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Diese Hunde-Spürnasen hält nichts auf

30.06.2012 | 06:00 Uhr
Auf dem Foto sucht der Bloodhound „Canelle" das „vermisste Opfer" Anja Lausberg.Foto: Franz Luthe

Dortmund. Paul, der Beagle, wirkt eher verspielt. Doch wenn es um seine Spürnase geht, dann macht dem vierjährigen Rüden so leicht niemand etwas vor. Wenn er erst einmal die Spur in der Nase hat, dann kann ihn keiner stoppen, auch nicht seine Hundeführerin Diana Hempel. Denn Paul ist ein Mantrailer, der Vermisste anhand einer Geruchsprobe aufspüren kann.

Ehemaliger Hundeführer

Seit Freitag ist Diana Hempel mit ihren Mitstreitern von „Mantrailer Rhein Ruhr“ in Dortmund unterwegs. Und sie haben berühmte Gäste: Jeff Schettler, John Salem und Kevin Baughn vom „Georgia K9 National Training Center“ in den USA. Bei dem Trio handelt es sich um weltweit anerkannte Trainer und Experten in Sachen Mantrailing. „In den USA sind die schon viel weiter als wir hier in Deutschland, was Mantrailing angeht“, erklärt Diana Hempel.

Zusammen mit Teams aus der Schweiz, Deutschland und sogar Tansania sind die Mantrailer durch Dortmund unterwegs, werden von Jeff Schettler, einem pensionierten Polizei-Hundeführer und FBI-Experten, trainiert. „Wir kooperieren seit gut einem Jahr mit den Amerikanern, sind froh, dass sie uns unterstützen“, so Diana Hempel.

INFO
Die Teams Ruhr und Rhein

„Mantrailer Rhein Ruhr“ ist ein Zusammenschluss von Mantrailer-Besitzern.

Ansprechpartnerin für das Team Rhein ist Anja Lausberg,  0172/2 51 71 89, für das Team Ruhr Diana Hempel,  0151/27 04 06 04 .

Die Teams bilden auch aus und zertifizieren nach der Philosophie und den bewährten Standards ihres Partners „Georgia K9 National Training Center LLC“ (GAK9) in den USA.

Weitere Informationen unter www.mantrailer-rhein-ruhr.de

"Als müsse man in einer Parfümerie Chanel No. 5 aufspüren"

Mantrailer Rhein Ruhr soll bald als Verein eingetragen werden. Zusammen mit ihrer Kollegin Anja Lausberg bildet Diana Hempel auch Mantrailer-Hunde und ihre Besitzer aus. „Wir haben schon Kontakt mit Hilfsorganisationen und der Polizei aufgenommen, wollen denen unsere Dienste anbieten“, so die Unnaerin. „Aber noch sind wir nicht einsatzfähig.“

Mantrailer seien keine Wunderhunde, sondern Tiere, deren Beutetrieb man ausnutzt, um vermisste Personen zu finden. Er kann mit hoher oder tiefer Nase suchen, auch kann er durchaus einige Meter versetzt zur Spur arbeiten. Anhand eines Geruchsartikels dieser Person sei es einem gut ausgebildeten Mantrailer möglich, der Spur des Gesuchten - auch nach mehreren Stunden und Tagen - zu folgen. Hierbei sei es völlig unerheblich, ob die Person durch bewaldetes Gebiet oder den Innenstadtbereich gegangen ist. „Dabei ist vor allem der urbane Bereich für die Hunde problematisch“, so Hempel. Denn da sei die Spur des Vermissten oft durch viele andere Spuren kontaminiert. „Das ist, als müsse man in einer Parfümerie Chanel No. 5 aufspüren.“

Die Sturheit bewahren

„Und wenn er dann erst einmal die Spur aufgenommen hat, dann gibt es wirklich kein Halten mehr für den Hund“, weiß Diana Hempel aus schmerzvoller Erfahrung. Man lege nicht so viel Wert auf Gehorsam bei den Hunden. Die Standards. Denn der Mantrailer solle möglichst eigenständig bleiben, solle sich seine Sturheit bewahren. „Denn oft steht ihm der Hundeführer im Weg, weil er vielleicht anders die Suche nach einem Vermissten bestreiten will als der Hund.“ Doch könne sich der Hundeführer auf den Jagdtrieb seines ausgebildeten Vierbeiners verlassen, „egal ob im Wald oder in der Stadt“.

Mantrailer suchen Vermisste

Andreas Winkelsträter



Kommentare
01.07.2012
11:11
Diese Hunde-Spürnasen hält nichts auf
von yucon | #1

Man Trailing ist für beinahe jeden Hund eine gelungene Abwechslung auße "Sitz" "Platz oder "bei Fuß". Ich selbst bin Kunde der hundeschule-team-training.de wo diese Beschäftigung angeboten wird. Meine Hunde und ich sind begeistert und finden es toll. Wir können es nur jedem Hundebesitzer empfehlen.

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