DFB will andere Adresse für Dortmunds Fußball-Museum

Die Fertigstellung des Gebäudes ist für das Jahr 2014 vorgesehen. Dieses Foto zeigt eine Computersimulationen vom DFB Fußball Museum.
Die Fertigstellung des Gebäudes ist für das Jahr 2014 vorgesehen. Dieses Foto zeigt eine Computersimulationen vom DFB Fußball Museum.
Foto: Ralf Rottmann
Was wir bereits wissen
Dem DFB passt die Adresse des geplanten Fußballmuseums in Dortmund nicht. Die zuständige Bezirksvertretung und der Rat hatten den Platz als "Platz der Deutschen Einheit" benannt. Doch der Fußballbund wünscht einen Namen mit Fußballbezug. Die Politik stellt sich quer.

Dortmund.. „Platz der deutschen Einheit 1“ – das ist die Adresse des neuen Fußballmuseums gegenüber des Dortmunder Hauptbahnhofs. Zumindest nach derzeitigem Stand. Aber glücklich ist der DFB als Bauherr mit dem Straßennamen nicht. Auch die Umstände der Benennung stoßen Manuel Neukirchner von der Stiftung DFB-Fußballmuseum bitter auf: „Wir waren sehr irritiert, dass wir als Grundstücksbesitzer nicht an der Adress-Bildung beteiligt waren“, erklärt der Geschäftsführungs-Sprecher.

2010 war der Rat einem CDU-Vorschlag gefolgt und beschloss den „Einheits“-Namen. Und schon damals sei der DFB an die Stadt herangetreten mit der Bitte um ein Gespräch. „OB Sierau war auch gesprächsbereit“, erinnert sich Neukirchner. Durchgedrungen sei er mit seinem Einwand indes nicht, zumindest den Architekten-Wettbewerb abzuwarten. Dabei hätte ein fußballbezogener Name durchaus Sinn: „Das Museumserlebnis fängt auf dem Platz an“, so Neukirchner. Ohne Platz mit seinen großen Figuren und dem Walk-of-Fame sei das Museum kaum denkbar, sei nicht offen nach außen. „Es ist ein Zusammenspiel von Platz und Haus.“

Am Mittwoch bat der DFB erneut um ein Gespräch – jetzt, wo man das Außenplatz-Konzept konkret vorstellen könne. „Der jetzige Name jedenfalls macht keinen Sinn mit dem, was wir vorhaben.“ Auch einen neuen Vorschlag habe man. Verraten wollte Neukirchner ihn aber nicht. (kafi)