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Baukritik

DFB-Fußballmuseum besser am Stadtrand von Gelsenkirchen als in Dortmund-Mitte

16.11.2011 | 09:00 Uhr
DFB-Fußballmuseum besser am Stadtrand von Gelsenkirchen als in Dortmund-Mitte
Der Entwurf des Architektenbüros HPP Hentrich-Petschnigg+Partner (Düsseldorf) erhielt den Zuschlag für das DFB-Fußballmuseum in Dortmund.

Dortmund.   Das Fachmagazin „Bauwelt“ kritisiert in barschem Tonfall das in Dortmund geplante DFB-Fußballmuseum. Das Projekt am Hauptbahnhof sei „eine raumfressende Verstellung“ eines wichtigen Stadtraumes. Der Autor hofft für die Stadt, dass dieser „Unfug“ besser am „Stadtrand von Gelsenkirchen“ entstehe.

Wenn die Beteiligten vor Ort auch voll des Lobes sind, nicht überall schlägt das für Dortmund geplante DFB-Fußballmuseum Wellen der Begeisterung.

Ein Autor des Fachmagazins „Bauwelt“ geht in der Ausgabe 42/2011 hart ins Gericht mit dem am ehemaligen Busbahnhof geplanten Projekt. „Vielleicht wendet sich die Geschichte noch zum Guten, dem DFB geht das Geld aus und Dortmund bleibt die raumfressende Verstellung eines seiner wichtigsten Stadträume mit einem solchen Unfug erspart“, heißt es dort. Vielleicht wäre es einfach besser, das Museum entstünde nicht in einer Innenstadt, sondern am „Stadtrand von Gelsenkirchen“.

"An Schwachsinnigkeit kaum zu überbieten"

Die Auslobung des Wettbewerbs bot der „Bauwelt“ wahlweise Anlass zum Lachen oder zur Verzweiflung. „Wir sind Fußball“ - schon „das Leitbild des vom DFB geplanten, international ersten vereinsübergreifenden Fußballmuseums ist an Schwachsinnigkeit kaum zu überbieten“. Auch die weiteren inhaltlichen Ausführungen ließen die Vorfreude schnell verfliegen: Ein „Ballfahrtsort“ solle entstehen, ein Museum „das unterhalten will“.

Kritik gibt es auch daran, dass die Architekten gewarnt wurden, mit urheberrechtlichen Aspekten kooperativ umzugehen“ , da das Museum auch in Zukunft kuratorische und funktionale Anforderungen verändert werde. Das Urteil der Bauwelt: „Die Anforderungen an das Äußere des Museums haben den Teilnehmern (des Wettbewerbs) zu wenig Platz gelassen für Architektur.“

Das DFB-Museum

 

Frank Bußmann

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Kommentare
16.11.2011
21:27
richtig nr.11...
von reisejuergen1 | #12

bauwelt, dinge die die welt nicht braucht

16.11.2011
13:46
Fußballmuseum
von Funakoshi | #11

Dinge, die die Welt nicht braucht!!!!!!!!!

16.11.2011
13:12
Grugahalle in DO?
von TrollUser | #10

Sieht doch schon irgednwie nach Grugahalle in klein aus ;)
Ansonsten: gleiche Geldverschwendung wie der Neubau des RWE Stadions in Essen.

16.11.2011
12:38
der wirkliche Treppenwitz
von butcher99 | #9

ist, dass es überhaupt ein Fussballmuseum geben soll. Ist der Fussball schon so tot?

16.11.2011
12:34
Blockierter Kommentar.
von parallaxe | #8

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

16.11.2011
12:32
kritik am dfb museum
von tom009 | #7

oh
ist der herr nur sauer weil dieser nicht zum zuge kam??????

er verhält sich so als ob ihm jemand sein spielzeug weggenommen hätte.

16.11.2011
12:24
Fachblatt
von parallaxe | #6

Die WAZ gibt den Kommentar ziemlich verkürzt wieder, und nutzt Ihn dazu, die DO/GE Emotionen neues Futter zu geben.In dem Original Arikel der Bauwelt geht es mehr um inhaltliche Kritik an der Ausschreibung... undt stellt wie von #4 dargelegt, um die Frage ob es das richtige Gebäude am richtige Platz ist. Das kann man kontrovers betrachten. Das Problem ist doch, daß alle Ruhrgebietsstädte sicht nicht den Luxus erlauben können, allzugroße Ansprüche zu stellen. Wenn der DFB oder sonst ein Investor ein Museum direkt am Bahnhof möchte, dann wird der verfügbare Raum freigegeben.
#dieterborussia: Es gibt in der "Bauindustrie" auch das Fach Architektur. Dort kann man die Bauwelt durchaus als "Fachmagazin" bezeichnen. Das sie noch nichts von den "Blatt" gehört haben, zeigt daß es tatsächlich ein Fachmagazin ist und die WAZ besser nicht daraus zitieren sollte.

16.11.2011
12:03
Argument schon lange bekannt
von AndyMayer | #5

Das ein Fussballmuseum mit grosszügigen Parkplätzen für Busse und Pkw zB im Bereich der Strobelallee mit Anschluss an U-Bahn, DB und Busnetz sowie örtlichem Bezug zu den Stadien besser gewesen wäre als es vor den Hauptbahnhof zu "stopfen" war lange geäusserte Meinung von Fachleuten der Stadtplanung und der Architektur.

Aber - wer im Vorfeld nicht hören will und seine Ansichten durchsetzt, der muss dann eben später mit der geäusserten Fachmeinung und den Folgen seiner Entscheidung leben. Das Erste ist peinlich - das Zweite ist teuer. Aber Beides ist schlecht für Dortmund.

16.11.2011
11:16
Erst lesen, dann moppern
von vaikl | #4

Der Artikel ist hier frei verfügbar: http://www.bauwelt.de/sixcms/media.php/829/bw_2011_42_0014-0015.pdf

Und beim Lesen wird klar, dass der Autor sich nicht generell gegen ein Fußballmuseum an diesem Standort ausspricht, sondern konkret gegen die völlig indiskutablen Entwurfsvorgaben der Stadt und des DFB sowie gegen den Gewinner-Entwurf von HPP.

Diese Mehrzweck-Turnhalle mit überdimensionaler Leuchtreklame *wird* wie ein Klotz das gesamte Bild des Bahnhofumfelds vereinnahmen, obwohl man doch seitens der Stadt über viele Jahre angeblich bemüht war, dort einer Großstadt angemessene Architektur zu präsentieren.

PS: "Verlags-Vita
Die Bauverlag BV GmbH ist ein Unternehmen der Docu Group. Im deutschen Sprachraum ist der Bauverlag der größte Anbieter von Fachinformationen für Architektur und Bau."

16.11.2011
10:37
Bauwelt ?
von dieterborussia | #3

Als Mitarbeiter der Bauindustrie ist mir dieses "Fachblatt" gänzlich unbekannt.
Hier will doch wohl offenbar ein Magazin seine Auflage stärken.
Man nehme Fussballmuseum, setze noch den Namen der traurigen Stadt hinter der Cranger Kirmes dazu, schon hat man Aufmerksamkeit.

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