Der kleine Rassismus im Alltag
14.02.2012 | 10:19 Uhr 2012-02-14T10:19:00+0100Eigentlich dachten wir, Vorgänge, wie sie Nuray Akyol bei der Wohnungssuche erlebte, hätten wir längst hinter uns gelassen. Schließlich leben wir nicht nur in einer ziemlich aufgeklärten Welt, sondern auch in einer Gegend, in der das Wort „Migrationshintergrund“ elementarer Bestandteil der Siedlungsgeschichte ist: Die dichteste Industrielandschaft Europas würde es ohne die vielen Zuzüge aus allen Ecken des Kontinents bekanntlich gar nicht geben.
Doch offenbar ist der kleine Rassismus im Alltag lebendig wie eh und je. Da nützen auch alle Nuri Sahins dieser Welt nichts. Dem mit türkischen Wurzeln in Lüdenscheid geborenen Ex-BVB-Wunderknaben eine Wohnung anbieten zu dürfen, wäre aber jedem Dortmunder Vermietern sicher eine Ehre gewesen. (Michael Kohlstadt)
16:49
Ich habe zwar bis jetzt keine Ahnung, warum die 1. und 2. Fassung meines Beitrages blockiert wurden, aber so ist nun einmal der Westen.de.
15:50
Sehr geehrter Herr Kohlstadt,
merken Sie eigentlich überhaupt nicht, wie sehr Sie und Ihre Kollegen von der Westen.de mit Ihrem ***********-Mentalität der eigentlich guten Sache des friedlichen Miteinander-Lebens aller Menschen – gleich ob Inländer, Ausländer, Behinderte, Nichtbehinderte, Frauen, Männer, ja sogar Schalke-Fans – schaden?
Sie stellen die Kommentarfunktion zum Originalartikel gestern Abend ab, weil Ihnen die Meinungsäußerungen nicht gefallen! Toll, ich verkneife mir jetzt mal jeden Kommentar unter Hinweis auf Artikel 5 Grundgesetz. Sie stellen sich mit dieser Haltung selber ins Abseits.
Es gibt menschliche Denkhaltungen und daraus folgende Reaktionen und Handlungen, die man vielleicht als neutraler, objektiver Außenstehender nicht befürworten will und/oder sollte: Da lehnt jemand einen Ausländer ab, weil er Ausländer ist. Da lehnt jemand einen Behinderten ab, weil dieser dieses Handycap hat. Da lehnt jemand eine schwangere Frau ab, weil er eben so denkt wie er denkt.
Sorry, Herr Kohlstadt, ab so ist nun einmal die Welt!
15:47
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15:12
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13:56
Die Welt ist nicht nur aufgeklärt sondern auch mittlerweile bestens informiert und dabei ist es dann so, dass Landsleute der sicher sozial integrierten jungen Frau sich als Mieter leider so einen schlechten Ruf geschaffen haben, dass viele Vermieter eben keine "Türken" als Mieter haben wollen. Und - dass die junge Frau nicht in die Nordstadt ziehen möchte, wo sie sicher jederzeit für viel weniger Geld eine Wohnung finden würde, dass kann man ja wohl auch verstehen - oder?