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Die Hoffnung ruht auf der Jugend

27.01.2008 | 20:21 Uhr

Die Kräfte gegen Rechtsex-tremismus zu bündeln und die Arbeit von Antifaschisten zu vernetzen, das ist das Ziel des ersten Antifaschistischen Jugendkongresses im Fritz-Henßler-Haus.

Der Jugendring, das Bündnis Dortmund gegen Rechts und die Arbeitsstelle Jugend und Demokratie laden dazu am 22. und 23. Februar alle Antifaschisten und in diesem Bereich aktiven Organisationen, Verbände und Bündnisse ein. Der Schwerpunkt liegt bei Jugendlichen, aber auch Multiplikatoren sind willkommen. "Wir wollen mit dem Kongress ein Signal setzen und die Arbeit gegen Rechts koordinieren", erklärt Thomas Oppermann, Leiter der Arbeitsstelle Jugend und Demokratie. Gerade junge Menschen seien die Aktivposten bei den Protestkundgebungen.

Das Wesentliche: Bei diesem Kongress werde nicht über Jugendliche gesprochen. Sie kommen hier zu Wort, betont Andreas Roshol, Vorsitzender des Jugendrings. Es sollten neue Möglichkeiten der kreativen Betätigung gegen Rechtsextremismus entwickelt werden. Dies unterstrich auch Oliver Wilkes vom Bündnis gegen Rechts. "Wir arbeiten seit Jahren an einem Brückenschlag von einer modernen und kreativen Gedenkkultur zum aktiven Handeln gegen Neonazis." Das Bündnis habe bereits 2006 ein Wochenendseminar für Jugendliche aus ihren Reihen angeboten, um sie fit zu machen, ergänzte Silke Bernhardt. Im Jugendring und der Arbeitsstelle Jugend und Demokratie habe man dafür die idealen Partner gefunden.

Der Antifa-Jugendkongress beginnt am Freitag, 22. Februar, um 18 Uhr im Fritz-Henßler-Haus. Alexander Häusler von der "Arbeitsstelle Neonazismus" von der FH Düsseldorf wird ein Referat halten. Hartmut Anders-Hoepgen, Sonderbeauftragter der Stadt für Vielfalt, Toleranz und Demokratie, wird sich dort auch vorstellen. Die eigentliche Arbeit findet am Samstag ab 9 Uhr statt. In insgesamt zehn Workshops werden die Netzwerkstrukturen der heimischen Neonazi-Szene, die Verbindungen zwischen Kameradschaften und Fußball-Hooligans oder auch die rechten Jugendkulturen beleuchtet. Eine zweite Themenreihe ist der Präventionsarbeit, der Gedenkkultur, dem Demonstrationsrecht, neuen Aktionsformen und dem Engagement gegen täglichen Rassismus gewidmet.

Von Alexander Völkel

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