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Disko-Türsteher in Dortmund weisen Ausländer ab

11.09.2012 | 18:30 Uhr
Disko-Türsteher in Dortmund weisen Ausländer ab
Foto: Lars Heidrich

Dortmund.  Eine kleine Umfrage unter Jugendlichen aus der Dortmunder Nordstadt bringt es an den Tag: Viele junge Diskobesucher werden wegen ihres Migrationshintergrundes schon an der Diskotür abgewiesen — und mehr als die Hälfte der Befragten vermutet dahinter eine rassistische Auslese.

Jugendliche aus der Nordstadt fühlen sich von Diskothekenbetreibern diskriminiert. Das ergab eine Umfrage des Jugendforums Nordstadt.

Anlass waren die Beschwerden über rassistische Eingangskontrollen, über die Jugendliche vor geraumer Zeit bei einem Besuch von OB Ullrich Sierau berichtet hatten. Der Vorwurf der Jugendlichen aus der Nordstadt: Junge Menschen mit Migrationshintergrund werden in Dortmunder Diskotheken oftmals am Eingang abgewiesen.

Ihre Meinung!

Sind Sie schon mal an der Disko-Tür abgewiesen worden?

 

Mit einer Umfrage im Stadtteil ist man diesen subjektiven Eindrücke unterdessen nachgegangen. Und: Die Antworten von 69 jungen Männern und 8 jungen Frauen mit Migrationshintergrund bestätigten die Eindrücke. Die überwiegende Mehrheit der Befragten kennt das Problem und sieht darin eine rassistische Auslese an der Disko-Tür.

Der Aussage „In manchen Dortmunder Diskotheken werden Menschen wegen ihres Migrationshintergrunds manchmal nicht reingelassen“ stimmten 76,6 % der Befragten voll oder teilweise zu. Damit sieht eine deutliche Mehrheit der teilnehmenden Jugendlichen ein Problem mit rassistischer Alltagspraxis in Dortmunder Diskotheken. Knapp 75 % der Jugendlichen sind selber schon in Diskotheken nicht eingelassen worden. Knapp 60 % der Befragten sahen Rassismus als Grund für ihre Abweisung an der Tür.

„Junge Menschen erleben so Rassismus als Teils ihres Alltags“, so Christian Leye von Jugendforum Nordstadt. Beim „Runden Tisch Nightlife“ soll das Thema jetzt bald angesprochen werden.



Kommentare
12.09.2012
16:20
Disko-Türsteher in Dortmund weisen Ausländer ab
von Matthias.s | #12

Komisch war in Dortmund schon in nahezu jeder Discothek und dabei waren fast immer Kollegen mit Migrationshintergrund auch äußerlich zu sehen, es wurde nie einer abgewiesen also kann das mit der Ausländerfeindlichkeit ja nicht ganz stimmen.Es richtet sich eher gezielt gegen einzelne Personengruppen die aber auch größtenteils immer an Schlägereien und Unruhen beteiligt sind. Es ist kein Vorturteil sondern ist wirklich so, darunter leiden auch die eigenen Landsleute.

1 Antwort
Es ist kein Vorturteil [...] darunter leiden auch die eigenen Landsleute.
von DerHeerener | #12-1

Leider wird ein Deutscher ohne Migrationshintergrund solche Aussagen nur dann für voll nehmen, wenn sie aus tatsächlich Migrations-behintergründeten Mündern klingen, auch wenn er selbst es vorher schon insgeheim wusste.

12.09.2012
13:59
Disko-Türsteher in Dortmund weisen Ausländer ab
von Untertan43 | #11

Selten so einen dämlichen Artikel gelesen.
Wie können Ausländer(Türsteher) ausländerfeindlich sein?

12.09.2012
12:53
Eduard79 | #1-1
von AnetteP | #10

Ja ich habe 550000 Einwohner geschrieben und am 31.12. waren es 580000. Was ist daran denn jetzt peinlich.

Und noch einmal, wenn 46 von 580000 Einwohnern BEHAUPTEN das ""Rassismus als Grund für ihre Abweisung an der Tür." sei, dann ist das ein ganz geringer Anteil der Dortmunder Bevölkerung. Weniger als 0,01 %

Und noch einmal, das ist nur die subjektive Ansicht von Jugendlichen mit Migrationshintergrund die ausschließlich in der Dortmunder Nordstadt wohnen, und die Jugendeinrichtungen der Stadt Dortmund in der Nordstadt besuchen.

Was ist denn Zb. mit Jugendlichen mit niederländischem Migrationshintergrund die in Lücklemberg wohnen. Fühlen die sich auch rassistisch benachteiligt.

Genauso könnte ich 10 Anwohner des Dortmunder Flughafens befragen, und dann zu dem Ergebnis kommen das die Deutschen von Fluglärm in Deutschland gestört fühlen.

12.09.2012
12:39
Disko-Türsteher in Dortmund weisen Ausländer ab
von AnetteP | #9

@ hassias | #3, und wenn die Gäste den Türstehern 100 mal an Intelligenz überragen, die Türsteher haben eine Anweisung von ihrem Auftraggeber, und die haben sie durch zu führen. Ganz egal ob man ein angestellter Architekt, Arzt usw. ist, man muss genauso die Anweisung seines Arbeitgebers beachten wie ein Parkplatzreiniger im Cento O.

12.09.2012
12:33
Disko-Türsteher in Dortmund weisen Ausländer ab
von 1932 | #8

Ja Deutschland ist wirklich ein tolerantes Land...

von DerHeerener | #7
Wie meinen sie,wie sie reagieren würden,wenn sie grundsätzlich nicht akzeptiert werden und gerade in diesem Land sollte man mit Fremdenhass sehr vorsichtig umgehen.
von AnetteP | #1
So werden Grundsätzlich Meinungen eingeholt und gerade Dortmund mit seinen Nazis stehen da im Focus.
Solche Diskotheken würde ich die Konzession entziehen-

1 Antwort
Sie haben völlig Recht:
von DerHeerener | #8-1

Deutschland ist sogar ein sehr tolerantes Land - zwar eher aus historischer Bringschuld als aus Überzeugung, aber hier kann jeder eigentlich so ziemlich alles tun, erst recht, wenn er einen Migrationshintergrund hat.
Und weiter kann ich Ihnen sagen, daß ich im Falle ständiger Abweisung ebenfalls wütend wäre und die Faust in der Tasche ballen würde - allerdings bin ich weise genug um zu wissen, daß sich an meiner Abweisung unter Garantie nichts für mich zum Guten wendet, wenn ich beginne mich lautstark und pöbelnd mit den Türstehern anzulegen und deshalb bleibt die Faust auch in der Tasche ! Die nötige Geduld, um ein Bild von mir in anderen Köpfen zu verändern, sie geht freilich vielen Menschen ab.
Zum Schluss: Ich mag viele Leute nicht, manche Kulturen sind mir suspekt, ich bin nicht frei von Vorurteilen, aber ich hasse Nichts und Niemanden !
Mit Fremdenhass sollte man grundsätzlich in jedem Land vorsichtig sein. Immer.

12.09.2012
07:19
Disko-Türsteher in Dortmund weisen AusländerINNEN NICHT ab !!!
von DerHeerener | #7

Diese ganze Problematik scheint sich schon seit Ewigkeiten im Kreis zu drehen; Jugendliche Halbstarke, deren Reizschwelle durch die ständigen Erfahrungen von Ausgrenzung und Diskriminierung im Alltag ohnehin gefährlich niedrig liegt, sehen sich erneut düpiert - von einem Typen am Club- oder Disko-Eingang, der seinen eigenen Namen wahrscheinlich eher malt denn schreibt - da kocht der Topf dann irgendwann mal über und es wird Rabatz gemacht.
Das wiederum ist natürlich genau die Bestätigung, die der Tür-Gorilla gebraucht hat, um sein Tun zu rechtfertigen.
Man kann es drehen wie man will; die meisten der jungen Männer aus den klassischen Migrationsländern haben eine latent niedrigere Gewaltschwelle, ob das nun vom familiären Umfeld oder sozio-kultureller Vorprägung herrührt - das ist eigentlich für das Disko-Problem erst mal irrelevant, ich habe es nur leider selber viel zu häufig mitansehen müssen (Ey, was guckst Du ? Wollst Du mich anmachen ?)

1 Antwort
Disko-Türsteher in Dortmund weisen AusländerINNEN NICHT ab !!!
von DerHeerener | #7-1

Ich sehe diese ganze Debatte allerdings weniger unter dem Rubrum des Rassismus stehend, als vielmehr geschlechtsspezifisch ! Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, daß vor der Tür oder im Laden entsprechender Ärger von Mädchen aus den vorbenannten Migrantenkreisen ausgegangen wäre, dafür wird es gute Gründe geben !
Man kann also nicht ausschließlich von blankem Rassismus sprechen, wenn es auch eine geschlechtliche Bevorzugung gibt !
Hand aufs Herz: Wäre ich Türsteher, ich würde wohl genauso handeln, wissend, daß wahrscheinlich einige zu Unrecht draußen bleiben müssten, aber sehr viele eben mit gutem Grund ! Wenn ich dann noch bedenke, in welcher Art manche Jungs aus moslemischen Familien über deutsche Mädchen denken ("Ehrlose Huren", "Ungläubige Schlampen", "Dorfmatratzen" etc.), dann käme in mir schon der Wunsch auf, die Mädels drinnen mit solchen Freiern nicht zu behelligen ! Das ist keine üble Nachrede, das wurde mir von türkischen und libanesischen Freunden erzählt !

12.09.2012
06:34
Disko-Türsteher in Dortmund weisen Ausländer ab
von Grasovka | #6

Kann die Kritik nachvollziehen. Neulich in der Schlange am "Nightrooms": Ein einzelner junger, gepflegter Mann mit dunkler Hautfarbe, top gekleidet (Anzug, Schuhe, Hemd sah alles richtig teuer aus) und in Begleitung von drei hübschen Mädels. Reaktion des Türstehers: "Die Damen ja, du(!) nicht". Letztendlich ist dann aber keiner von denen rein gegangen.

1 Antwort
Disko-Türsteher in Dortmund weisen Ausländer ab
von dw-juliete | #6-1

Wobei zu sagen ist, dass es am "Nightrooms" häufig der Fall ist, dass Damen Eintritt haben, die Herren einer Gruppe aber nicht. Ist uns (einer Gruppe ohne jeglichen Migrationshintergrund) ebenfalls so ergangen, dass uns gesagt wurde, dass die Damen rein dürften, die Herren aber draußen zu bleiben haben (trotz angemessener Bekleidung).

12.09.2012
00:34
Disko-Türsteher in Dortmund weisen Ausländer ab
von eineausmenden | #5

Zu Zeiten als noch die britische Rheinarmee hier stationiert war, hing an über 50% der Kneipen und Disco`s ein Schild. "Out of bounds" stand darauf. Kein Mensch kam darauf das es rassistische oder diskriminierende Gründe dafür gab. Jeder wusste das die "Jungs" gerne über die Strenge schlugen, Prügeleien und anderes Ungemach anzettelten. Heute müssen es gleich rassistische Gründe sein. Die Gründe heute wie damals sind die gleichen, man will keine Randale in der Bude haben (und die Mädels ruhe vor zu aufringlichen "Gästen")
Aber auch ein Jugendforum muss seine Existenzberechtigung nachweisen und sich die Arbeit für die Zukunft sichern, geht heute mit dem Rassismusvorwurf ja besonders gut...

11.09.2012
20:26
Disko-Türsteher in Dortmund weisen Ausländer ab
von xxyz | #4

Was für Aussage:
- "weisen Ausländer ab"
- "wegen ihres Migrationshintergrundes an der Diskotür abgewiesen"
- "rassistische Auslese an der Disko-Tür"
- "rassistischer Alltagspraxis in Dortmunder Diskotheken"


1 Antwort
Disko-Türsteher in Dortmund weisen Ausländer ab
von xxyz | #4-1

Kleine Korrektur:
1. Satz: Was für Aussagen:

11.09.2012
20:25
Disko-Türsteher in Dortmund weisen Ausländer ab
von hassias | #3

Oh Wunder, das ist ein Umstand, der schon lange bekannt ist.

Mit Freunden aus Türkei, Syrien, Iran,... geht man nicht zu bestimmten Adressen, da man eh nich rein kommt, auch wenn das Leute sind, die den Türstehern intellektuell um mehrere Ebenen überlegen sind.

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