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Dem Hautkrebs auf der Spur

22.08.2012 | 09:00 Uhr
Dem Hautkrebs auf der Spur
Thema Live Medizin in Dortmund im Foto Dr. Dorothee Nashan.Foto: Ralf Rottmann

Dortmund.   Jetzt anmelden für die nächste Auflage von „Live-Medizin“. Informationen und Untersuchungen für unsere Leser in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Dortmund.

Im Sommer stehen Schwimm- und Sonnenbad, Fahrradtouren und andere Freizeitaktivitäten ganz oben auf der Prioritätenliste. Der Aufenthalt im Freien hebt nachweislich die Stimmung und eine gewisse Portion Bräune kommt in der Gesellschaft gut an. Doch „Sonnenanbeten“ hat auch seine Schattenseiten: eine beschleunigte Hautalterung und vor allem ein erhöhtes Risikos, irgendwann an Hautkrebs zu erkranken.

Die WR nimmt bei der nächsten Info-Veranstaltung „Live Medizin“ am 5. September im Klinikum das Thema unter die Lupe und bietet wieder einen besonderen Leser-Service. Jeder Teilnehmer kann einen auffälligen Hautfleck untersuchen lassen. Frau Professor Dr. Dorothée Nashan, Direktorin der Hautklinik, wird am 5. September, 17 Uhr, in der Magistrale des Klinikums Dortmund referieren. Achtung: Die Anmeldung zu der kostenlosen Veranstaltung läuft ab heute (siehe Info-Box).

„Insbesondere Patienten mit einem hellen Hauttyp sind für Sonnenschäden prädestiniert“sagt Prof. Nashan vorab. „Aber auch ein dunkler Hauttyp kann bei langfristig vielfach wiederholten Sonnenexpositionen bedingt durch genetische Änderungen in den Pigmentzellen und Sauerstoffradikale im Gewebe eine Tumorentstehung entwickeln.“ Stets gelte der Grundsatz, dass die Sonne in der Haut als „Lebensbilanz“ ihre Wirkung zeigt, und da gilt es, nicht nur Sonnenbrände zu vermeiden.

Wie schützt man sich?

Statt sich gleich voll in die Sonne zu legen, sollte man seine Haut viel mehr langsam ans UV gewöhnen. Bei einer langsam steigenden UV-Exposition und – damit verbunden – einer kontrollierten Vorbräunung hat die Haut nämlich die Chance, eine sogenannte ,Sonnenschwiele´ aufzubauen, die wie ein Schutzschild gegen das UV-Licht wirkt.

Darüber hinaus sollte man sich im Sommer stets mit einem guten Sonnenschutz eincremen und weitere Regeln einhalten. Schon bei einem Sonnenbad unter dem Sonnenschirm im Sand oder beim Schnorcheln im Wasser gelangt ein Teil der UV-Strahlen nämlich auf die Haut – sei es durch Reflexion oder ungenügende Absorption durch das Wasser. Darum hat man sich auch und gerade bei einem Bootsausflug gut zu schützen, wenn die Sonnenstrahlen nicht mehr nur von oben, sondern reflektorisch auch vom Wasser kommen. Eine ähnliche Vorsicht ist bei Wanderungen im Gebirge angezeigt, da die UVB-Strahlung pro 1.000 Höhenmeter um circa 20 Prozent zunimmt. Und in jedem Fall sollte nicht an der Sonnencreme gespart werden.

Keiner möchte gerne mit 40 Jahren ein Melanom (schwarzer Hautkrebs ) haben oder ab dem 50. Lebensjahr in beständiger ärztlicher Behandlung sein, weil aktinische Keratosen und weitere Formen des weißen Hautkrebses (Stachelzellkrebs und Basaliom) wiederholter und konsequenter Behandlung bedürfen. Aber die Patienten werden aufgrund des veränderten Freizeitverhaltens immer jünger. Doch in der Medizin haben sich im letzten Jahr enorme Fortschritte und Behandlungserfolge durch 2 neue Medikamente gezeigt. Vemurafinib und Ipilimumab zeigen beim malignen Melanom ein doppelt so gutes Ansprechen gemessen an bisherigen Standards.

Für alle Hauttumoren gilt, dass eine frühe Diagnose im Sinne einer Heilung anzustreben ist.

FAKTEN:

„Bösartige Erkrankungen der Haut“ lautet der Titel der nächsten Veranstaltung „Live-Medizin“ unserer Zeitung in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Dortmund.

Termin: Mittwoch, 5.9.2012, Beginn 17 Uhr, Einlass 16.30 Uhr, Ort: Magistrale des Klinikums, Dortmund, Beurhausstraße

Referentin: Prof. Dr. Dorothee Nashan, Direktorin der Hautklinik

Teilnehmerzahl: 200 Personen Anmeldung über Zeitungs-Info-Nummer 0 18 02 / 40 40 76. Der Anruf aus dem Deutschen Festnetz kostet 6 Cent je Minute aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk maximal 42 Cent je Minute.

Nach dem Referat wird jeder Teilnehmer die Gelegenheit erhalten, eine verdächtige Hautstelle von der Spezialistin mit modernsten Untersuchungsgeräten prüfen zu lassen.

Gerald Nill



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