotze?

krypnik

24.11.2009
12:16
Doch am Weihnachtsbaum wird nicht gespart
von Kreuzband | #5

Ich weiß aus meinem Bekanntenkreis ausserhalb Dortmunds das dieser Baum ein grösserer Magnet ist als sich viele vorstellen können

23.11.2009
23:53
Doch am Weihnachtsbaum wird nicht gespart
von Ouroboros | #4

wenn man sparen will, kann man immer absagen, es sei denn, dass verträge unterschrieben sind, wenn der baum sich selbst finanziert, muss man doch die frage stellen, warum dann die stadt dazuzahlen muss.

23.11.2009
22:11
Doch am Weihnachtsbaum wird nicht gespart
von ls | #3

Hoffentlich sparen wir ihn uns trotzdem nächstes Jahr. Der Baum ist in erster Linie ein Aushängeschild für das infantile Prinzip mehr ist besser. Wir haben zwar von nix das größte/älteste/sonstwas, aber immerhin den höchsten Baum! Als wäre das eine besondere Leistung.

Die Leute würden auch ohne das Ding kommen. Und die Händler rund um den Weihnachtsmarkt -- also was, quasi alle Händler in der Innenstadt? -- werden auch ohne den Baum im Vorweihnachtszeitraum besonders viel Umsatz machen. Wie wärs als Alternative zb denn, wenn man die Hälfte der Pflanzen einfach auf dem Markt verteilt hinstellen würde? So hätte man Bäume, aber ohne sich auf diese Art lächerlich zu machen.

23.11.2009
18:10
Doch am Weihnachtsbaum wird nicht gespart
von dortmuuund | #2

Der Dortmunder Weihnachtsmarkt ist der größte in Deutschland und der Baum ist das Aushängeschild. Die Händler rund um den Weihnachtsmarkt machen 20 Prozent mehr Umsatz. d.h. Der Baum refinanziert sich somit X-Male!

23.11.2009
17:55
Doch am Weihnachtsbaum wird nicht gespart
von derSAMMY | #1

Typisch WAZ.
Mann konnte den Weihnachtsbaum nicht mehr absagen, da die Werbetrommel international schon gerührt wurde!

der SAMMY

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