Diebesgut angekauft: Haftstrafen für Schmuckhändler

Im zweiten Anlauf wird es für drei Schmuckhändler aus der Nordstadt nun doch noch bittere Gewissheit: Weil sie in ihrer Filiale in der Nordstadt haufenweise Diebesgut angekauft haben, hat das Landgericht sie am Dienstag zu Gefängnisstrafen verurteilt. Der älteste reagierte auf die Entscheidung der Richter wütend.

Dortmund.. Laut polternd verließ der Mann direkt nach der Urteilsbegründung den Saal. "Die haben uns ungerecht behandelt", schimpfte er. In einem ersten Prozess hatte eine andere Strafkammer des Landgerichts noch jeweils zweijährige Bewährungsstrafen verhängt. Nachdem die Staatsanwaltschaft dagegen jedoch erfolgreich Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt hatte, kommt es für die drei Brüder nun doch noch knüppeldick. Der älteste erhielt wegen seiner Vorstrafen dreieinhalb Jahre, die beiden anderen jeweils drei Jahre Haft.

Anlaufstelle für Einbrecher

Monatelang hatte ihr Geschäft in der Nordstadt mehreren Einbrecherbanden als regelmäßige Anlaufstelle gedient. Die Diebe wussten, dass die Angeklagten gut zahlten und keine Fragen stellten. Das Edelmetall wurde sofort nach dem Ankauf eingeschmolzen. Die Hehlerware stammte aus Beutezügen in Dortmund und Umgebung.

"Lektion gelernt"

Bis zuletzt hatten die Brüder gehofft, auch in dem zweiten Prozess noch einmal mit einem blauen Auge davon zu kommen. "Wir haben unsere Lektion gelernt und machen so etwas nie wieder", sagte der älteste Bruder stellvertretend für alle. Genützt hat es nichts.