DerWesten verlost fünf Chroniken der Westfalenhalle Dortmund
02.02.2012 | 19:04 Uhr 2012-02-02T19:04:00+0100
Dortmund. Zum 60. Geburtstag hatte die Westfalenhalle mit Fritz Rau einen prominenten Gast. Der Konzertpapst erzählte aus seiner Erinnerung, welch namhafte Künstler er nach Dortmund lockte. Einige davon befinden sich auch in der Chronik: Wir verlosen fünf dieser wertvollen Bücher.
Am 2. und 3. Februar 1952 wurde Dortmunds heutige Westfalenhalle 1 mit der Veranstaltung „Olympia ruft“ eröffnet. Seitdem hat sie deutsche und europäische Sport- und Musikgeschichte geschrieben. Die Veranstaltungszentrum Westfalenhallen GmbH lud am Tag des 60. Geburtstages zur Jahrespressekonferenz. Einer der Gäste war Fritz Rau, rund drei Jahrzehnte lang legendärer Veranstalter in der Großen Westfalenhalle.
„Wir feiern heute in der Westfalenhalle die Rückkehr des verlorenen Großvaters“, lachte Konzertpapst Rau. Er hat unzählige Weltstars über viele Jahrzehnte in die Westfalenhalle geholt, hat damit wesentlichen Anteil, dass viele große Stars diese Halle als ihr Wohnzimmer bezeichnen. Der große alte Mann des deutschen Konzertgeschäftes kramte in seinen Erinnerungen, unter anderem erzählte er von seinem größten Erfolg in der Westfalenhalle 1: Mehr als ein Dutzend Mal hatte er 1994 die Dortmunder Arena mit Peter Maffays „Tabaluga“ hintereinander gefüllt.
„Diese Halle hat Wärme“, lobte er nun die Westfalenhalle 1. „Sie hat genau die richtige Kapazität, hier fühlt sich der Besucher mit der Bühne verbunden.“ Besonders freue er sich, dass inzwischen auch junge Bands die große Westfalenhalle ausverkaufen, deren Namen er schon gar nicht mehr kenne. „Die Jungen müssen ran“, forderte der Senior, der sich nach eigenen Worten um die Westfalenhalle 1 keine Sorgen macht. „Die Halle hat Zukunft. Ich wünsche ihr, dass sie ihre Bedeutung behält.“
Wolfühlatmosphäre im Wohnzimmer
Der heute 82-Jährige erinnert sich noch gut an die Anfänge in den 50er Jahren, als er mit Ella Fitzgerald oder Duke Ellington tourte. „Da erschien uns die Halle zu groß für unsere Künstler, die in erster Linie doch Jazzmusiker waren.“ Das gleiche Gefühl habe er dann Ende der 60er Jahre mit Rockmusikern gehabt, etwa mit Frank Zappa. „Doch zu Unrecht hatten wir das Gefühl“, so Fritz Rau heute.
Er brachte die Rolling Stones 1970 in die Westfalenhalle oder eine „internationale Gruppe, die in Hamburg entstanden ist, die Les Humphries Singers mit Jürgen Drews“. Sie hätten Anfang der 70er Jahre die Halle mit ihrem Rock-Pop-Karneval bis zu drei Mal auf einer Tour gefüllt. Und Rau betont, „diese Halle war aufgrund ihrer angenehmen Atmosphäre für viele wie ein Wohnzimmer, in dem sie sich gleich wohlgefühlt haben“.
Moderne Hallen dagegen seien wie Fremdenzimmer. Für Udo Lindenberg sei die Westfalenhalle immer noch eine seiner Lieblinghallen. Die Innenaufnahmen in seinem Film „Panische Zeiten“ stammen aus Dortmund. Gerne erinnert er sich an das Gastspiel von Liza Minelli und den Parallelauftritt von Sammy Davis jr. in Hamburg. „Beide wollten, dass ich dabei bin“, erzählt er. So habe er erst Liza Minelli zur Bühne gebracht, sei ins Auto gesprungen und habe Sammy Davis jr. von der Bühne geholt.
Geschichte der Kulthalle in einer Chronik zusammengefasst
„Partner wie Sie haben entscheidend daran mitgewirkt, die Halle groß zu machen“, zollte Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhalle, Fritz Rau ein dickes Lob. Die Westfalenhalle 1 sei eine Legende und gelte zu Recht als Kulthalle. Und sie sei bis heute ein „Ort der Innovationen geblieben“. Sie habe Ereignisse erlebt, „die anderswo nie kopiert werden können“. Ziel sei: Die Halle soll modern bleiben und den Bedürfnisse der Veranstalter und Besucher entsprechen.
Die Hallen-Historie ist auch nachzulesen auf mehr als 350 Seiten in der Westfalenhallen-Chronik. Legendäre Konzerte, Sport-Weltmeisterschaften und besucherstarke Messen, aber auch an spektakuläre Kongresse, Verbands- und Firmenevents: Die Publikation zeichnet in zweiter Auflage die mehr als acht Jahrzehnte lange Geschichte eines der bekanntesten und traditionsreichsten Messe-, Kongress- und Veranstaltungszentren Deutschlands nach.
Gewinnspiel
Wir verlosen fünf Exemplare von „Westfalenhallen Dortmund – Die Chronik“, die im Buchhandel für 29,90 Euro erhältlich ist (ISBN-Nummer: 978-3-00-030023-3). Wer darin lesen, stöbern oder sich informieren will, kann einfach eine SMS mit dem Text gewinnen chronik an die Kurzwahl 3 33 39 (ohne Vorwahl / 0,50 Euro/SMS) abschicken, dazu bitte den Namen angeben. Teilnahmeschluss ist Mittwoch, 29. Februar, 24 Uhr. Die Gewinner werden telefonisch benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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