DFB-Fußballmuseum soll in Dortmund die Millionen sprudeln lassen

Das DFB-Fußballmuseum soll Dortmund Millionen bescheren — und am Image der Stadt feilen.
Das DFB-Fußballmuseum soll Dortmund Millionen bescheren — und am Image der Stadt feilen.
Das künftige DFB-Fußballmuseum in Dortmund dürfte der Stadt kräftige Einnahmen bringen. Das hat eine Fremdenverkehrs-Studie ergeben. Bis zu 400.000 Besucher werden pro Jahr erwartet - und diese Zahl gilt noch als zurückhaltend. In Handel, Hotels und Gastronomie jedenfalls sollen die Kassen klingeln.

Dortmund.. Die Double-Hauptstadt Dortmund kann sich offenbar auch doppelt freuen: Sie soll, wie die ganze Region, bald massiv vom neuen DFB-Museum profitieren. Und zwar als Image- und höchst reale Einnahmequelle. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) aus München, die im Auftrag von Dortmund-Tourismus die wirtschaftliche Bedeutung des künftigen DFB-Fußballmuseums untersuchte.

Dr. Manfred Zeiner, Projektleiter der Studie, ist kein Freund von zu hoch gesteckten Erwartungen. Wiederholt betonte er gestern, dass man bewusst konservativ gerechnet habe. Gleichwohl zauberten seine Studienergebnisse zufriedene Mienen in die Gesichter von DFB-Verantwortlichen wie Manuel Neukirchner, OB Ullrich Sierau oder etwa Matthias Rothermund von Dortmund Tourismus. Warum?

Hier nur eine Auswahl der Zahlen:

300.000 bis 400.000 Besucher werden ab Herbst 2014 pro Jahr erwartet. Und damit stehe das Fußballmuseum „nur“ im Mittelfeld der bundesdeutschen Museumslandschaft. Zum Vergleich: Das gerade eröffnete Fußballmuseum in Manchester konnte allein in den ersten sechs Wochen schon 100.000 Besucher begrüßen.

50,5 Millionen Euro - so hoch werden schon lange vor dem ersten Spatenstich am 20. September die wirtschaftilchen Effekte eingeordnet, die für Planung und Bau an die (über-)regionale Bauwirtschaft fließen.

19 Millionen Euro - so hoch sollen die Umsätze für die regionale Wirtschaft ausfallen, wenn das Museum erst am Start ist. Dabei geht man davon aus, dass der Durchschnittsbesucher 35,50 Euro in Dortmund lässt, vor allem in diesen Bereichen: Unterkunft, Gastronomie, Einzelhandel.

280 Arbeitsplätze sollen innerhalb und außerhalb des Museums in Dortmund entstehen.

1,5 Millionen Euro jährlich an Steuergeldern fließen.

6 Jahre oder weniger soll es dauern, bis sich die Investitionskosten von Land und Stadt wieder ausgezahlt hätten. Dann seien bereits mehr als 100 Millionen Euro Umatz in die regionale Wirtschaft zurückgeflossen, heißt es.

Kein Wunder also, dass OB Sierau gestern von einem wichtigen „Impuls“ und einer „guten Hausnummer“ für Stadt und Region sprach. Dass Stiftungs-Geschäftführer Neukirchner sich bestätigt fühlte: „Wir sind nicht überrascht. Wir wussten immer, dass das mindestens ein kostendeckender Betrieb wird.“ Und dass Matthias Rothermund schon jetzt von einem „Highlight“ fürs Stadtimage und den Tourismus schwärmt. „Wir hätten uns nichts lieber gewünscht.“

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