Diebe sprengen und stehlen mindestens neun Automaten

Die aufgebrochenen Automaten wollten die Tatverdächtigen auf diese Art und Weise abtransportieren. Fotos: Polizei
Die aufgebrochenen Automaten wollten die Tatverdächtigen auf diese Art und Weise abtransportieren. Fotos: Polizei
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Dortmund.. Beamte der Bundespolizei beendeten am Mittwochnachmittag eine Aufbruchserie von Fahrausweisautomaten. Drei Männer im Alter von 23, 25 und 30 Jahren sowie eine 23-jährige Frau stehen im dringenden Tatverdacht, in den ersten fünf Monaten des Jahres insgesamt neun Fahrausweisautomaten aufgebrochen, gestohlen oder aufgesprengt zu haben. Der entstandene Schaden beläuft sich auf mehr als 100.000 Euro.

Laut einer Pressemitteilung der Dortmunder Staatsanwaltschaft und Bundespolizei wurde der Haupttäter der Fahrausweisautomaten-Aufbruchsserie von Spezialkräften der Polizei am Mittwochnachmittag in Dortmund festgenommen. Gegen den 30-jährigen Haupttäter ordnete der Haftrichter Untersuchungshaft an.

Die Bande spezialisierte sich auf Fahrausweisautomaten der Deutschen Bahn. Nachdem brachiale Aufbruchversuche in Dortmund-Asseln und Wickede am Jahresanfang scheiterten, versuchte die Gruppe, zwischen dem 24. und 28. Februar in Asseln-Mitte und Kurl die 400 Kilogramm schweren Automaten mit zuvor gestohlenen Anhängern komplett zu stehlen.

Parallel zu dieser Aufbruchserie wurde im Bereich dieser Tatorte eine neueTechnik der Tatverdächtigen bekannt. Die Täter versuchten in drei Fällen, in Asseln-Mitte, Wickede und Wickede-West die Automaten aufzusprengen. Die erforderlichen Sprengkartuschen wurden vermutlich durch den Mittwoch festgenommen 30-jährigen Dortmunder selbst hergestellt.

Intensive Ermittlungen der Bundespolizei führten bereits im Mai zur Ermittlung von vier Tatverdächtigen. Mit Durchsuchungsbeschlüssen der Dortmunder Staatsanwaltschaft konnten drei Tatverdächtige vorläufig festgenommen werden. In den Wohnungen wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.

Spezialkräfte schlugen zu

Lediglich der Hauptverdächtige konnte sich bis zum Mittwochnachmittag der Festnahme entziehen. Spezialkräfte der Bundespolizei nahmen den Mann beim Verlassen eines Hauses in Dortmund fest. Die 18-monatige Bewährungsstrafe des 30-Jährigen wegen Betrugs, Hehlerei und Diebstahls wurde inzwischen widerrufen.

Das Quartett hat sich nun wegen Bandendiebstahls vor dem Gericht zu verantworten.