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Diese Lärmquellen stören die Bürger in Dortmund am meisten

14.02.2012 | 16:48 Uhr
Diese Lärmquellen stören die Bürger in Dortmund am meisten

Dortmund.   1200 Orte haben Bürger auf der Internetseite „www.mach-ruhigmit.dortmund.de“ eingezeichnet: Laute, aber auch besonders ruhige Plätze in der Stadt. Zwei Drittel aller Beschwerden richten sich gegen den Straßenverkehr - die Lärmquelle Nummer eins.

„Eine Katastrophe“ sei der „Lärmknotenpunkt“ an der Rheinischen Straße/Neue Radstraße. Industrie- und Gewerbe machten Krach, die Straßenbahn einen „Höllenlärm “, die Autos auf dem Weg zum Hauptbahnhof erst recht – so lautet einer von insgesamt 1200 Einträgen auf der Internetseite „www.mach-ruhigmit.dortmund.de“.

Seit dem 9. Januar konnten Bürger auf der Internetseite der Stadt auf besonders laute aber auch auf leise und schützenswerte Orte im Stadtgebiet hinweisen. Gestern ist die Bürger-Beteiligung beendet worden. Die Daten fließen in den Lärmaktionsplan der Stadt, den der Rat Ende des Jahres verabschieden soll.

„Hier ist es besonders nachts laut“, schreibt zum Beispiel Nutzerin Natalia. Sie wohnt an der Möllerstraße und ärgert sich über durchbretternde Lkw. Eines der häufigsten Probleme. 65 Prozent der Beschwerden richten sich gegen Lärm, der vom Straßenverkehr verursacht wird, hat Umweltamtsleiter Dr. Wilhelm Grote festgestellt. Die üblichen Verdächtigen werden auch auf der Internetseite am häufigsten benannt: „Große Straßen wie die B1 sind ein Problem“, sagt Grote. Viele Beschwerden richten sich auch gegen die Autobahnen.

Kommentar
Wichtige Aufgabe

Bürger benennen Lärmquellen, unkompliziert im Internet oder auch per Post. 1200 Einträge verzeichnet das Bürger-Forum zum Lärmaktionsplan – eine gelungene Aktion des Umweltamtes, die von den Bürgern gut angenommen wurde.

Jetzt sind die Orte markiert, die Probleme benannt. Auch wenn es für die Mitarbeiter der Stadt keine Überraschung ist, wenn große Straßen wie die Märkische oder die B1 Krach machen – die detaillierten Einträge weisen sehr genau auf die Probleme hin. Zum Beispiel auf Lkw, die bereits früh morgens über die Straßen donnern, oder auf Ruhezeiten die von der Industrie nicht eingehalten werden. Und auch interessant: Welche Fleckchen des Stadtgebietes liegen den Bewohnern besonders am Herzen? Auch hierüber gibt die Karte auf der Internetseite www.mach-ruhigmit.dortmund.de Auskunft.

Die Mitarbeiter des Umweltamtes haben jetzt die Aufgabe die Masse von Anmerkungen auszuwerten. Jetzt gilt es, die vielen Anregungen gut zu bündeln – und entsprechend darauf zu regieren. Schließlich wollen die Bürger nicht nur das Gefühl haben, dass ihre Meinung gefragt ist. Sie wollen, dass sich etwas ändert.

Der Entwurf des Lärmaktionsplanes steht bereits. Hier wird sehr richtig festgestellt: Lärm stört nicht nur, er kann die Gesundheit gefährden. Deshalb ist die Verringerung des Lärms eine sehr wichtige Aufgabe für die Stadt. (Kommentar: Christina Römer)

Die anderen Einträge: 10 Prozent bemängeln Lärm, den der Schienenverkehr erzeugt – für 7 Prozent davon ist die Deutsche Bahn verantwortlich, für 3 Prozent der städtischen Schienenverkehr. 9 Prozent fallen jeweils auf Flug- sowie Personenlärm , 7 Prozent der Nutzer fühlen sich durch Industrie- und Gewerbe gestört. Zudem gab es 700 Diskussionsbeiträge zu den einzelnen Einträgen.

Viel Krach von nebenan

Auffällig findet Grote die hohe Zahl von nachbarschaftlichen Streitigkeiten, die unter Personenlärm in der Statistik auftauchen: „Die Bürger bemängelten zu laute Musikanlagen, Laubbläser oder Rasenmäher.“

Auf der Karte, die im Internet nach wie vor zu sehen ist, sind aber nicht nur rote Lärmfähnchen eingezeichnet. Auch blaue Fähnchen gibt es: 68 Beiträge zu Gebieten, die positiv hervorgehoben wurden. „Die Bürger habe viele ruhige Orte in zentralen Bereichen benannt, wo man diese gar nicht vermuten würde“, so Grote. Schöne, ruhige Innenhöfe zum Beispiel. „Wir müssen überlegen, wie wir damit umgehen, ob wir solche Innenhöfe in Zukunft anders betrachten“, meint der Amtsleiter. Zum Beispiel indem dort keine Parkplätze und Garagen geplant würden.

Die Stadt werde nun die Ergebnisse auswerten. Vor dem Sommerferien soll eine Veranstaltung die Bürger über die Ergebnisse informieren. „Dann werden wir versuchen, die Lärmprobleme zu beheben“, sagt Grote.

Flughafen Dortmund

Christina Römer

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Kommentare
14.02.2012
19:40
Diese Lärmquellen stören die Bürger in Dortmund am meisten
von Dortmund4Life | #1

Also mir scheint, das ganze wurde ziemlich missbraucht. Ich kann die Hälfte der roten Punkte nicht nachvollziehen (der Link lautet übrigens mach-ruhig-mit.dortmund.de).
Wieso können meine Nachbarn in Wellinghofen wegen Fluglärm nicht schlafen und ich hab noch nie ein Flugzeug gehört??
Das einzige was ich höre sind Leute, die auf der B54 ihr Gaspedal durchtreten und die Krankenwagen, die auch nachts unbedingt ihre Sirene laufen lassen müssen.

Und die Leute, die direkt neben Autobahnen oder Hauptverkehrsadern wohnen und sich über selbige beschweren... zieht woanders hin. Man kann nicht in der Stadt wohnen und ländlichen Komfort haben wollen. Selbst wenn ganz Dortmund Tempo 30 wäre und an jeder Ecke ein Blitzer stände, es würde nichts ändern! Also bringt die Stadt nicht auf dumme Gedanken!

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