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DJ Firestarter legt bei Aftershow-Party der Oscar-Verleihung auf

19.02.2013 | 13:02 Uhr
DJ Firestarter legt bei Aftershow-Party der Oscar-Verleihung auf
Der Dortmunder Christoph Stemann alias DJ Firestarter legt für die Oscar-Stars in Hollywood auf.Foto: WP

Bei der Aftershow-Party nach der Oscar-Verleihung am Sonntag in Hollywood steht Christoph Stemann alias DJ Firestarter hinter den Plattentellern. Die Aufgabe des Dortmunders: Bei den Film-Stars für gute Laune sorgen und keine Lieder mit schmutzigen Wörtern spielen.

In Dortmund füllt Christoph Stemann als DJ Firestarter schon seit elf Jahren die Clubs. Zu den Oscars will der 41-Jährige am Sonntag (24. Februar) beim Governors Ball die Stars und Sternchen in Hollywood zum Tanzen bringen. Denn er ist als DJ für die offizielle After-Show-Party in Los Angeles engagiert worden.

Der Dortmunder legt in einem Nebenraum des Dolby-Theatre im Entertainment-Komplex Hollywood & Highland Center auf, das bis zum vergangenen Jahr noch Kodak-Theatre hieß. Die Amis haben mich für den Rock- und Alternative-Bereich gebucht, sagt der Dortmunder.

1200 Flaschen Champagner

Über 1500 geladene Gäste ziehen gleich nach der Oscar-Show beim Governors Ball auf, wo sie vom Star-Koch Wolfgang Puck und seinen 350 Helfern verköstigt werden - gewöhnlich mit vielen Leckerbissen und über 1200 Flaschen Champagner. Ob mit oder ohne Oscar - dort geht jeder, der vorher bei der Gala war, erst mal hin.

Es gibt keine Sitzordnung, sondern verschiedene Bereiche mit Musik, Bars und feinem Essen. Danach ziehen die Oscar-Gäste weiter zu diversen Partys, von Vanity Fair oder Elton John. Auch diverse Studios schmeißen Partys. Das österreichische Konsulat in Los Angeles macht eine Party für den Oscar-nominierten Regisseur Michael Haneke (Liebe).

Auftritte in Peking, Las Vegas und Buenos Aires

Christoph Stemann muss nicht um einen Oscar zittern, sondern einfach nur seine Arbeit machen. Wirklich aufgeregt scheint der Dortmunder nicht. Als DJ Firestarter hat er sich längst einen Namen in der internationalen Rock- und Alternative-Szene gemacht. Früher war ja Rock und Alternative eine Nische, doch es wird immer größer, sagt Stemann.

"In Japan zum Beispiel, da konnten die Menschen früher nichts mit Rock anfangen. Jetzt ist Rock in Tokio total angesagt." Der DJ hatte aber auch schon große Auftritte bei den Olympischen Spielen in Peking, in der Spielermetropole Las Vegas oder in Buenos Aires.

Gig in einem der angesagtesten Club der Welt

Bei der After-Show-Party muss sich der DJ hinter dem Plattenteller an strenge Regeln halten. Er musste zuvor angeben, welche Lieder er spielen möchte. Denn die Amerikaner achten darauf, dass Schmuddel-Wörter nicht vorkommen.

Stemann freut sich zwar auf die Oscar-Nacht, doch noch mehr fiebert er einem Auftritt am Abend zuvor im berühmt-berüchtigten Club The Viper Room am Sunset Strip in West Hollywood entgegen. Der Club gehörte bis 2004 zu Teilen dem Schauspieler Johnny Depp und zählt zu den angesagtesten Clubs der Welt, sagt Stemann.

Künstlername im Personalausweis

Für seine Auftritte benötigt Christoph Stemann seinen vollen Namen nicht. Hinter dem Plattenteller ist er nur DJ Firestarter. Als er in Dortmund mit den Firestarter-Partys anfing, hatte er gar keinen besonderen Namen.

"Und dann wurde ich in den Partytexten einfach immer so genannt. Mittlerweile steht's sogar in meinem Perso", sagt der 41-Jährige.

Karrierestart in Australien

Nach seinem Abitur ging Stemann zunächst an die Uni und studierte Sozialarbeit und Pädagogik. "Ja und davor, da war ich in Australien. Ich habe mich in eine Australierin verliebt und bin mit ihr gegangen." Dann eröffnete er einen Plattenladen in einer kleinen Stadt bei Melbourne.

"Doch in der Stadt gab es schon einen Plattenladen. Lief also nicht so gut. Aber na ja, ausprobiert, pleitegegangen, und dann bin ich nach vier Jahren wieder nach Deutschland zurückgekommen." Immerhin: In Australien begann er seine Karriere als DJ.

Zu Hause im Ruhrgebiet

Stemann ist ein Kind des Ruhrgebiets: Aufgewachsen in Lünen, lebt er heute in Dortmund. An der Ruhr fühle er sich zu Hause, sagt er. Im Ruhrgebiet habe sich die Situation für DJs in den vergangenen Jahren immens verbessert, erzählt er. In Dortmund hat sich da unglaublich viel getan. (dpa)



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