Demonstrant nach versuchter Attacke verurteilt
28.04.2011 | 18:19 Uhr 2011-04-28T18:19:00+0200
Dortmund„Ich fahre nicht zu einer Demo, um Polizeibeamte zu schlagen. Ich wollte gegen Nazis demonstrieren, ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen“, sagte der Student auf der Anklagebank. Amtsrichter Christian Henze sah dies nach zweitägiger Verhandlung anders: Wegen versuchter Körperverletzung muss der 21-Jährige 225 Euro Geldstrafe zahlen.
Diese Summe stand bereits im Strafbefehl, der dem bisher unbescholtenem jungen Mann vor Wochen ins Haus flatterte. Durch die Anzahl der Tagessätze bleibt sein Führungszeugnis auch weiterhin weiß.
Bei der Demonstration gegen Rechts am 4. September auf der Mallinckrodtstraße hatte der 21-Jährige nach Überzeugung des Gerichtes versucht, einen Polizisten zu schlagen. Zuvor waren der Angeklagte und weitere Linksautonome auf eine Absperrung der Polizei losgerannt.
„Es war nicht wild, aber er hätte mich getroffen“
„Wir haben geschrien: Zurückbleiben, keinen Meter weiter“, so hatte sich der Polizist, Zugführer der Hundertschaft, am ersten Prozesstag erinnert. Tatsächlich blieb die Gruppe zurück, bis auf einen – den Angeklagten. „Es war nicht wild, aber er hätte mich getroffen“, sagte der Polizist weiter, der in seiner Zeugenaussage keinerlei Belastungstendenz gezeigt hatte.
Immer wieder sahen sich die Verfahrensbeteiligten einen Videofilm der Polizei an, der zwar die Stimmung auf der Demo wiedergibt, aber nicht die entscheidende Szene zeigt: den versuchten Schlag gegen den Polizisten. Doch direkt nach dem Zwischenfall gab jener Beamte die Personenbeschreibung des Angeklagten weiter, der bis zu seiner Festnahme in der Schillerstraße ununterbrochen im Fokus der Polizei blieb.
Verteidiger forderte Freispruch
Verteidiger Daniel Werner, der zuvor Freispruch beantragt hatte, sah durch die Anklage das Demonstrationsrecht seines Mandanten eingeschränkt. „Für mich stellt sich das so dar: Wer couragiert gegen Nazis auf die Straße geht, der soll bestraft werden.“ Amtsrichter Henze erklärte am Ende seiner ausführlichen Urteilsbegründung: „Der Schlag gegen einen Polizeibeamten ist keine couragierte Form der Demonstration.“
09:25
Wegen versuchter Körperverletzung muss der 21-Jährige 225 Euro Geldstrafe zahlen.
???
Die Strafe ist ja wohl ein Witz !!!
Da können sich die linksextremen Gewalttäter am 1.Mai so richtig ausleben, kostet ja nicht viel.
Traurig Traurig !!!
:(
11:54
@ ErnestoGuevara
Dass ihr Linken auch immer glaubt bei einer Diskussion keine Argumente zu benötigen. Eure Phrasen sind so was von abgedroschen. LasseRuh hat einfach Recht.
11:50
Daa mit dem Eintrag ins Führungszeugnis stimmt nicht ganz. Wenn man Zb. bei einem Wachdienst oder als Erzieher im öffentlichen Dienst arbeiten möchte, fordert der Arbeitgeber ein erweitertes Führungszeugnis an. Und da stehen alle Vortstrafen drin. Es reicht schon eine Verurteilung wegen schwarz fahrens um nicht eingestellt zu werden.
11:49
@7 garvey
Mit jemandem, der als Benutzernamen ErnestoGuevara gewählt hat, braucht man nicht ernsthaft zu debattieren. Da ist klar, das von solcher Seite nur dümmliche auswendig gelernte linke Propaganda kommt.
11:45
@7:
Beweise für die geistige Verwandtschaft von Sarrazin & Co. mit den Kahlköpfen hat Sarrazin selbst erbracht. Und wer diese Thesen als Wahrheit erachtet, der nimmt zumindest geistiges Niveau von Rassisten an.
Zum Thema: Aussagen von Polizisten zählen selbstverständlich mehr. Darüber muss nicht diskutiert werden. Aber ob solche Aussagen die absolute Wahrheit sind, möchte ich nicht kommentieren.
11:19
Auch Sarrazin & Co sind geistig mit den Kahlköpfen verwandt.
Bitte bring doch mal Beweise für diese krude These. Ist das Aussprechen der Wahrheit schon rechtsradikal?
Aber zum Thema: Mehrere Polizisten die anwesend waren wissen genau was am 4. September auf der Mallinckrodtstr. passiert ist. Oder zählt deren Aussage nicht?
11:05
@4:
Ich möchte ebenfalls ernsthaft bezweifeln, ob das Gedankengut dieses Duisburger Linken sich von #1 unterscheidet. Aber man ist immer wieder schnell dabei zu polarisieren, wenn von Einzeltaten auf eine ganze Gruppe oder Partei geschlossen wird. Auch Sarrazin & Co sind geistig mit den Kahlköpfen verwandt. Trotzdem würde ich mich hüten, alle Parteimitglieder in die Nähe der Faschisten zu rücken.
Aber zum Thema: Wer (außer den allwissenden und selbstherrlichen Richtern) weiß denn genau, was genau am 4. September auf der Mallinckrodtstraße passiert ist? Ich zumindest nicht.
10:40
und unter seinem Pulli trägter nen ACAB-Shirt.
09:26
@ErnestoGuevara
Wie lieb und nett die Linken sind, können wir doch sicher wieder am 1.Mai bewundern. Und dass sich Rechte und Linke gar nicht so sehr in ihrem Gedankengut und ihren Methoden unterscheiden können an der Duisburger Linken sehen. Ich gebe Dir Recht in Bezug auf die Rechten und ihre dümmlich, gefährliche Ideologie, aber das macht die gewaltbereiten Linken nicht automatisch zu den Guten.
07:26
@2: Die armen Kahlköpfe! Immer werden sie von den bösen Linken verunglimpft. Dabei wollen sie doch nur ihr Gedankengut, was auch immer sich bei der überschaubaren Masse an Neuronen dahinter verbirgt, den Unwissenden nahebringen.
Dann winken Sie mal weiter kräftig mit ihren Armen!