Der Wahlkampf ist mau
01.07.2009 | 18:49 Uhr 2009-07-01T18:49:00+0200
Die SPD baut ihren Vorsprung aus, die CDU sackt ab, aber Joachim Pohlmann, OB-Kandidat von CDU/FDP, holt gegenüber SPD-Kandidat Ullrich Sierau auf.
Das sind die wesentlichen Ergebnisse einer Forsa-Umfrage, die das unternehmer-nahe „Bürgerforum Phoenix” gestern vorgelegt hat. Die Ergebnisse im Einzelnen:
Die SPD liegt nun bei 39 % (gegenüber 37% im April), die CDU nur noch bei 28 % (34%), die Grünen bei 12 % (14%), die FDP bei 7 % (6%), die Linke bei 6% (4%). Bei den OB-Kandidaten liegt Ullrich Sierau bei 32% (32%), Joachim Pohlmann bei 29 % (27%), Mario Krüger (Grüne) bei 6 % (7%). Die Zahl der Unentschlossenen Wähler liegt laut Forsa bei derzeit noch 27 Prozent.
Noch eine weitere Umfrage wird das „Bürgerforum Phoenix” vor der Wahl präsentieren. Aus der aktuellen Forsa-Studie leiten die Auftraggeber derzeit folgende politische Interpretationen ab.
- Das OB-Rennen ist längst nicht entschieden.
-Der ihnen nahestehende CDU/FDP-Kandidat Pohlmann kann weiter aufholen.
- Der Verzicht von Gerhard Langemeyer hat der SPD als Partei genutzt.
- Ihr Kandidat Ullrich Sierau kann nicht weiter punkten.
- Der CDU fehlt ein scharfes Profil.
- Es besteht die Möglichkeit für eine Koalition aus SPD und FDP im Rat mit einem OB Joachim Pohlmann.
«Das Rennen ist offen.
Man muss abwarten, was Pohlmann noch zu sagen hat«
„Das OB-Rennen ist offen”, so Bodo Harenberg vom „Bürgerforum Phoenix”. „Es wird ein spannender Zweikampf”, so Harenberg, auch wenn die kürzlich von der WR in Auftrag gegebene Umfrage Sierau zehn Prozentpunkte vor Pohlmann liegen sah. Auch Dr. Walter Aden sieht noch „eine echte Chance” für den Kandidaten von CDU und FDP. „Er kommt von Null, er verkörpert einen neuen Stil und wird immer mehr Boden gut machen.”
Doch eines ist für die Unternehmer von „Phoenix” auch klar: Pohlmanns Erfolg wird abhängig davon sein, welches Profil er in den letzten Wochen vor der Wahl am 30. August entwickelt. „Man muss abwarten, was er noch zu sagen hat,” so Harenberg.
Es werde aber Zeit. Denn unisono stellt das „Bürgerforum Phoenix” fest: „Der Wahlkampf ist mau.” Als genereller Eindruck trifft diese Kritik alle Kandidaten. Sie müssten mehr Eigendynamik entwickeln und sich nicht nur in Gesprächsrunden treffen, so auch Dr. Rolf Bierwirth. Harenberg: „Das verstehe ich nicht unter Wahlkampf.” Der Name fiel zwar nicht bei der gestrigen Runde, doch Volker Geers, von heutigen „Phoenix”-Mitgliedern geförderter CDU-Kandidat aus dem Wahl-Jahr 1999, weckt wohl Erinnerungen an einen furioseren Schlagabtausch. Für „Phoenix” ist ein schärferes Profil bei seinem Kandidaten um so wichtiger, als dass es gilt, noch 27 Prozent Unentschlossene zu überzeugen. Zur Ratsmehrheit ist der „Phoenix”-Wunsch auch eindeutig: Zwar würde Rot-Grün eine deutliche Mehrheit haben, doch eine stabile SPD-FDP-Mehrheit sei im Bereich des Möglichen. www.buergerforum-phoenix.de
18:09
Change! We can believe in!
Wer Sierau wählt, sorgt dafür, dass es genau so verschlafen und muffig weiter geht, wie seit Jahren.
Sierau ist ein Langemeyer mit anderem Namen. Aber scheinbar kann sich die SPD alles erlauben, ohne dass sie dafür abgestraft wird. Und was Sierau alles verbockt hat, dass schaffen sonst 10 Mann nicht in einem Leben.
Wir brauchen einen relativ unparteiischen, der mal mit der flachen Hand auf den Tisch haut. Das Bergbaualter ist vorbei, wir müssen nicht mehr aus Gewohnheit die SPD wählen!
09:15
Es ist entscheidend in der Politik, dass man nicht Fantasien oder Utopien nachläuft, sondern klar den Realitäten Rechnung trägt.
Konrad Adenauer (1876-1967), dt. Bundeskanzler 1949-63
Realität ist, das Dortmund seit Jahrzehnten von der SPD regiert wurde. Realität ist, das die Nordstadt systematisch zur Entsorgung sozialer Problemgruppen benutzt wurde. Die gesamte Drogen- und Alkoholikerszene mitsamt Begleitkriminalität wurde seit Mitte der 90er systematisch in die Nordstadt gedrückt. Mit einem tolerierten Strich am Rande dieses Wohnviertels wurden diese Verhältnisse weiter verfestigt. Die Zerfallserscheinungen sind in der Nordstadt überdeutlich für jeden zu sehen und bedrohen dort jetzt in breiter Front viele Existenzen. Die berechtigten Interessen der Altbewohner wurden zu lange mißachtet.
Es wird Zeit für einen Change - aber gründlich. Und der findet nicht unter links-grün-alter-naiver Leitung statt.
08:34
......ja das wäre schön.
Aber schmeist er sich so in den Dreck, wie es Uli Sierau es mit Horst Wenzel in Westerfilde gemacht hat?
Wer schützt die Mieter vor Miethaien im Ausland?
Der nominierte Landtagskanditat und SPD Stadtbezirksvorsitzende Armin Jahl hat als primus interparis die Initiative Leben und Wohnen (in Westerfilde) mitbegründet. Er sorgete für Sicherheit indem er dafür sorgte, dass es hier nunmehr einen Quartiershausmeister gibt Das sind Taten!
Interessiert sich denn auch die CDU/FDP für diese Vororte? Und was tut sie ?
Der Bessere möge gewinnen; für mich ist es Ulrich Sierau und die SPD!
08:24
Wenn Herr Pohlmann sich für die Arbeitervororte stark macht wäre das von Vorteil!
Für ihn, und für die Arbeitervororte.
Er muß ja nicht gerade in Scharnhorst anfangen.