Den Stadtwerken gehören bald 60 Prozent an DEW

Die Vereinbarung zur künftigen Beteiligung des Energiekonzerns RWE am heimischen Energieversorger DEW21 steht: Danach soll RWE künftig mit 39,9 statt mit 47 Prozent an DEW beteiligt sein. Profitieren sollen davon die Stadtwerke (DSW21), denn DEW wirft regelmäßig ordentlich Gewinn ab - auch 2013.

Dortmund.. Die Dortmunder Stadtwerke DSW21 werden künftig 60 Prozent, die Stadt Dortmund 0,1 Prozent halten. Darauf haben sich RWE und DSW verständigt, teilte DSW-Vorstandschef Guntram Pehlke jetzt mit. Ein Teil der Kaufsumme, die DSW für die Übernahme weiterer Anteile an RWE zahlen muss, wird durch eine Entfristungs-Prämie finanziert. Denn künftig soll der Gesellschaftervertrag zeitlich unbegrenzt sein.Wie hoch diese Entfristungs-Prämie ist, wollte DSW nicht verraten.

Stärkere Beteiligung an DEW

Der bisherige Vertrag läuft Ende dieses Jahres ab. Ein neuer Vertrag soll bis September stehen, kündigte Pehlke an. Dann könnte der Rat der Stadt entscheiden. Die Weichen dafür hatte er schon im April mit der Verabschiedung eines Eckpunkte-Papiers gestellt, das eine weitere Beteiligung von RWE vorsieht. Grüne und Linke fordern dagegen vehement eine komplette Rückführung von DEW in kommunale Hand.
Pehlke zeigte sich mit den Verhandlungen sehr zufrieden. "Das Ganze rechnet sich für uns", stellte er fest. Denn DSW wäre stärker an den DEW-Gewinnen beteiligt.

DEW-Bilanz 2013 sehr positiv

Im harten Wettbewerb hat sich die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) 2013 gut geschlagen. Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen der Branche habe DEW21 "ein sehr gutes Jahresergebnis erzielt", so Geschäftsführer Dr. Frank Brinkmann zu den Bilanzzahlen, die der Versorger jetzt vorlegte.

So hat DEW21 im Kerngeschäft ein überplanmäßiges Jahresergebnis von 63,6 Millionen Euro vor Steuern erzielt. Die Umsatzerlöse stiegen um 70 Millionen Euro auf 1,103 Milliarden Euro. Wichtig ist der Vorsteuergewinn von 93,2 Millionen Euro, der an die Dortmunder Stadtwerke (DSW21) als größter Gesellschafterin abgeführt wird. DSW21 kann damit etwa die Defizite im öffentlichen Nahverkehr und beim Tochterunternehmen Flughafen ausgleichen. Der Vorsteuergewinn lag um 26,2 Millionen Euro über dem Vorjahr.

Das dicke Plus ist auf einen Einmaleffekt zurückzuführen, nämlich die neue Bewertung der Erlöse durch neue Wirtschaftsprüfer. Wie berichtet, waren bei DEW Überschüsse in Höhe von 30 Millionen Euro entdeckt worden. Vom Vorsteuergewinn profitiert auch Gesellschafter RWE, der eine Ausgleichsdividende von 25,2 Millionen Euro erhält. 13,1 Millionen Euro werden den Gewinnrücklagen von DEW21 zugeführt.