Dietrich-Keuning-Haus trauert um seinen Chef

Gernot Rehberg, Leiter des Dietrich-Keuning-Hauses in der Nordstadt, ist im Dezember plötzlich und unerwartet gestorben. Das wurde jetzt bekannt. Erst im September war der 56-Jährige neuer Leiter des Stadtteil- und Kulturzentrums geworden. Die Mitarbeiter sind geschockt.

Dortmund.. Das 24-köpfige Team arbeitet sehr eng zusammen und versteht sich als große Familie. Doch diese Gemeinschaft muss viele Verluste verkraften: Fünf aktive oder ehemaligen Kollegen sind in den vergangenen Jahren an Krebs erkrankt und gestorben. Ein weiterer Kollege ist schwer erkrankt.

Nun ist auch noch der neue Chef und langjährige Kollege völlig überraschend gestorben. Er hatte erst im September offiziell die Nachfolge von Helga Kranz angetreten. 25 Jahre haben sie eng zusammen gearbeitet. "Ich habe in Gernot Rehberg und das Team vollstes Vertrauen. Er war seit Jahren meine rechte Hand", sagte Kranz bei ihrer Verabschiedung in den Ruhestand im September.

Programmleiter fehlte

Von da an wartete auf Rehberg noch mehr Arbeit: Denn sein bisheriger Posten - er war bis zur Übernahme der neuen Aufgabe Programmleiter - war seit seinem Jobwechsel unbesetzt geblieben. Die Aufgabe als "Vize" hatte Verwaltungsleiter Egon Schefers zusätzlich übernommen.

"Sein Tod ist ein herber Verlust. Wir sind tief erschüttert", sagt Kulturdezernent Jörg Stüdemann. In den nächsten Tagen werde man gemeinsam mit den Kulturbetrieben an einer Übungslösung arbeiten. Das Programm bis zum Herbst stehe, sagte er. "Es wird keine führungslose Zeit geben", versichert Stüdemann. Denn Verwaltungsleiter Schefers wollte eigentlich Ende des Monats in den Ruhestand gehen.