Diebe knacken in Dortmund 95 Autos in einem Monat

Navigationsgeräte sind bei Dieben heiß begehrt. Gleich 95 Mal schlugen Kriminelle im März in Dortmund zu.
Navigationsgeräte sind bei Dieben heiß begehrt. Gleich 95 Mal schlugen Kriminelle im März in Dortmund zu.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Im März haben Diebe in Dortmund 95 Autos aufgebrochen. Ihr Ziel waren unter anderem eingebaute Navis. Ein nobles Viertel hat es besonders getroffen.

Dortmund.. Trauriger Rekord: Im März haben Diebe in Dortmund 95 Autos aufgebrochen. Ihr Ziel: eingebaute Navigationsgeräte. Allein in der Nacht zu Dienstag knackten Unbekannte zehn Fahrzeuge in der Gartenstadt.

Einen Monat lang fast vier geknackte Fahrzeuge am Tag: "Das ist viel - auch für die Polizei", sagte Polizeisprecher Kim Ben Freigang. "Dieses Phänomen gibt es zwar schon länger, doch ist es diesen Monat erstmal derart auffällig." Vor allem auch bezüglich der immer gleichen drei betroffenen Automarken: BMW, Mercedes und VW.

"Fast ausschließlich" handele es sich um Fahrzeuge dieser Hersteller, heißt es in der Polizeimeldung. Hochwertigkeit ist hier das Kriterium - denn oft werden nicht nur die technischen Einbauteile gestohlen, sondern auch Zubehörteile wie Multifunktions-Lenkräder, Airbags und Xenon-Scheinwerfer. Auf dem Schwarzmarkt seien diese Ersatzteile besonders gefragt, heißt es weiter in der Meldung.

Zehn Autos in einer Nacht geknackt

In der Nacht zu Dienstag erwischte es zehn Autos in der Gartenstadt-Süd, in den Straßen Amsterdamer Weg, Londoner Bogen, Athener Weg und Barcelonaweg. Dass es dieses Mal die Gartenstadt treffe, sei nicht die Regel - denn die Diebstähle passierten im gesamten Stadtgebiet, teilte die Polizei mit.

Einbruch "Es ist nicht so, dass man jetzt sagen müsste: Wer in der Gartenstadt wohnt und einen BMW fährt, sollte sich lieber direkt einen Skoda kaufen - das ist nicht der Fall", so Freigang. Einen konkreten Verdacht auf eventuelle Täter gebe es bislang nicht.

Diebe brauchen nur wenige Minuten

Die Diebe gehen bei diesen Einbrüchen sehr schnell vor: "Im Schutz der Dunkelheit", heißt es in der Polizeimeldung, schlagen die Täter in den meisten Fällen eine Seitenscheibe des Autos ein und lösen die Verschraubung des Navigationsgerätes in wenigen Minuten mit einem Akkuschrauber. Manche nutzten auch einen Schraubenzieher oder - "noch perfider", so Freigang - direkt grobes Hebelwerkzeug.

Hochwertige Fahrzeuge sollten möglichst in verschlossenen Garagen abgestellt werden, so die Polizei. Sollte das nicht möglich sein, sei eine hell beleuchtete Straße sicherer als eine dunkle.