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DJ Firestarter – Partyreihe feiert im FZW Dortmund Geburtstag

17.03.2011 | 16:48 Uhr
DJ Firestarter – Partyreihe feiert im FZW Dortmund Geburtstag
Christoph Stemann alias DJ Firestarter feiert 10-Jähriges im FZW.

Dortmund. Firestarter – ein überheblicher Name für eine Partyreihe, meinten die Kritiker damals. Aber DJ Christoph Stemann startete 2001 trotzdem als Firestarter durch. Am Freitag feiert der „Brandstifter“ im FZW sein 10-Jähriges.

Firestarter – Brandstifter: Mit diesem Titel startete die britische Band „The Prodigy“ 1996 durch. Er stand für Klangexperimente zwischen Electro und Punk, die das Publikum spalteten. Dass Christoph Stemann, der Kopf hinter der Partyreihe Firestarter, 2001 daran anknüpfen wollte, legten ihm die Kritiker als überheblich aus.

„Dabei ging es nicht um mich, sondern um die Vielfalt der Musik bei den Partys“, sagt Stemann. Seit nun zehn Jahren heizt er neben den Dortmundern auch Rockfans in Thailand, Argentinien und Russland mit seiner Mischung aus alternativen und radiotauglichen Rocksongs ein: Am Freitag (18. März 2011) feiert Firestarter Jubiläum im Freizeit-Zentrum West.

Geile Zeit

Aktiv ist er schon viel länger. Nach dem Abitur ging der 39-Jährige nach Australien und eröffnete in einem 20.000-seelen-Dorf einen Plattenladen. „Drei Jahre das hören, worauf man Lust hatte, kaum Platten verkaufen und schließlich Pleite gehen – das war eine geile Zeit“, sagt er heute. Das Aussi-Experiment war jedoch auch Startpunkt seiner DJ-Karriere, er begann aufzulegen. Zurück in Deutschland studierte er Sozialarbeit an der TU Dortmund- ein entsprechender Beruf folgte nicht. „Naja, mit Leuten habe ich heute immer noch zu tun“, sagt Stemann, der sich selbstironisch als „gescheiterte Existenz“ bezeichnet.

Doch von Scheitern kann bei zehn Jahren Firestarter und Gigs bei den olympischen Spielen in Peking oder Rock am Ring keine Rede sein. Dabei hat Stemann eines gemerkt: „In Amerika und Asien gehen die Leute feiern, weil sie Neues kennenlernen wollen, da kann ich mich als DJ austoben.“ Als Gegenstück zu Südamerikanern, „die feiern, als wär’s der letzte Tag“, bevorzugen die Dortmunder Altbekanntes- ein Spagat für den DJ. „Aber es ist eben eine Dienstleistung, nur wenn ich auf die Gäste eingehe, kann auch ich Spaß haben“, sagt Stemann. Doch mit dieser starren Haltung entwickelt sich in Dortmund keine Szene. „Die Clubs sind heute doch nur noch auf zwei bis drei Jahre ausgelegt, da gibt es keine Kontinuität mehr“, sagt er, der mit der Live-Station und dem Sixx.Pm (ehem. Thier-Gelände) schon zwei Spielstätten verloren hat. Mit dem FZW sieht er sich jedoch gut aufgestellt. Am Freitag steht ab 22.30 Uhr auch das DJ-Team des am Club beteiligten Visions-Magazins an den Pulten. Als Zündelhilfe für den vielseitigen Brandstifter.

Karen Grass



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