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Dieser Wirtschaftspreis ist richtig heiß

28.10.2007 | 15:40 Uhr
Dieser Wirtschaftspreis ist richtig heiß

Die GoGas Goch GmbH ist das Dortmunder Unternehmen des Jahres. 135 Firmen hatten sich beworben.

Es war spät geworden. Kurz vor 23 Uhr am Freitagabend wurde das Geheimnis um Dortmunds „Unternehmen des Jahres 2007” endlich gelüftet: Es ist die GoGas Goch GmbH. Geschäftsführer Heiko Schneider reckte die von der Sparkasse gestiftete Trophäe in die Luft - und verschwand hinter einer Wand aus golden schimmerndem Konfetti.

Dritte Auflage

Aller guten Dinge sind drei: Weckbacher bei der Premiere 2005 bei 66 Bewerbern. Im vergangenen Jahr die Firma Goeke im Feld von schon 106 Konkurrenten. Nun also GoGas bei 135 Teilnehmern. Eine Zahl, die zeigt: Der Preis ist etabliert. Und begehrt.

Auch die M+S Silkon GmbH und der innovative Malerbetrieb Uwe Walter hätten ihn gerne gewonnen. Sie standen als Finalisten mit auf dem Podium. Für den dritten Stern auf dem Wirtschafts-Walk of Fame reichte es nicht ganz.

Tradition und Innovationskraft

Der strahlt fortan für Go Gas - eine Überraschung? Schließlich handelt es sich beim Preisträger 2007 nicht um ein typisches Unternehmen des neuen, strukturgewandelten Dortmunds. GoGas verkörpert Tradition und Innovationskraft. Im nächsten Jahr feiert die frühere „Fabrik für Gasgeräte” ihr 60-Jähriges am Standort Dortmund. Heute entwickelt und produziert das Unternehmen moderne Hallenheizsysteme und leistungsstarke Gas-In-frarotstrahler. Will sagen: Dieser Preis ist richtig heiß!

Über Stolperstrecke zum Roten Teppich 

 So bemerkenswert wie die Leistungen der Finalisten ist die Gala an sich. Binnen drei Jahren hat die Wirtschaftsförderung ihre Idee zu einer der hochkarätigsten Veranstaltungen im Kalender der Stadt entwickelt. Ein Hauch von Glamour, wo einst Stahlfeuer loderten und Schweiß in Strömen floss. Wer nicht auf der Gästeliste steht, sitzt in der zweiten Reihe. Was Rang und Namen hat, machte sich am Freitag auf die Stolperstrecke über den Schotterparkplatz, um über einen Roten Teppich in die spektakulär inszenierte Phoenix-Halle zu schreiten. Ausnahme 1: IHK-Präsident Udo Dolezych, geschäftlich im Ausland unterwegs. Ausnahme 2: Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer, der vom SPD-Bundesparteitag per Videobotschaft grüßte.

Angela Eis moderierte 

Angela Elis, Moderatorin der TV-Magazine „Fakt” (ARD) und „nano” (3sat) führte die 300 geladenen Gäste launig durch den Abend. Spitzenkoch Sascha Heitfeld (Turmrestaurant) verriet einige Geheimnisse der Molekularküche. Beim Schaukochen kreierte er eine „Destrukturierte Linsensuppe” - ein Eintopf, der in seine Bestandteile zerlegt und Schicht für Schicht übereinander im Glas angerichtet wird.

Ähnlich ausgefallen die Menüfolge: Man ließ sich „Dialog von Lachs- und Senf-Honig-Mousse auf Carpaccio von Krustentieren” schmecken; als Hauptgang „Filet vom Bison an Hoi Sin Soße”, schließlich als Dessert „Kaviar von der Mango an Lychee-Mousse und Eis von Ingwer und grünem Tee”. Zwischendurch unterhielt das Opern-Ensemble mit Auszügen aus „My Fair Lady”.

Dortmunds oberster Wirtschaftsförderer Udo Mager war zufrieden. Und er ist es auch mit der wirtschaftlichen Entwicklung in Dortmund. Der Standort habe sich „vom Dreibeiner mit Kohle, Stahl und Bier zum Tausendfüßler” entwickelt. „Wenn da mal ein Bein hinkt, ist das nicht so dramatisch.”

Frank Fligge

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