Der Rohbau rockt
21.06.2009 | 18:58 Uhr 2009-06-21T18:58:00+0200
„Der Rohbau rockt”, so das Fazit einer Besucherin gegen Ende der gelungenen Generalprobe, bei der sich Dortmunds Partyvölkchen zum ersten Mal auf der neuen Spielwiese mit altem Namen austoben konnte. Bei der „Juicy Beats Preshow” sorgten DJs, Bands und Besucher für einen ersten Statik-Test.
„Ist das hier runter?”, fragt eine Mittzwanzigerin in greller 80-er Optik, die sich durch den Hindernis-Parcours Ritterstraße gekämpft hat, auf der sich Baugruben und Schuttberge abwechseln. Unterhalb des Einkaufszentrums wird sie fündig: Rot und schwarz schimmert der kantige Bau, mit großer Glasfront. Das verschachtelte Äußere täuscht. Im Innern sind die Dimensionen riesig. Fast jeder Ankommende bleibt beim Betreten der Halle staunend stehen, den Kopf zur etwa zehn Meter höheren, unverkleideten Decke gerichtet. Erst der zweite Blick gilt dem ersten Live-Act: Emma, eine zierlichen Blondine, die sich den harten Electro-Beats ihres DJs hingibt.
Pumpender Rhythmus trifft auf weibliche Stimmgewalt. Ein Raum weiter legt Juicy Beats-Organisator Carsten Helmich im moderat bemessenen Club-Bereich auf, der noch etwas von der gemütlichen Atmosphäre des alten FZWs hat. Beim eingängigen House-Gemisch bewegen sich hier die Tänzer in einem fast undurchdringlichen Trockeneis-Nebel. Im groß angelegten Barbereich wird geplaudert, getrunken und getanzt. Klaus Fiehe liefert den Soundtrack dazu. Im Biergarten werden die ersten Eindrücke diskutiert: „groß”, „zu groß”, „das Alte war gemütlicher”, „bin gespannt, wann es wirklich fertig ist”, „eigentlich können sie es so lassen”. Juicy Beats Mitorganisator Martin Juhls ist glücklich: „So einen Raum hat es hier noch nicht gegeben. 1300 Leute sind hier und es funktioniert.” Wie gut, das zeigt sich bei Freakatronic, deren Name den Auftritt gut beschreibt: Mit hämmernden Beats, Sprechgesang und ekstatischem Toben bewegt sie die Masse in der frisch gegossenen Halle. „Ich Kommander, du Kommander, er Kommander…”, konjugiert die Mediengruppe Telekommander danach ihren Bandnamen durch und die Tänzer ihre Bewegungen.
„Wir spielen in einem Raum, der nicht ganz fertig ist, ist das nicht geil?”, fragt Sänger Florian Zwietnig - das ausgelassene Abtanzen im Saal wird als eindeutiges „Ja” gewertet. „Du brauchst Veränderung”, heißt es in einem Lied der Elektropunker. Ob sie das alte FZW meinen?
17:19
Ist einfach genial das die Stadt erlaubt in einem Rohbau eine Party abzuhalten!
Dies sollte mal ein Gastronom versuchen, das Bauordnungsamt würde den Laden glatt dicht machen.
21:14
ich war am Samstag dabei! Welch großartige Lokation. Gut, dass man Geld in die Hand genommen hat, im dem FZW eine Perspektive zu bieten.