Die Gesellschaft ist in Bewegung
23.02.2010 | 19:27 Uhr 2010-02-23T19:27:00+0100
Dortmund zeigt Flagge. Dortmund spricht Klartext: Rechtsextremismus hat hier keinen Platz. Die Resonanz auf die WR-Plakataktion „Wir sind Dortmund” ist schon jetzt überwältigend und hat unseren Posteingang regelrecht geflutet. Dafür schon einmal vielen Dank. Aber ordern Sie ruhig weiter.
Schulen wie die Hauptschule Hörde, die Geschwister-Scholl-Gesamtschule und das Käthe-Kollwitz-Gymnasium, aber auch Berufskollegs und Förderschulen wollen ein Zeichen setzen gegen Faschismus und Nationalismus und haben mehrere Sätze Plakate und Aufkleber bestellt. Parteien, von CDU, SPD bishin zu den Linken schließen sich der Aktion ebenso an wie zahlreiche Einrichtungen der Stadt, Unternehmen, Selbstständige und Privatleute. Die Gesellschaft ist in Bewegung. Schließen auch Sie sich an!
Unter den Bestellern befindet sich neben dem ehemaligen DGB-Chef Östliches Ruhrgebiet, Eberhard Weber, auch der Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow. Besonders erfreut ist unsere Redaktion jedoch über die Bestellung einer Ärztin, deren Praxis am Wilhelmplatz in Dorstfeld liegt. Ein Ort, in dessen unmittelbarer Nähe sich Neonazis in der Vergangenheit eingenistet haben und ihn für sich beanspruchen. Diese Stadt benötigt weiterhin mehr mutige Menschen wie diese Frau, um sichtbar Flagge gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus zu zeigen.
Wie wichtig das ist, zeigt eine Studie der Uni Bielefeld. Demnach werden die Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus in Deutschland zunehmend salonfähiger. 9,5 Prozent der etwa 3000 Befragten seien der Auffassung, die Juden hätten zu viel Einfluss. Vor einem Jahr waren es noch 6,9 Prozent. In der Studie heißt es, die Deutschen seien „zunehmend menschenfeindlicher”.
Einen Satz von jeweils fünf Plakaten und Aufklebern können Sie kostenlos bestellen unter der Mailadresse dortmund@westfaelische-rundschau.de.
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